Livestream Shop Sponsoren

Puli

Puli

Der Puli ist ein ungarischer Hirtenhund, der sich durch sein besonderes Haarkleid kennzeichnet. Das natürliche Erscheinungsbild des Puli erinnert an Rastalocken. In Ungarn gibt es noch heute ein bekanntes Sprichwort, das die Verbundenheit der Ungarn zu "ihrer" Hunderasse zum Ausdruck bringt: "Es ist kein Hund, es ist ein Puli".

Die Geschichte

Schon seit tausenden Jahren waren Hunde wie der heutige Puli in Ungarn beliebt und gehörten fest zum Alltag der dort ansässigen Schäfer. Nach den Eroberungen Ungarns durch die Osmanen und die Habsburger durfte die Rasse lange Zeit offiziell nicht gezüchtet werden, was dem Puli und seiner Beliebtheit aber keinen Abbruch tat. Erst nach 1867 konnte die Zucht des Puli wieder regulär aufgenommen werden und die Hunderasse mit dem Fell wie Rastalocken entwickelte sich zu einem Wahrzeichen Ungarns. Dabei liegen die Ursprünge der Hunderasse sogar noch viel weiter zurück - in der Region Mesopotamiens wurden 4.000 Jahre alte Amulette gefunden, die einen Hundetyp ähnlich den heutigen Pulik abbilden. Seit 1924 ist der Puli eine anerkannte Rasse und erlange auch außerhalb von Ungarn immer größere Bekanntheit.

Der Körperbau

Der Puli ist bekannt für seine bodenlange Schnüre-Behaarung. Die Rasse erreicht bis zu 45 cm Widerristhöhe und kann bis zu 14 kg Gewicht auf die Waage bringen. Als Welpen sind Pulik noch flauschig, die Schnüre-Behaarung entwickelt sich in den ersten 1-2 Lebensjahren; dabei verfilzen die feine Unterwolle und das gröbere Deckhaar. Dabei kann auch das gesamte Fell zu einer Platte verfilzen; damit sich Schnüre bilden, ist Pflege wichtig. Aufgrund der Schnüre riecht das Fell des Puli bei Nässe noch stärker als bei anderen Hunden, was auch daran liegt, dass die tote Unterwolle im Fell verbleibt. Das dicke Fell diente dem Puli in seiner Zeit als Hirtenhund als Schutz vor Kälte und Nässe sowie vor den Bissen angreifender Raubtiere. Zudem kennzeichnet sich der Puli durch Schlappohren, seine dunklen und mandelförmigen Augen und eine schwarze Nase. Die Rute ist wie der Körper dicht behaart und wird aufgerollt getragen. Die Spanne der Fellfarben beim Puli reicht von tiefschwarz bis perlweiß. Seltener sind falbfarbene Pulik, die jedoch eine schwarze Maske tragen müssen, oder die schwarzen Vertreter der Rasse mit geringe rostroten oder grauen Nuancen im Fell.

Das Wesen

Pulik sind selbständige Hütehunde, die sich als wachsam, mutig und willensstark erweisen. Außerdem kennzeichnen sie sich durch ein lautes Bellen; sie zeigen sich als Wachhunde nicht nur fremden Menschen und anderen Tieren, sondern sogar anderen Hunden gegenüber misstrauisch. Pulik sind ausdauernd, bewegen sich gerne und erweisen sich als schnell. Zudem lernen sie gerne. Durch ihren jahrhundertelangen Einsatz als Hütehunde zeigen sie im alltäglichen Verhalten auch heute noch Merkale eines Hütehundes und weisen typisches Treibverhalten auf. Dazu gehört auch Bellen, das sich zum Problem entwickeln kann. Der Puli erweist sich dafür als treuer Begleiter, kann aber Fremden gegenüber misstrauisch und scheu sein. Bei Hitze können Pulik stehend dösen, was sie aufgrund ihres dicken, verfilzten Fells auch müssen. Je nach Dichte der Behaarung gehen Pulik auch nur ungern baden oder schwimmen.

Die Gesundheit

Nach der Trächtigkeit können Puli-Weibchen ihr Fellkleid teilweise abwerfen. Auch ältere Hunde bekommen Probleme mit der schweren Fell-Last und sollten dann geschoren werden, um ihnen die Bewegung zu erleichtern oder sie ihnen überhaupt wieder zu ermöglichen. Ansonsten erweisen sich Pulik aber als sehr gesunde Hunde, da sie nicht überzüchtet wurden und sich dadurch keine gesundheitlichen Probleme in den Genpool einschleichen konnten. Lediglich auf den Zustand des Fell muss geachtet werden. Die Schnüre brauchen viel Pflege, damit sie hygienisch bleiben und langfristig schön aussehen.