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Savetalbracke

Savetalbracke

Die Savetalbracke ist ein kroatischer Laufhund mit einer langen Geschichte. So wurden die Hunde bereits auf Fresken aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert dargestellt. Es wird aber vermutetet, dass die Rasse weit älter ist und die Spuren der Savetalbracke bis in die Antike zurückreichen. Das älteste schriftliche Zeugnis ist in den ebenfalls im 15. Jahrhundert veröffentlichten Schriften einer Stiftung namens "Akovackoj" zu finden. Diese beschreiben darin einen robusten Hund, der für die Hasen- und Fuchsjagd eingesetzt wird.

Herkunft

Allgemein existieren zwei verschiedene Theorien zur Entstehung der Rasse. Als im 16. Jahrhundert die Habsburger in Kroatien herrschten, wird davon ausgegangen, dass man damals die weißen Laufhunde Istriens mit österreichischen Bracken gekreuzt hat. Eine weitere Theorie geht davon aus, dass eine Kreuzung aus österreichischen und ungarischen Bracken zu den Urvätern der Savetalbracke geführt hat. Als um 1740 eine Einteilung der Bracken in Kroatien vorgenommen wurde, existierten zwei verschiedene Typen. Zum einen wurde von einem weißen, kleineren Hund berichtet der für die Hasenjagd in unwegsamem Gelände eingesetzt wurde. Zum Anderen wurde ein rote Bracke genannt, welche zur Jagd auf alle Arten von Wild verwendet wurde und auf Brust, Rute, Läufen und Haupt weiße Abzeichen trug. Dies kennzeichnet die Savetalbracke bereits recht genau. Es vergingen jedoch noch mehr als 100 Jahre, bis der Begriff Savetal Bracke erstmals in Umlauf kam.

Erstmals auf einer Hundeschau wurde die Savetalbracke im Jahre 1924 vorgeführt. Im kroatischen Stammbuch wurden erste Eintragungen im Jahre 1929 vorgenommen und der Eintrag bei der FCI erfolgte damals noch unter der Bezeichnung "Bracke aus dem Kras Becken" bereits im Frühjahr 1955. Die Bezeichnung der Hunde weist auf ihre Herkunft aus dem südöstlich von Zagreb gelegenen Sava-Tal hin. Erst nachdem der Rassestandard anerkannt wurde, war die Verwendung der Bezeichnung Savetalbracke üblich. Gängig ist auch der Titel Posavatz Laufhund.

Aussehen

Die Savetalbracke besitzt einen langen und schmalen Kopf. Die Körperpartie ist gekennzeichnet von einem langen Rücken und einer geraden Profillinie. Der Körper wirkt gerundet und muskulös. Die Lenden sind breit und kräftig, die Brust erscheint lang und breit. Die dünnen Hängeohren liegen an den Wangen an. Die Rute ist im Ansatz dick und buschig behaart, sie läuft etwa in Höhe des Sprunggelenks aus. Farblich dominiert rötlich-weizenfarben in den unterschiedlichsten Farbnuancen. Schokoladenbraun und Kastanienbraun sind dagegen ausgeschlossen. An Hals, Brust und Kopf sind weiße Abzeichen erwünscht, bedeckt werden darf allerdings nur weniger als ein Drittel der Jacke. Das Haarkleid ist dicht und liegt flach an.

Nutzung

Die Savetalbracke bringt ausgezeichnete Charaktereigenschaften mit und kann als gehorsam und sehr anhänglich bezeichnet werden. Obwohl der Hund kein überschäumendes Temperament besitzt, erweist sich die Savetalbracke als hervorragender Jäger und ausdauernder Laufhund. Körperlich bringt der widerstandsfähige Hund alle Vorrausetzungen mit, im unwegsamen Gelände des Savetals auf die Jagd nach Fuchs und Hase zu gehen. Die Bracken werden in Kroatien auch für die Schwarzwildjagd verwendet. Savetalbracken besitzen überzeugende Qualitäten als Jagd-, Lauf- und Schweißhund. Dabei ist es in Kroatien üblich, mehrere Hunde gleichzeitig für die Jagd einzusetzen. Darüber hinaus sind die Tiere auch als Wach- und Familienhund geeignet. Eine Vorraussetzung hierbei ist natürlich, dem Bewegungsdrang des Tieres zu entsprechen.