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Spinone Italiano

Spinone Italiano

Der Spinone Italiano wird von der Fédération Cynologique Internationale in Gruppe 7, Sektion 1.3 (kontinentale Vorstehhunde, Typ Griffon) geführt. Der Spinone ist einer der ältesten Vorstehhunde, die vermutlich aus dem Piemont stammen, deren Nutzung für das 15. Jahrhundert nachgewiesen ist und dessen Vorfahren schon vor 2.000 Jahren als Jagdhunde eingesetzt wurden.

Erscheinungsbild

Rassetypisch sind für den Spinone der lange Bart und die langen, tief angesetzten Behänge, die ihm einen ernsten Ausdruck verleihen.
Der Spinone besitzt eine kräftige Muskulatur und einen starken Knochenbau. Die Widerristhöhe beträgt 60 bis 70 Zentimeter (Hündinnen 58 bis 65 Zentimeter). Sein Gewicht erreicht 32 bis 37 Kilogramm (Hündinnen 28 bis 30 Kilogramm). Die Widerristhöhe stimmt mit der Körperlänge überein. Der quadratische Körperaufbau unterstützt den Trab, der die bevorzugte Gangart der Tiere darstellt und zumeist nur von einigen Galoppsprüngen unterbrochen wird.
Die drei vorkommenden Farbschläge sind weiß (mit oder ohne braune Platten), weiß und orange geschimmelt, orange geschimmelt (mit oder ohne orangefarbene Platten), Braunschimmel (mit oder ohne braune Platten). Das rauhaarige Fell verfügt über 4 bis 6 Zentimeter lange Haare, die am Körper dicht anliegen und an Kopf und Behängen kürzer ausfallen.
Je nach Fellfarbe variiert die Augenfarbe zwischen Ocker und (bei weiß-orangenen Spinonen) Honig- oder Bernsteinfarbe. Der niemals schwarze Nasenschwamm ist bei weiß-orangen oder weißen Spinonen leberfarben und bei braunschimmel oder weiß-braunen Spinonen braun.
Die waagerecht oder tief getragene Rute wird im Erregungszustand zuweilen etwas angehoben.

Wesen

Der intelligente und ruhige sowie Souveränität ausstrahlende Spinone geht seiner Arbeit mit Eifer und Geduld nach. Spinone kombinieren Sanftheit und Aggressionslosigkeit mit Entschlossenheit und Mut und vertragen ungerechte und grobe Behandlungen nicht. Über ein klares „Nein“ hinausgehende Bestrafungen sind nicht erforderlich, um den aufmerksamen und sensiblen Spinonen die Unerwünschtheit eines Verhaltens zu verdeutlichen.
Fremden Menschen und (auch gleichgeschlechtlichen) Hunden gegenüber zeigt sich ein Spinone stets freundlich und niemals aggressiv. Obgleich nicht vorrangig Wachhund, reagiert er doch auf Verdächtiges aufmerksam und zeigt seine beeindruckend tiefe Stimme.

Nutzung

Als Jagdhund verfügt der Spinone über einen ausgezeichneten Geruchssinn. Spinone werden hauptsächlich bei der Suche, beim Vorstehen und beim Apportieren von Niederwild eingesetzt, die sich auch von Dornengestrüpp oder kaltem Wasser nicht aufhalten lassen. Während der Jagd geht der Spinone langsam, aber sorgfältig vor.
Auch als Personenspürhund und als Rettungshund eignet sich die Rasse aufgrund ihrer guten Nase. Aufgrund seines gutmütigen Wesens ist der Spinone außerdem ein beliebter Begleithund. Wird ein Spinone konsequent erzogen und ausreichend bewegt und beschäftigt, so kann er auch als kinderlieber Familienhund eingesetzt werden. Wegen ihres ruhigen Charakters dienen Spinone ferner als Behinderten- und Blindenbegleithunde und als Therapiehunde.

Haltung und Pflege

Da die Spinone im Vergleich zu anderen Jagdhunden sehr sensibel sind, sollten sie zwar konsequent, aber vor allem auch einfühlsam erzogen werden. Spinone sollten von Beginn an den Umgang mit Menschen und Fremden und mit neuen Situationen erlernen. Kommt eine Betätigung als Jagdhund nicht in Betracht, so müssen einem Spinone alternative Aktivitäten (die über reine Spaziergänge hinausreichen) angeboten werden.
Da sich Spinone gern ihrem Herrn anschließen und ihm am liebsten auf Schritt und Tritt folgen, sollte möglichst keine Zwingerhaltung erfolgen, da dort ihre seelische Verkümmerung droht. Ein Spinone freut sich über jede Zuwendung, die er zuweilen auch einfordert.
Die Schlappohren des Spinone bedürfen einer regelmäßigen Pflege.

Gesundheit

Spinone sind gesundheitlich robust. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 12 Jahre.
Allerdings tritt häufiger Hüftgelenksdysplasie (HD) auf. Um das Erkrankungsrisiko von Nachkommen zu senken, sollten Elternteile durch Röntgenuntersuchung auf HD untersucht werden.
Eine Neigung zur selteneren, genetisch bedingten „zerebellären Ataxie“, bei der es durch krankhafte Veränderungen im Kleinhirn zu Bewegungsstörungen kommt, die innerhalb eines Jahres zum Versterben der Tiere führt, lässt sich durch Gentests der Eltern nachweisen.