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Sloughi

Sloughi

Der Sloughi ist als Windhund ein Tier mit großem Bewegungsbedarf. Gleichzeitig hat die lange Tradition seiner Haltung in arabischen Familien jedoch sein Bedürfnis nach menschlicher Gesellschaft geschult. Die Rasse ist eine der ältesten orientalischen Hunderassen und gilt dort als einzige reine Rasse überhaupt. Seine Körperform zeigt deutlich die Heimat in der Wüste.

Wie alle Windhunde verfügt der Sloughi über extrem lange Beine, die einen stromlinienförmigen Körper tragen. Der kräftige Brustkorb verrät einiges über seine hohe Ausdauer. Sein vergleichsweise kleiner Kopf ist geprägt von den großen, intelligenten Augen und den seitlich abstehenden Schlappohren. Bei den Beduinen wird diese Rasse seit Generationen als Jagdhund gehalten. Mit seiner Kraft und seiner Robustheit wird er dieser Aufgabe spielend gerecht. Sloughis verfügen über eine erstaunlich gut ausgeprägte Mimik, mit der sie nicht nur untereinander, sondern auch mit aufmerksamen Menschen kommunizieren können. Ein besonderes Merkmal dieser Hunde ist ihre Reinlichkeit. Wie eine Katze kümmern sie sich selbst um ihre Fellpflege und sind damit auch in Wohnungen immer willkommen. Aufgrund ihrer Körpergröße zwischen 60 und 70 Zentimeter sollte die Wohnung jedoch nicht allzu klein geschnitten sein.

Vom Wesen her gelten Sloughis als ruhig und ausgeglichen. Sie fühlen sich im direkten Kontakt mit seinen Menschen am wohlsten. Auch auf willkommene Besucher reagieren Sloughis im Allgemeinen freundlich und aufgeschlossen. Für Kinder haben diese Hunde fast immer die notwendige Geduld und Zärtlichkeit. Ebenfalls verfügen diese Tiere über ein sehr feines Gespür für unbekannte Menschen. Wird er mit einer Person nicht warm, zeigt er dies deutlich durch Gleichgültigkeit. Besucher, die Hunde nicht mögen, werden daher in der Regel vollkommen in Ruhe gelassen. Wenn der Sloughi es für nötig hält, kann er seine Familie aber auch kraftvoll verteidigen. Eine konsequente und liebevolle Erziehung ist daher zwingend erforderlich.

Sloughis reagieren nicht gut auf den Versuch einer Dressur oder auf autoritäre Kommandos. Sein Training sollte auf Vertrauen und einer engen Beziehung zwischen Mensch und Hund beruhen. Er gliedert sich in seine menschliche Familie sehr gut ein und mag es gar nicht, wenn er allein im Nebenzimmer oder gar im Zwinger bleiben muss. Bei seiner Erziehung sollte daher stets auch der Stolz des Tieres berücksichtigt werden. Solange er sich respektiert fühlt, ist der Jagdhund zu Höchstleistungen fähig und bleibt seinem Besitzer außerordentlich treu. Den Anforderungen der Rasse wird man besonders gerecht, wenn das Training seine Lauffreude einbezieht. Nicht von ungefähr sind Windhunde die bevorzugten Läufer bei Hunderennen. Das Apportieren oder Ausflüge mit dem Fahrrad werden die Tiere aber ebenso begeistert mitmachen.

Als Wüstentiere sind Sloughis sehr genügsam. Die Temperaturen in der Wüste schwanken bekanntlich sehr stark. Damit sind die Hunde an mitteleuropäische Wetterbedingungen gut angepasst. Beim Futter sollte ein wenig auf die Herkunft geachtet werden. Allzu reichhaltiges Futter ist zu vermeiden, damit der Hund seine Form und seine Ausdauer behält. Die Fellpflege erübrigt sich bei den reinlichen Tieren. Dennoch freuen die Hunde sich über eine gelegentliche Massage mit Noppenhandschuh oder feuchtem Leder. Sloughis haben nahezu keinen Eigengeruch, wodurch sie zum idealen Mitbewohner werden. Die Zeit, die der Sloughi von seinem Besitzer verlangt, zeichnet sich also eher durch das normale Zusammenleben als durch Pflege oder aufwendiges Training aus.