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Tibetan Terrier

Tibetan Terrier

Von seinem Erscheinungsbild, Charakter und seiner physiologischen/anatomischen Ausstattung her könnte der Tibet Terrier auch aus den europäischen Züchtungen heute noch in seinem Ursprungsland überleben. Die Rasse stammt aus den Bergen und dem Hochplateau Tibets („Dach der Welt“), wo extreme Kälte im Winter (bis minus 40°), intensive Sonneneinstrahlung und Hitze im Sommer vorherrschen. Dementsprechend robust, vital und widerstandsfähig zeigt sich der Tibet Terrier und erspart seinem Halter in den meisten Fällen hohe Tierarztrechnungen.

Typisches äußeres Merkmal: das lange Haarkleid

Auffällig beim Tibet Terrier sind die üppigen, langen Haare, die ihn in gerader oder in gewellter Struktur (nicht lockig) einkleiden. Darunter sitzt die dichte, feine Unterwolle. Nur mithilfe dieser doppelgeschichteten Behaarung konnte die Rasse in ihrer Heimat bestehen, geschützt bei eisigem Wind und Sandstürmen sowie gegen Infrarotstrahlen und infektiöse Insektenstiche. Daher bleibt er bei keinem Wetter hinterm Ofen sitzen, sondern begleitet seine Menschen jederzeit begeistert durch Parkanlagen, Wald und Feld oder zum Hundesport. Die Farben des Fells reichen in bunter Vielfalt von grau beziehungsweise rauchfarben, weiß mit goldenen oder schwarzen Flecken über „zobel“, creme bis rein schwarz oder schwarz mit weißen Abzeichen. Nur braun ist nicht erlaubt.

Größe und körperliche Besonderheiten

Aufgrund seiner mittleren Größe (um die 40 cm Schulterhöhe) eignet sich der Tibet Terrier als Familienhund, der „einfach mal eben“ oder auch auf Urlaubsreisen meist problemlos mitgenommen werden kann. Durch seine kräftige Muskulatur überwindet er strapaziöse Bodenbeschaffenheiten oder andere Hindernisse mit Leichtigkeit und bewährt sich somit als frohgemuter Begleiter auf langen Spaziergängen und Wanderungen. Eines seiner besonderen Rassemerkmale sind die großen, flachen Pfoten mit stark ausgeprägten Ballen und üppiger Behaarung zwischen den Zehen. Diese spezielle Pfotenkonstruktion ermöglichte ihm nicht nur die freie, sichere Bewegung über unwegsames Gelände in seinem Ursprungsland. Auch bei uns beweist er sich als erstaunlich geschickter Kletterer, krallt sich an Wurzeln und steinigen Vorsprüngen fest, um Berge oder Abhänge hoch zu kraxeln, die er mit halsbrecherischem Tempo und sichtbarem Spaß auch wieder hinunterspringt. Die auf dem Rücken geringelte Rute verdeutlicht lustig wedelnd das tierische Vergnügen.

Hundesport kombiniert mit Erziehung

Nicht nur wegen der enormen Sprungkraft eignet sich der Tibet Terrier für Hundesportarten wie Agility, Hundefrisbee oder Flyball. Seine Intelligenz und schnelle Auffassungsgabe sowie sein freudiges Temperament machen ihn zu einem empfehlenswerten Partner beim Dogdancing, Dummytraining oder bei der Fährtenarbeit. Teamgeist beweist er ebenso beim Obedience-Training. Diese sportliche Zusammenarbeit mit dem Hund fördert einerseits den gemeinsamen Spaß, andererseits dient sie der nicht unbedingt „kinderleichten“ Erziehung des Tibet Terriers. Sein starker Charakter hat ihm vielerorts den Ruf der Dickköpfigkeit eingetragen. Gehen wir jedoch nicht mit unabdingbarer Härte bei der Unterordnung vor, sondern lernen, uns in seiner „Sprache“ verständlich zu machen, gliedert er sich willig ins Familiengefüge ein.

Pflege

Einmal wöchentlich ist eine gründliche Fellpflege angesagt, um Verfilzungen zu verhindern. Die Augen des Tibet Terriers sind auffallend groß mit intensivem und ausdrucksvollem Blick. Sie liegen allerdings von Natur aus vom langen Kopfhaar verdeckt, das ihnen ursprünglich in der hoch gelegenen Landschaft Tibets einen Schutz gegen Wind und Sonneneinstrahlung verschaffte. Diesen „Kopfschmuck“ kann der Hund hierzulande leicht gekürzt und ausgedünnt oder als Zopf zurückgebunden tragen. Das gesamte Haarkleid sollte möglichst auch im Sommer als Schutz bestehen bleiben, höchstens etwas kürzer geschnitten und nur in Ausnahmefällen kurz geschoren werden. Bei Schnee müssen die Haare zwischen den Zehen und Ballen stark beschnitten werden, um hier die Bildung von schmerzhaften Eisklumpen zu vermeiden.
Ein „Terrier“ vom Dach der Welt?
Tatsächlich gibt es doch etwas, das beim Tibet Terrier nicht stimmt: sein Name! Eigentlich heißt er „Tibet Apso“ (Langhaar), denn er besitzt keinen Tropfen Terrierblut und zeigt so gut wie kein Interesse an der Jagd.