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Ungarische Bracke

Ungarische Bracke

Diese sehr robuste Rasse wurde schon vor Jahrhunderten, vom ungarischen Adel und dem Königshaus, für die Jagd auf Wölfe, Bären, Luchse, Hirsche und Bisons, sehr geschätzt. Als typischer Jagdhund, ist die ungarische Bracke (auch transsylvanische Bracke oder Erdelyi Kopo), sehr geschmeidig, ausdauernd, etwas misstrauisch Fremden gegenüber aber nie aggressiv. Sie ist kinderfreundlich und eignet sich, mit dem leichtführigen Wesen, als toller Familienhund.

Steckbrief

Ursprung: Ungarn
Lebenserwartung: 14 Jahre
Größe: 55-65 cm
Gewicht: mindestens 25 kg

Geschichtlicher Hintergrund und Entstehung der Rasse

Die ungarische Bracke wurde in Ungarn, als zuverlässiger Gehilfe bei der Jagd auf Hochwild und Raubtiere, gezüchtet. Als Zuchtgrundlage dienten pannonische Spürhunde und ähnlich veranlagte Bracken aus Osteuropa. Leider fiel ein großer Teil der Population, im 20. Jahrhundert, einem Erlass der rumänischen Regierung zum Opfer. Diese sahen die ungarische Bracke, als Symbol der ehemaligen ungarischen Besatzungsmacht und versuchte die Rasse auszurotten. Heute kommt es langsam wieder zu einer Verbreitung dieser wundervollen Tiere, Verwendung finden sie hier vor allem bei der Saujagd und Schweißarbeit,

Körperbau und Fell

Der Körper wirkt drahtig und ist sehr muskulös. Die hängenden Ohren sind mittelhoch angesetzt und liegen ohne Falten eng an den Backen. Sind sie nach vorne angelegt, bedecken sie kaum die Augen. Die Rute trägt die ungarische Bracke über der Rückenlinie und ist leicht aufwärts gebogen.
Die Grundfarbe des Fells ist schwarz mit loh an den Läufen und am Fang. Dreifarbige Varianten des Fells sind möglich. Das Haarkleid ist kurz, dicht, glatt und etwas grob.
Gelegentliches Bürsten des Fells, außerhalb des Fellwechsels und entfernen von grobem Schmutz, reichen bei der Pflege dieser Rasse vollkommen aus.

Ausdrucksstarkes und liebevolles Wesen - ein Hund mit vielen Eigenschaften

Die ungarische Bracke passte sich perfekt an die extremen Wetterbedingungen seiner Heimat an. Hier musste die robuste Rasse nicht nur mit kalten, schneereichen Wintern kämpfen, sondern auch mit schwül heißen Sommertagen. Die Jagd in den Karpaten war, durch das dichte und kaum zugängliche Gebirge, sehr anspruchsvoll. Um in den tückischen Gegenden ganzjährig arbeiten zu können, entwickelte die ungarische Bracke nicht nur seine körperliche Statur, sondern auch seine geistigen Fähigkeiten. Mit dem ausgeprägten Geruchssinn, dem außerordentlichen Orientierungsvermögen, hoher Ausdauer und enormer Geschicklichkeit, bringt diese Rasse, neben Anlagen wie Selbstvertrauen und Beutetrieb, alles mit sich, was ein ausgezeichneter Jagdhund braucht. Sie können in fast allen jagdlichen Situationen, intelligente Entscheidungen treffen und teilen mit einer deutlichen Stimme, ihren Erfolg mit. Wie viele Laufhunde, ist die ungarische Bracke, bei der Arbeit ein Profi und hart im Nehmen. Zu Hause ist die Bracke ein sehr freundlicher und ruhiger Hund, welcher sich eng an Besitzer, Kinder und Familienmitglieder bindet. Da er auch als Wachhund sehr geschätzt wird, verhält er sich gegenüber Fremden, anfangs meist etwas reserviert, wirkt jedoch keinesfalls gefährlich oder aggressiv.

Wird der Hund im jungen Alter, gut sozialisiert und erzogen, äußert sich ein entspanntes, gehorsames und soziales Verhalten, auch zusammen mit Artgenossen.
Die ungarische Bracke benötigt sehr viel Auslauf, am besten verbunden mit Arbeitseinsätzen, wie der Jagd. Seine Besitzer sollten somit einen aktiven Lebensstil an den Tag legen, um den Anforderungen, bei der Haltung eines Jagdhundes, gerecht zu werden. Sind die Voraussetzungen für genügend Auslauf und Beschäftigung vorhanden, lässt sich diese Rasse problemlos in Haus oder Wohnung halten.