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Tosa

Tosa

Der Tosa –auch unter der Bezeichnung Tosa Inu bekannt – wird häufig als japanischer Mastiff bezeichnet. Er zählt zu den seltensten Rassen weltweit. War er einst Kampfhund, so wird er heute als Familien- und Wachhund gehalten.

Der Tosa ist ein mittelgroßer Rassehund, der vom größten kynologischen Dachverband, dem Fédération Cynologique Internationale (kurz FCI) anerkannt ist und von ihm der Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer - Molosser - Schweizer Sennenhunde und andere Rassen), der Sektion 2.1 (Molossoide, Berghunde) sowie der Standard-Nummer 260 zugeteilt wurde.
Seinen Ursprung hat diese Hunderasse in Japan. Hierfür wurde Mitte des 19. Jahrhunderts der Shikoku-Ken – bei uns bekannt als Shikoku - mit Hunderassen aus westlichen Ländern gekreuzt, und die neue Rasse der Tosa entstand. Der Name selber entstammt der gleichnamigen Gegend, in der diese Rasse anfänglich gezüchtet wurde. Zu den Hunden, die mit dem zur Gruppe der Spitze gehörenden Shikoku gekreuzt wurden, gehörten zunächst die Bulldogs. Später kamen die Mastiffs, die Deutschen Vorstehhunde und die Deutschen Doggen hinzu. Einige Quellen wissen zudem zu berichten, dass auch eine Kreuzung mit St.Bernhardshunden und Bull Terriers stattgefunden haben soll. Den wohl größten, charakterlichen Einfluss hat dabei der Molosser, der dem Tosa seinen Kampfinstinkt sowie seine Widerstandskraft vererbte.
Während der Tosa in früheren Zeiten hauptsächlich zu Hundekämpfen eingesetzt wurde, bei denen es darum ging, dass die Tiere mit den Läufen und dem Körper ihren Gegner zu Boden bringen mussten, nicht jedoch knurren oder gar beißen durften, gilt der Tosa heutzutage als Familien- und Wachhund. In einigen Bundesländern Deutschlands sowie des Nachbarlands Österreich und in manchen Kantonen der Schweiz aber auch in Liechtenstein wird die Rasse des Tosas als gefährlich eingestuft und fällt somit in die Kategorie der „Kampfhunde“. Daher sind in den Kantonen Wallis und Genf auch die Züchtung, die Haltung sowie die Einfuhr dieser Rasse verboten. Auch die Dänen haben den Tosa auf die Rasseliste des Hundegesetzes gestellt.
Beim Rüden ist eine Widerristhöhe von mindestens 60 cm vorgeschrieben, bei der Hündin sind es mindestens 55 cm. Damit gehört diese Rasse zu den mittelgroßen bis großen Hunden. Sie haben eine Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren. Der Tosa besitzt ein kurzes Fell mit hartem, dichtem Haar, welches in den Farben Rot, Schwarz, Apricot, Falb oder gestromt vorkommen darf. Erlaubt sind dabei dezente weiße Abzeichen auf Brust und Pfoten. Am beliebtesten ist der rote Tosa.
Trotz seines sehr kraftvollen, muskulösen Körpers wirkt dieser Hund elegant. Seine Ohren sind hängend, und er besitzt einen nahezu quadratischen Fang. Die recht lange Hängerute ist an ihrem Ansatz dick und verjüngt sich nach unten hin.
Vom Wesen her ist der Tosa geduldig und gelassen aber auch unerschrocken und mutig zu nennen. Je nach Temperament kann er auch schon mal als aggressiv eingestuft werden. Auf jeden Fall ist er treu, sensibel, intelligent, häufig misstrauisch und niemals unterwürfig. Ihm kann mit Recht ein gewisser Stolz, ja teils sogar Arroganz nachgesagt werden. Seine Erziehung bedarf einer gewissen Strenge, Konsequenz und Erfahrung. Dabei sollte er keineswegs angeschrien oder gar geschlagen werden. Das nimmt er nicht nur übel, er wird es auch nie verzeihen. Eine frühzeitige, intensive Sozialisation ist angebracht. Aufgrund all dieser Eigenschaften zeichnet sich der Tosa als ausgezeichneter Beschützer seines Herrchens oder Frauchens aus.
Trotz großen Selbstbewusstseins und einer untrüglichen Dickköpfigkeit kann er sich als ideales Mitglied in eine Familie einordnen. Er liebt seine Leute und ist besonders kinderfreundlich. Seinen Besitzern sowie Freunden gegenüber reagiert der Tosa aufgeschlossen und freundlich. Fremden gegenüber verhält er sich eher zurückhaltend. Wenn er einmal Vertrauen fasst, so kann man davon ausgehen, dass er von selber auf die Person zugeht und sich streicheln lässt. Er wird jedoch niemals auf die Kommandos von Fremden hören. Zwar akzeptiert er auch andere Haustiere, ist jedoch besser als Einzelhund zu halten.
Der Tosa kann – bei genügend Auslauf - sowohl in einer Wohnung als auch in einem Haus mit Garten gehalten werden. Er bellt nur sehr selten. Keineswegs ist er als Zwingerhund geeignet. In jedem Fall benötigt er Zuwendung und ausreichend Bewegung. Er kann eine Ausbildung als verkehrssicherer Begleithund absolvieren und gut neben dem Fahrrad herlaufen. Auch als Begleitung beim Joggen ist er ein ausdauernder, zuverlässiger Partner.