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Spanischer Laufhund

Spanischer Laufhund

Der Spanische Laufhund wird auch als Sabueso Español bezeichnet und ist eine vom FCI offiziell anerkannte Hunderasse aus Spanien. Die Rasse gehört zur Grupppe 6 der Laufhunde und Schweißhunde und wird in die Sektion 1.2 der mittelgroßen Laufhunde eingeordnet. Die Tiere erreichen eine Widerristhöhe von bis zu 57 Zentimetern. Sie werden als Jagdhunde, Polizeihunde und Wachhunde eingesetzt. Ihr Gewicht beträgt bis zu 25 Kilogramm und die Lebenserwartung liegt bei durchschnittlich 13 Jahren.

Geschichte

Schon zur Zeit des Mittelalters wird ein Hund vom Typ des Spanischen Laufhundes in verschiedenen Quellen erwähnt. Durch die weitgehende Isolation der Rasse auf der Iberischen Halbinsel fanden nur wenige Einkreuzungen statt, so dass der Sabueso Español als relativ reine Rasse gilt. In der Vergangenheit soll noch eine etwas etwas kleinere Form in Spanien existiert haben, der so genannte Sabueso Lebrere. Dieser gilt jedoch heutzutage als ausgestorben.

Erscheinung

Der Spanische Laufhund ist ein mittelgroßer, kräftiger und robuster Hund mit eher länglichen Körperproportionen. Sein Brustumfang ist mächtig und übertrifft die Widerristhöhe um ein Drittel. Auch seine Körperlänge übertrifft die Höhe des Widerrists um etwa sieben bis zehn Zentimeter. Die Ohren sind weich, lang und herabfallend. Sie haben eine rechteckige Form mit einer abgerundeten Spitze. Charakteristisch für die Rasse ist ein leicht konkav gebogener Rücken mit leicht konvex geformten Lenden. Die Rute ist kräftig und besitzt sehr kurzes Haar, welches an der Spitze einen kleinen Pinsel bildet. Sie wird in Ruhe leicht gebogen getragen und reicht über das Sprunggelenk hinaus. In Bewegung oder bei der Verrichtung von Arbeit wird die Rute als Säbelrute getragen und seitwärts hin und her geschlagen. Die Haut der Hunde ist relativ dick, elastisch und rosa gefärbt. Sie liegt lose am Körper an und es kann zu Faltenbildung im Stirnbereich kommen, wenn der Kopf gesenkt wird. Das Haar ist fein, kurz, dicht anliegend und bedeckt den kompletten Körper der Tiere bis in die Zwischenräume der Zehen. Die Färbung des Haarkleids ist weiß und orange, wobei eine Farbe vorherrschend ist. Die Farbe ist in unregelmäßig verteilten und klar abgegrenzten Flecken vorhanden, es gibt keine Tüpfelung. Die Orangefärbung kann auch heller in Richtung zitronenfarben ausfallen oder dunkler in Richtung rötlich braun.

Charakter und Verhalten

Der spanische Laufhund gilt als Allroundjäger, der furchtlos, arbeitseifrig, fährtensicher und mit einem sehr guten Geruchssinn ausgestattet ist. Aus diesem Grund wird er von der spanischen Polizei auch gerne als Spürhund eingesetzt. Die Tiere sind Fremden gegenüber misstrauisch und zurückhaltend, sie eignen sich dementsprechend auch als Wachhunde. Der spanische Laufhund besitzt einen starken Willen und ist sehr eigenständig und auch eigensinnig, so dass er eine konsequente Erziehung benötigt. Für Anfänger mit wenig Erfahrung wird die Rasse eher nicht empfohlen. Der Jagdtrieb der Tiere ist zudem sehr stark, so dass eine Haltung als Jagdhund ebenfalls zu den Empfehlungen gehört. Die spanischen Laufhunde benötigen zudem sehr viel Bewegung, sie besitzen einen starken Bewegungsdrang, dem unbedingt Rechnung getragen werden muss. Als Familienhunde sind die Tiere nur bedingt geeignet, auch wenn sie sich Kindern gegenüber freundlich und aufmerksam zeigen.

Haltung

Die Tiere sind recht robust und benötigen wenig Pflege. Auch zeigen sie keine besonderen Anfälligkeiten für Krankheiten. Das Haar ist pflegeleicht, nur die großen Ohren sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden. Da der spanische Laufhund sehr viel Bewegung und Auslauf benötigt, ist ein Haus mit Garten bzw. einem entsprechend großen Grundstück für die artgerechte Haltung der Tiere unverzichtbar.