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Slovensky Cuvac

Slovensky Cuvac

Der große, kräftige Slovensky Cuvac, auch als Slowakischer Tschuvatsch bekannt, war ursprünglich ein Hütehund. Deshalb wurde bereits in der Zuchtgeschichte sehr viel Wert auf mutige und widerstandsfähige Tiere, die jedoch zugleich ausgeglichen und zuverlässig sind, gelegt. Hunde dieser Rasse sind sehr treu gegenüber ihrer Familie. Auch heute noch werden sie vereinzelt noch als Hirten- bzw. Hütehund eingesetzt, nicht nur in den Hochgebirgen der Slowakei.

Geschichte

Ursprünglich stammt der Slovensky Cuvac aus der Slowakei, wo er zu historischer Zeit gezüchtet wurde. Aber auch in den Gebirgen Mährens ist diese Rasse zu Hause. Er gehört zu den großen, weißen Hütehunden, die sich in verschiedenen Ländern entwickelt und ihrer jeweiligen Umgebung perfekt angepasst haben. Dieser Hund hat sich über die Jahrhunderte optimal an die unwirtlichen Bedingungen und das raue Klima des hohen Tatra-Gebirges angepasst. Der Slovensky Cuvac wurde dort vor allem als Hirten- und Hütehund, aber auch als Wachhund für Haus und Hof eingesetzt. Um die Tiere leichter von angreifenden Wölfen unterscheiden zu können, wurden sie ausschließlich in Weiß gezüchtet. Früher – und zum Teil auch noch heute – war bzw. ist der Slovensky Cuvac ein unersetzlicher Helfer für die Almbauern in den Hochgebirgen.

Standard

Der Slovensky Cuvac wird heute noch ausschließlich in Weiß gezüchtet, andere Farben sind gemäß Standard nicht zugelassen. Auch gelbe Flecken bzw. eine gelbliche Färbung sind nicht erwünscht. Rüden sollten eine Schulterhöhe zwischen 62 bis 70 Zentimeter aufweisen, Hündinnen sind mit 59 bis 65 Zentimeter etwas kleiner. Das durchschnittliche Gewicht schwank zwischen 36 und 44 Kilogramm (Rüden) sowie 31 bis 37 Kilogramm (Hündinnen). Der Kopf ist stark mit einer breiten Stirn. Insgesamt ist der Schädel länglich und weist einen breiten Oberkopf auf. Der Rücken sowie die gesamte Stellung des Slovensky Cuvac soll gerade sein, die Brust ist breit und die Kruppe quadratisch und stark. Die Rasse wirkt massig und muskulös. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist der dichte Pelz, der sich insbesondere bei Rüden auch in einer auffallenden Mähne kenntlich macht.

Charakter

Der widerstandsfähige und kräftige Hund besitzt ein mutiges, aber ausgeglichenes Wesen. Er schließt sich eng an seine Familie an, bleibt Fremden gegenüber jedoch zurückhaltend. Zuverlässig beschützt er die ihm anvertrauten Menschen und Tiere, verteidigt auch energisch sein Revier. Gegenüber anderen Hunden kann er sehr dominant auftreten. Dagegen ist der Jagdtrieb wenig ausgeprägt. Wie andere Herdenschutzhunde auch ist der Slovensky Cuvac kein Hund für Anfänger. Die ihm angeborene Selbstständigkeit – typisch für Hirtenhunde – erfordert bei der Erziehung eine gewisse Erfahrung sowie viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Zudem benötigt diese Rasse sehr viel Bewegung, beispielsweise in Form von ausgedehnten Spaziergängen. Diese Hunde sollten sich nach Möglichkeit frei auf einem großen Grundstück bewegen können.

Besonderheiten und Pflege

Eines der wichtigsten Rassemerkmale des Slovensky Cuvac ist sein dichter Pelz. Aufgrund dieser besonderen Fellbeschaffenheit sind die Tiere bestens an extreme Wetterbedingungen angepasst. Die Haare sind sehr elastisch, verkleben deshalb nicht und bleiben stets locker. Auf diese Weise ermöglichen sie im Sommer eine ausreichende Luftzirkulation und isolieren im Winter. Als Fellpflege genügt ein gelegentliches Bürsten. Allerdings sollte aufs Baden verzichtet werden. Bei Rüden bildet sich eine deutliche Mähne aus.