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Tschechischer Berghund

Tschechischer Berghund

Der universal einsetzbare tschechische Berghund wurde erst im Jahr 1984 als nationale Rasse registriert. Noch fehlt ihm allerdings die Anerkennung eines internationalen Rassestandards durch die FCI, die weltweit größte kynologische Organisation.
Dieser Tatbestand dürfte auch damit zu begründen sein, dass der erste Vertreter dieser Rasse erst im August des Jahres 1977 geboren wurde. Er kam damals als Welpe einer weißen Gebirgs-Hirtenhündin und eines aus Kanada importierten schwarz-weißen Zughundes zur Welt.
Mit der danach vorgenommenen weiteren Veredlung der Rasse des tschechischen Berghundes wurde das erklärte Ziel weiter verfolgt, einen wenig anspruchsvollen, allseitig verwendbaren sowie ausgeglichenen und freundlichen Hund zu züchten.
Vor allem war sein künftiger Einsatz auf den Almen kahler Hochgebirge vorgesehen.

Heute zeigen die Vertreter dieser jungen Rasse, die in manchen Gebieten Tschechiens auch als „Böhmischer Gebirgshund" bekannt ist, dass sie die erwarteten Ansprüche weitestgehend erfüllen und diese mit zusätzlichen positiven Eigenschaften und Merkmalen ergänzen. Der Hund ist leicht zu führen, zeigt sich anhänglich an seinen Besitzer, gibt sich unbestechlich und gilt als universal einzusetzender Sport- und Arbeitshund. Seine feste Konstitution lässt er in einer als ideal zu bezeichnenden Verbindung von Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer erkennen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Rasse besonderer Beliebtheit bei sportlich orientierten Haltern erfreut. Selbstbewusst, eifrig und sicher absolviert er die unterschiedlichen Formen einer Ausbildung, die selbstverständlich den üblichen Hundesport einschließt. Der tschechische Berghund ist wasserfreudig und äußerst schneebegeistert.
All diese Eigenschaften spiegeln sich in seiner Ausbildung zum Rettungs- und Lawinenhund ebenso wider wie in seinem Einsatz als Herdenschutz- und Wachhund oder als zuverlässiger Familiengesellschafter. Besonders beliebt ist er speziell in Tschechien infolge seiner Eignung als Schlittenhund für Schlittenrennen.

Das allgemeine Erscheinungsbild des tschechischen Berghundes wird bestimmt von seiner Größe, dem nahezu quadratischen Körperbau, seinem langhaarigen Fell und einem meist dunkel gefärbten Kopf, der sein Geschlecht recht deutlich erkennen lässt. Seine runden Augen sind mittelgroß und besitzen eine braune bis dunkelbraune Farbe, die seinen milden Blick betont. Die dreieckigen Hängeohren sind relativ groß und liegen an den Wangen an. Sein Hals erscheint fest und gedrungen, ohne Wamme. Der Nasenschwamm ist immer schwarz.
Er besitzt eine Schulterhöhe von 56 bis 70 cm, die nur sehr knapp unter seiner Körperlänge liegt. Rüden erreichen ein Gewicht von 30 bis 40 kg, Hündinnen von 26 bis 36 kg.
Sein Haar ist etwa 10 cm lang, gerade, dick und recht geschlossen. Etwas kürzer zeigt es sich auf dem Kopf und an den Vorderbeinen. Sein vor allem im Winter dichtes Wollhaar lässt ihn die im mitteleuropäischen Klima auftretenden Temperaturunterschiede problemlos vertragen.
Die Farbe seines Haarkleides zeigt sich auf weißem Untergrund immer scheckig in unterschiedlichen Farben. Der Kopf weist manchmal eine Blesse auf. Sein kontrastreich gezeichnetes Fell ermöglicht es, den Hund bei seiner Arbeit im Gelände zu jeder Jahreszeit gut zu erkennen.

Das Fell des tschechischen Berghundes stellt minimale Ansprüche an die Pflege, sollte jedoch regelmäßig gebürstet werden. Da er stets nach viel Zuneigung und einem engen Kontakt verlangt, lässt er sich sein dichtes Fell gern kraulen.
Die Lebenserwartung der sich wenig anfällig gegen Krankheiten zeigenden Berghunde beträgt 12 bis 14 Jahre.