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Zwergpinscher

Zwergpinscher

Als ehemaliger Hofhund besitzt der Zwergpinscher ein stabiles Nervenkostüm, ein überdurchschnittlich gutes Gehör und zelebriert die Treue zu „seinem“ Anwesen, seiner Familie. Fremden begegnet er erst misstrauisch, was sich schnell legt, wenn ihm entsprechende „Entwarnungssignale“ gegeben werden. Er ist sehr gelehrig und daher recht leicht erziehbar, auch für Anfänger. Eine konsequent-liebevolle Erziehung mit viel geistiger und körperlicher „Action“ macht aus dem temperamentvollen, kecken Kleinhund relativ leicht einen anhänglichen, verschmusten, liebevollen Spielgesellen, der überall mit hingenommen werden kann, was ihm auch am liebsten ist. Notfalls hält er aber auch vier bis fünf Stunden allein die Stellung. Ein unerzogener, unterbeschäftigter Zwergpinscher wird schnell nervös, neigt zum Kläffen und zeigt seine niedrige Reizschwelle.
Eine Sozialisierung in Welpen Kursen ist empfehlenswert. Der kontaktfreudige, Artgenossen und anderen Kleintieren gegenüber eigentlich verträgliche Zwergpinscher neigt sonst bei größeren Hunden gern mal zu Dominanzübergriffen.

Historie

Der Pinscher an sich ist so alt wie der „Ötzi“. Das belegen circa 5.000 Jahre alte, genetisch identische Überreste des sogenannten Torfgruben-Hundes. Dieser lebte zum Ende der Jungsteinzeit im Bereich der Ostsee-Pfahlbauten. Der Zwergpinscher als kleinere Variante war im 19. Jahrhundert in Deutschland ein weitverbreiteter Hof- und Begleithund. Den Hof hielten sie frei von Nagetieren (österr. Bezeichnung des Zwergpinschers: Rattler) und als Begleithunde waren sie hervorragende Bewacher und Beschützer. Auch Friedrich Hebbel (1813-1863) war erstaunt über die enorme Ausdauer und Kraft der kleinen Energiebündel. Nach 1918 erlangte der Zwergpinscher auch außerhalb Deutschlands große Popularität, allerdings verlief diese Entwicklung in Richtung Mode- und Schoßhund für ihn suboptimal. Aus dem kräftigen Kämpfer wurde ein ängstlicher Winzling.
Josef Berta ist die Gründung eines gemeinschaftlichen Zuchtverbandes 1895 und die neue Reinzucht, die auch eine Trennung von rauhaarigen (Schnauzer) und glatthaarigen Pinscher beinhaltete, zu verdanken. Der Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. hält den Standard aufrecht, der unter der FCI-Nummer 185, Sektion 2: Pinscher, Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde geführt wird.

Optik

Zwischen Rüden und Hündinnen besteht kein Unterschied in der Widerristhöhe (25 bis 30 cm) und im Gewicht (4 bis 6 kg).
Sein Interieur ist harmonisch und kompakt aufgebaut. Der Körper bildet ein fast perfektes Quadrat. Über der leicht breiten, ovalen Brust ragt der längliche Hals nach vorn. Der keilförmige Kopf endet mit einem stumpfen Fang mit kräftigen Kiefern. Die Augenform ist oval, die Augenfarbe immer dunkel. Hinter der faltenlosen Stirn stehen die hoch angesetzten Ohren meist aufrecht, können aber auch als v-förmige Klappohren nach unten hängen. Der etwas abfallende Rücken setzt die schnittig-elegante Note. Die Rute weist gerade nach oben mit leichtem Schwung nach vorn. Die gut proportionierte Muskulatur ist unter der eng anliegenden Haut eindrucksvoll sichtbar. Die aufrechten Läufe enden in gewölbten Pfoten, deren Zehen eng stehen. Der ausgreifende Trab mit kräftigem Schub nach vorn zeigt einen harmonischen Bewegungsablauf.
Der Zwergpinscher erinnert in der Form und Fellbeschaffenheit und teils in der Farbgebung sofort an eine kleine Version des Dobermanns. Das gleiche glänzende, glatt anliegende, dichte, pflegeleichte Kurzhaar. Auch haart ein Zwergpinscher kaum. Da er keine Unterwolle besitzt, muss dieser Hundetyp vor Kälte geschützt werden und sollte, wenn überhaupt, nur in Ausnahmefällen gebadet werden.
Die vorrangige Farbgebung ist schwarz-tan. Abzeichen grenzen sich scharf ab. Rein bräunliche oder rotbraune Zwergpinscher führen auch die Alternativ-Bezeichnung Rehpinscher.

Gesundheit

Ein reinrassiger Zwergpinscher ist von stabiler, robuster Gesundheit dessen Lebenserwartung zwischen 14 Jahren und 17 Jahren angesiedelt ist. Selten diagnostiziert werden Herzfehler, Epilepsie oder Augenerkrankungen. Typische Kleinrassen-Erbkrankheiten treten nicht auf.

Hundesport

Dieser intelligente, schnelle, wendige, reaktionsstarke Springinsfeld ist wie geboren für alle Arten von Hundesport. Von Agility, Obedience, Dogdancing bis zum Turnier-Hundesport, immer ist er voller Aufmerksamkeit dabei und begierig zu lernen. Bei Tricks dreht der Kobold in ihm richtig auf. Er bringt seine Intelligenz und Ausdauer voll ein.