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Schillerstövare

Schillerstövare

Der Schillerstövare ist ein Laufhund, der hauptsächlich für die Jagd auf Hasen gezüchtet wurde. Rüden dieser Rasse werden zwischen 53 und 61 Zentimetern groß. Die Widerristhöhe bei Hündinnen liegt idealerweise zwischen 49 und 57 Zentimetern. Der Schillerstövare gehört zur Gewichtsklasse Medium (11 bis 25 Kilogramm) und ist dem Typ Braccoid zugeordnet.

Geschichte des Schillerstövare

Die Rasse lässt sich bis ins Jahr 1886 zurückverfolgen. Auf der ersten Hundeausstellung in Schweden wurden damals 189 Spürhunde ausgestellt. Dazu gehörten auch der Rüde Tamburini und seine Schwester Ralla I. Die beiden Hunde gehörten dem Bauern Per Schiller. Sie stammten von berühmten Laufhunden ab, die wiederum aus dem Landgut Kaflas stammten. Ihren Ursprung hatten die Laufhunde jedoch in Süddeutschland. Neben diesen Laufhunden aus Kaflas hatten auch Schweizer Laufhunde und Englische Laufhunde einen Einfluss auf die Rasseentwicklung der Schillerstövare. Nachdem sich recht schnell ein einheitlicher Rassetypus entwickelte, wurde die Rasse Schillerstövare 1907 vom Schwedischen Kennel Club anerkannt.

Typische Rassemerkmale

Der Schillerstövare ist in seiner Gesamterscheinung sehnig und stattlich und weist einen harmonisch ausgewogenen Körperbau auf. Er vermittelt den Eindruck von Stärke und Schnelligkeit. Der Rücken ist eben und kräftig gebaut. Auch der Widerrist ist gut ausgeprägt. Die Lenden des Schillerstövare sind muskulös und leicht gewölbt. Die Kuppe ist lang und breit und fällt in einem geringen Maße ab. Der lange Brustkorb weist eine gute Entwicklung auf und ist tief gebaut, sodass er bis zu den Ellenbogen hinabreicht. Der Bauch und die untere Profillinie sind hingegen nur wenig aufgezogen. Der längliche Kopf sollte von vorn und von der Seite gesehen eine dreieckige Form aufweisen. Dabei darf der Fang weder zu schwach noch spitz sein. Die Ohren sind weich, hoch angesetzt und nach vorn gehalten. Sie reichen in ihrer Länge fast bis zur Hälfte des Fangs. Bei Aufmerksamkeit des Hundes können die Ohren leicht angehoben werden. Der Hals des Schillerstövare ist lang und kräftig und bildet einen guten Übergang zur Schulterpartie. Die Haut sollte am Hals straff anliegen und gleichzeitig geschmeidig sein. Bei Rüden wölbt sich die Nackenlinie deutlich vor. Die Augen des Hundes sind dunkelbraun und sollten einen lebhaften Ausdruck aufweisen. Der Nasenschwamm ist typischerweise schwarz und verfügt über gut entwickelte Nasenlöcher. Die Rute ist in Höhe der Rückenlinie angesetzt und weist eine gerade oder säbelartige Form auf. Das Fell des Schillerstövare ist von harscher Beschaffenheit und nicht zu kurz. Es liegt dem Körper sehr eng an. Am Kopf, an den Ohren und an den Vorderseiten der Läufe sollte das Haar glatt und kurz sein. Unterhalb der Rute und an der Hinterseite der Oberschenkel darf das Haar hingegen etwas länger sein. Typischerweise ist das Fell lohfarben gefärbt und weist einen ausgeprägten schwarzen Mantel auf, der den Rücken, die Rumpfseiten, die Seiten des Halses und die Oberseite der Rute komplett bedeckt. Schwarze Abzeichen auf der Wange sind erlaubt.

Wesen und Charakter

Der Schillerstövare ist lebhaft und aufmerksam. Die laut gebenden Spürhunde werden zur Jagd auf Hasen und Füchse eingesetzt. Sie gehören nicht zu den Meutehunden und jagen auch nicht paarweise. Bei der Jagd auf Rotwild sollten Schillerstövare nie eingesetzt werden.