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Samojede

Samojede

Der Samojede ist seit 1913 eine von der Fédération Cynologique Internationale anerkannte Hunderasse und hat seinen Ursprung in Sibirien. Der zu den nordischen Hunderassen gehörende Samojede wird wegen seiner Ähnlichkeit zum Spitz auch Samojedenspitz genannt.

Das Nenzen-Volk begann schon früh mit der Zucht des mittelgroßen Hundes. Doch erst ab 1894 erfolgte die erste Reinzucht in England.

Während Samojeden in früheren Zeiten als Arbeits-, Schlitten-, Hüte- und Wachhunde eingesetzt wurden, sind sie heute beliebte Familien-, Begleit- und Sporthunde.

Rassebeschreibung

Das bekannteste Rassemerkmal des Samojeden ist sein "Lächeln", das auf die nach oben gerichteten Lefzen zurückzuführen ist. Der demnach immer freundlich wirkende Hund besticht des Weiteren durch ein üppiges und dichtes Fell in Weiß, Creme oder Beige.

Rüden erreichen eine Höhe von etwa 57 cm und ein Gewicht bis zu 30 kg. Hündinnen werden hingegen 53 cm hoch und wiegen etwa 25 kg. Samojeden sind kompakte und kräftige Hunde mit viel Ausdauer. Ihr muskulöser Körper ist kompakt und geschmeidig. Die Rute ist hoch angesetzt und wird in typischer Schlittenhund-Manier bogenförmig über dem Rücken getragen. Jedoch sind die Augen des Samojeden nicht blau oder unterschiedlich gefärbt, sondern einheitlich dunkel.

Gesundheit und Lebenserwartung

Beim Samojeden können Erbkrankheiten vorkommen, die dem Diabetes mellitus ähneln oder zur Erblindung führen können. Die Zuchtbetriebe arbeiten daran, die Risiken von Erbkrankheiten zu reduzieren.

Gelenksprobleme wie HD oder ED kommen bei der sonst robusten Hunderasse seltener vor. Die Lebenserwartung beim Samojeden wird mit 12 bis 14 Jahren angegeben.

Wesen

Der Samojede ist ein freundlicher und aufgeschlossener Hund. Scheu vor Menschen und Tieren sowie Aggressivität sind ihm fremd.

Die Hunderasse wurde auf Vielseitigkeit gezüchtet. Als Arbeitshund zogen sie Schlitten, hüteten das Vieh und unterstützten die Jagd, während sie als liebevoller Familienhund bei den Nenzen auf die Kinder aufpassten und sie in der Nacht mit ihrem kuscheligen Fell wärmten.

Wach und neugierig ist der Samojede sehr flexibel und passt sich den unterschiedlichsten Anforderungen mit Freuden an.

Verwendung, Ausbildung und Sport

Solang der Samojede nur beschäftigt wird, kann nahezu alles mit ihm erreicht werden. Die Hunderasse hat einen hohen Anspruch an Beschäftigung und Bewegung, was ihn zu einem guten Sporthund macht.

Leicht zu motivieren ist der Samojede für Agility oder Flyball auch wegen seiner Wendigkeit und Schnelligkeit gut geeignet. Für Obedience und andere auf Unterordnung abgezielte Sportarten benötigen Halter viel Geduld und Humor. Denn der als selbstständig bekannte Samojede schaltet schnell auf stur, weshalb eine spielerische und positiv verstärkte Ausbildung empfohlen wird.

Natürlich ist der Samojede ein begabter Schlittenhund, der in den Sommermonaten auch mit dem Ziehen eines kleinen Karrens zufrieden ist oder auch gerne bei Radtouren und Wanderrouten dabei ist.

Haltung

Bei entsprechender Bewegung und Auslastung kann der Samojede fast überall gehalten werden. Einen Garten würde auch der Samojede bevorzugen, um seinem Bewegungsdrang zusätzlich noch nachkommen zu können.

Bei der Zucht der Hunderasse wird zwar auf einen geringen Jagdinstinkt zugearbeitet, was sich in der Praxis jedoch nicht immer offenbart. Bei vielen Samojeden ist der Jagdtrieb extrem ausgeprägt, sodass die Hunde im freien Gelände kaum abgeleint werden können.

Der Samojede benötigt Familienanschluss, ist gerne überall dabei und würde in einem Zwinger nur verkümmern. Ansonsten gilt die Hunderasse als pflegeleicht.