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Slowakischer Laufhund

Slowakischer Laufhund

Geboren um zu jagen - der Slowakische Laufhund

Wie sein Name schon verrät, kommt der Slowakische Laufhund, in der Landessprache seiner Heimat als „Slovenský Kopov“ genannt, ursprünglich aus der Slowakei, genauer gesagt aus deren Bergregionen. Hunde dieser Rasse sind die geborenen Jäger. Sie können über weite Strecken einer Wildfährte oder -spur folgen und geben dabei Laut. Eine andere typische Eigenschaft ist ihr Orientierungssinn. Selbst wenn sie stundenlang einem Wildschwein hinterhergejagt haben, finden sie immer wieder an den Ausgangspunkt der Verfolgung zurück. In Deutschland auch unter „Schwarzwildbracke“ bekannt, wurde dieser Hund als Nachfahre der Keltenbracken und der Bracken der Skythen so gezüchtet, dass sich daraus ein Laufhund entwickelte, der sich optimal an die Jagd an Bergregionen angepasst hat.

Aussehen

Weil er ähnlich leicht und hochbeinig gebaut ist und auch die Fellfarben Parallelen aufweisen, wird er von Laien zuweilen mit einem Dobermannmischling verwechselt. Doch außer mit österreichischen und ungarischen Bracken und später mit dem polnischen Windhund vermischte sich der Slowakische Laufhund nicht mit anderen Rassen. Mit einem Dobermann hat er also nichts zu tun. Bei einem Gewicht von 15 bis 20 Kilogramm bringen es die Rüden auf ein Stockmaß von 45 bis 50 Zentimetern, die Hündinnen sind etwa fünf Zentimeter kleiner. Schlank, muskulös, bei einer länglich-rechteckigen Körperform mit kurzhaarigem, glattem, schwarzem Fell und mahagonifarbenem bis rotem Brand, lassen die Hunde mit den dunklen, mandelförmigen Augen auf den ersten Blick Temperament, Mut und Aufmerksamkeit erahnen.

Wesen

Bei der FCI, der Fédération Cynologique Internationale, wird der Slowakische Laufhund seit dem 16.April 1963 unter dem Standard 244 innerhalb der Gruppe 6, also bei den Laufhunden, Schweißhunden und verwandten Rassen, als mittelgroßer Laufhund geführt. Besonders charakteristisch für ihn, so auch die Weltorganisation der Kynologie, die aktuell 344 verschiedene Rassen anerkennt, sei seine temperamentvolle Natur, sein außerordentlich entwickelter Orientierungssinn und der ausgeprägte Jagdtrieb. Der Internationale Rassehunde-Verband e. V. in Löhne bescheinigt ihm darüber hinaus Ausdauer, Schnelligkeit, Wendigkeit, Wildschärfe und Intelligenz, so dass sich der Slowakische Laufhund bestens für die ausdauernde Jagd eignet.
Der ursprünglich aus den slowakischen Bergregionen abstammende Hund verfügt allerdings auch über ein gewisses Maß an eigenem Willen, was in der Kombination mit seiner Lebhaftigkeit nicht unterschätzt werden sollte. Im Gegensatz zu vielen anderen Jagdhunden lässt er sich nicht so einfach führen. Experten raten unerfahrenen Hundehaltern sogar von dieser Rasse ab, denn es erfordert viel Einfühlungsvermögen, um von ihm anerkannt zu werden. Stur, trotzig, provokant – schon als „Jugendlicher“ möchte dieser Hund seine Grenzen austesten. Aber selbst wenn sich der Vierbeiner während der Erziehungsphase noch so stur anstellt, darf er niemals grob behandelt werden. Die Konsequenz wäre seine totale Arbeitsverweigerung bis auf weiteres.

Nutzung

Ist die Erziehung erfolgreich und wurde ein gutes Vertrauensverhältnis aufgebaut, kann sich sein Halter auf einen sehr anhänglichen Begleiter verlassen, der ihm durch Dick und Dünn folgt. Er stellt dann seine besten Eigenschaften unter Beweis, ist bei ausreichendem Training äußerst leistungsstark und arbeitet – insbesondere bei der Jagd auf Schwarzwild - selbstständig und intelligent. Das geht so weit, dass er sogar Situationen einschätzen und entsprechende Entscheidungen treffen kann.
Bei all seinen herausragenden Eigenschaften als Jagd- und Laufhund verfügt der Slowakische Laufhund über ein sicheres Sozialverhalten, ist sehr familienfreundlich und kinderlieb. Ihn jedoch ausschließlich als Familienhund zu halten, entspräche in keiner Weise seinem Naturell. Der Slovenský Kopov muss seiner Leidenschaft, der Jagd, nachgehen dürfen, um seinem Jagdtrieb und dem Bedürfnis nach Bewegung gerecht zu werden.