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Pudelpointer

Pudelpointer

Der Pudelpointer ist eine deutsche Hunderasse mit einer offiziellen Anerkennung des FCI (Fédération Cynologique Internationale). Er ist ein Jagdhund und wird zur Gruppe der Vorstehhunde gezählt, welche dem Jäger bei der Jagd anzeigen, wenn sie Wild gefunden haben.

Der Pudelpointer besitzt einen kräftigem Körperbau und braunes, schwarzes oder weizenfarbenes Drahthaar. Dieses ist von mittlerer Länge und besitzt eine dichte Unterwolle. Am Kopf formt es einen Bart sowie eine Stirnlocke. Die Widerristhöhe des Pudelpointers beträgt bis zu 68 cm bei einem Gewicht zwischen 25 und 30 kg. Die Ohren sind hängend, von mittlerer Größe und anliegend. Die Beine sind stämmig und die Pfoten rund bis oval.

Die Geschichte der Rasse geht auf den Jäger und Kynologen Sigismund Freiherr von Zedlitz und Neukirch zurück, der diesen Hund Ende des 19. Jahrhunderts aus den Rassen Pudel und Pointer züchtete. Dabei soll er 100 verschiedene Pointer und sieben Pudel gekreuzt haben, bis er den Pudelpointer als Ergebnis präsentierte. Der Rassenname wird aus den beiden ursprünglichen Rassen zusammengesetzt. Das Ziel der Zucht war es, einen vielseitigen und rauhhaarigen Gebrauchshund für die Jagd zu erhalten.

Generell ist der Pudelpointer mit 120 bis 200 Würfen pro Jahr in Deutschland eher selten, aber dennoch gilt die Rasse als stabil. Nach den Zuchtregeln darf wie bei zahlreichen Jagd- und Gebrauchshunden nur mit solchen Pudelpointern gezüchtet werden, die eine Arbeitsprüfung abgelegt haben und im Rahmen einer Zuchtschau als zuchttauglich bewertet wurden. Die Welpen werden von den Zuchtvereinen generell nur an Menschen abgegeben, die den Pudelpointer für die Jagd führen, so dass die Rasse im Allgemeinen nicht sehr bekannt ist.

Bezüglich seines Verhaltens und seines Charakters gilt der Pudelpointer als intelligent, robust, ausdauernd und gehorsam, was ihn zu einem geradezu idealen Begleiter bei der Jagd macht. Er ist lebhaft und kräftig und besitzt ein aufgewecktes Wesen. Sein Bewegungsdrang ist ausgesprochen groß, ebenso wie sein Beschäftigungsbedürfnis. Er zeigt großes Talent beim Apportieren und ist auch für die Wasserjagd geeignet. Gegenüber Kindern und anderen Hunden zeigt er sich verspielt und tobt gerne. Der Pudelpointer ist sehr gehorsam und leicht zu führen, wenn er jagdlich entsprechend ausgelastet ist. Fehlt jedoch ein regelmäßiges und ausdauerndes Training mit viel Bewegung, treten schnell Dominanzprobleme durch Unterforderung und andere Auffälligkeiten im Verhalten auf.

Die Rasse gilt als sehr pflegeleicht und das drahtige Fell braucht so gut wie keine Pflege: Waschen oder Bürsten sind im Allgemeinen nur sehr selten nötig. Die Krallen müssen aber regelmäßig geschnitten werden, wenn sie nicht durch harten Untergrund abgenutzt werden, weil der Hund sich etwa überwiegend im Gelände bewegt. Auch die Ohren sollte man in regelmäßigen Abständen kontrollieren und sauber machen. Die Tiere sind aber ansonsten sehr unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Kälte macht ihnen generell nichts aus, so dass sie theoretisch das ganze Jahr über im Freien übernachten können.

Rassespezifische Krankheiten sind beim Pudelpointer allgemein nicht bekannt. Unter Umständen können Hüft- oder Ellenbogengelenksdysplasien sowie Epilepsie bei einzelnen Tieren auftreten. Dabei handelt es sich jedoch um allgemeine Erkrankungen, die alle Hunde betreffen können. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Rasse wird mit 9 bis 15 Jahren angegeben.