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Shih Tzu

Shih Tzu

Die ursprüngliche Heimat des Shih Tzu ist Tibet. Sein Name bedeutet übersetzt „Löwe“. Früher lebte er in den heiligen Tempeln Tibets, wo er von den Mönchen gezüchtet wurde. Eine alte Legende besagt, dass Buddha einen Hund hatte, der sich in einen Löwen verwandeln konnte. Darum legten die Mönche großen Wert auf das löwenähnliche Aussehen des Shih Tzu. Als Tribut wurden immer wieder Shih Tzu an den chinesischen Kaiser gegeben. Dort wurde die Zucht verfeinert. Im 20. Jahrhundert wurde China dann von der kommunistischen Machtübernahme gebeutelt. Die Zucht der Shih Tzu kam fast zum Erliegen. Glücklicherweise nahmen englische und amerikanische Besucher einige Zuchtpärchen mit und so gelangten die kleinen Wuschel nach Europa und in die USA. Seit den 80er Jahren sind sie auch in Deutschland weit verbreitet und beliebt.

Der Shih Tzu wird bis zu 27 cm groß und erreicht ein Gewicht von 4,5 bis 7,5 Kilogramm. Sein Fell besteht aus einer dichten Unterwolle und langem, dichten Deckhaar. Dieses ist so lang, dass es, wenn es nicht gekürzt wird, auf dem Boden schleift. Eine regelmäßige, sorgfältige Fellpflege ist daher unbedingt nötig. Um den Pflegeaufwand geringer zu halten, kann das Fell gekürzt werden und die Unterwolle durch Auskämmen ausgedünnt werden. Die Ohren sind Schlappohren und auch mit reichlich Fell bewachsen. Es sollte daher auf eine gute Ohrenhygiene geachtet werden, da sich in dem feucht-warmen Milieu schnell Pilze bilden können.
Den Shih Tzu gibt es in vielen schönen Farbschläge wie schwarz, weiß und gold. Zwei- oder dreifarbige Varianten sind häufig.

Der Shih Tzu ist ein mutiger und selbstbewusster kleiner Hund. Er ist äußerst anpassungsfähig und kann somit sowohl von Singles in einer Stadtwohnung, als auch von Familien mit Kindern gehalten werden. Mit Kindern sind Shih Tzu geduldig und immer für ein ausdauerndes Spielchen zu haben. Sie binden sich eng an ihre Familie und sind sehr ungehalten, wenn jemand woanders hingeht. Am allerliebsten ist der Shih Tzu immer mit von der Partie. Fremden gegenüber ist er misstrauisch und zurückhaltend. Daher hat er sein Revier stets gerne im Überblick und bellt, wenn er Ungewöhnliches bemerkt.

Der Shih Tzu ist trotz seiner geringen Größe bewegungsfreudig und schätzt lange Spaziergänge mit Ballspielen, Möglichkeiten zum Schnüffeln und Planschen und Begegnungen mit anderen Hunden. Auf bequemen Wanderungen oder moderarten Joggingrunden ist er ein guter Begleiter. Klassischer Hundesport ist ihm manchmal etwas zu viel. Alternativen wie Dogdancing machen ihm jedoch häufig Spaß. Er neigt nicht zu Aggression und sein Jagdtrieb ist nicht besonders ausgeprägt.

Seine Erziehung gestaltet sich in der Regel einfach, allerdings neigt er dazu, hin und wieder auf stur zu schalten, wenn ihm ein Befehl missfällt. Unterwürfigkeit liegt ihm überhaupt nicht. Mit anderen Haustieren versteht er sich normalerweise gut.
Der Shih Tzu gilt als robuster Hund. Normalerweise ist er kräftig und gesund und kann ein Lebensalter von bis zu 15 Jahren erreichen. Leider gab es eine Zeitlang den Trend zu einer besonders platten Nase, der noch bis heute nachwirkt. Beim Kauf eines Welpen sollte daher darauf geachtet werden, einen Züchter zu wählen, der dem entgegenwirkt und Wert auf die Gesundheit seiner Hunde legt.

Beim VDH wird der Shih Tzu zu den Begleithunden gezählt. Ähnliche Hunderassen sind der Lhasa Apso, der Tibet Terrier, das Löwchen, der Malteser, der Havaneser und der Bologneser.