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Pudel

Pudel

Der Pudel ist eine von der Fédération Cynologique Internationale anerkannte Hunderasse aus Frankreich, wobei in Groß-, Klein-, Zwerg- und Toypudel unterschieden wird.

Ursprünglich wurden Pudel zum Apportieren bei der Jagd eingesetzt. Speziell bei der Wasserjagd konnte der Pudel überzeugen, was ihm auch seinen Namen einbrachte. Denn der Name Pudel entstammt aus dem Alt-Deutschen "puddeln", was grob mit "planschen" übersetzt werden kann. Im Laufe der Jahre wurde der Pudel von anderen Rassen bei der Jagd abgelöst und verlor bis auf seine Apportierbereitschaft seine Jagdfähigkeiten.

Heute wird der Pudel als intelligenter und verspielter Familien- und Sporthund gehalten.

Rassebeschreibung

Der Pudel erlangte wegen seines feinen und gekräuselten Fellkleides seinen hohen Bekanntheitsgrad. Das Fell ist wollig und fühlt sich weich an. Es wächst fortlaufend und unterliegt keinem Jahreszeiten bedingtem Fellwechsel. Der Vorteil, dass Pudel nicht haaren, birgt zugleich auch einen Nachteil. Denn die ständig wachsende Wolle muss regelmäßig geschoren und gepflegt werden.

Alle Pudelarten unterscheiden sich lediglich in ihrer Größe und nicht in ihrer Erscheinung. Generell handelt es sich um elegante Erscheinungen, deren Gangbild federnd und fast tänzerisch wirkt. Der Rücken des Pudels ist kurz und bildet mit der hochgezogenen Bauchlinie eine ästhetische Optik. Die Augen sind leicht schräg gestellt und immer dunkelbraun oder schwarz. Außer bei den braunen oder apricot-farbenen Pudeln ist die Nase ebenfalls schwarz. Der Pudel trägt seine Rute weit oben und wird heute auch nicht mehr kupiert.

Zu den klassischen Farben beim Pudel zählen Schwarz, Weiß, Braun, Silber, Red, Apricot sowie die schwarz-weiß gefleckten Harlekin-Pudel.

Gesundheit und Lebenserwartung

Generell ist der Pudel eine robuste Hunderasse mit wenig gesundheitlichen Problemen. Dennoch kann bei Großpudeln eine Hüftdysplasie vorkommen oder bei den kleineren Pudeln eine Augenkrankheit in Erscheinung treten, die zur Erblindung führen kann.

Bei humpelnden Hunden wird schnell eine krankhafte Verlagerung einer Kniescheibe vermutet, die überdurchschnittlich bei Pudeln vorkommt. Auch die sonst nur den Akita Inu betreffende Immunstörung Sebadenitis trifft häufig den Pudel.

Die durchschnittliche Lebenserwartung des Pudels liegt bei 12 bis 15 Jahren.

Wesen

Beim Pudel handelt es sich um eine intelligente, aktive und aufmerksame Hunderasse. Pudel sind menschenbezogen und verfügen über den sogenannten "will to please"; wollen also ihrem Halter gefallen. Sie gelten als kinderlieb, anpassungsfähig und lernwillig.

Verwendung, Ausbildung und Sport

Die aktiven und intelligenten Pudel sind für Hundesportarten geradezu prädestiniert. Ihre überdurchschnittliche Lernfähigkeit und Wendigkeit lässt sie zu guten Sportlern im Bereich Agility, Flyball oder Obedience avancieren. Die größeren Pudel können unkompliziert als Schutzhund, Begleithund und sogar Rettungs- oder Blindenführhund ausgebildet werden.

Nach dem Border Collie sollen Pudel die intelligentesten Hunde sein. Dies beweisen sie auch gerne mit zahlreichen Tricks und Kunststückchen. Allerdings müssen die energiegeladenen Hunde auch entsprechend ausgelastet werden, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen und ihren Zeitvertreib selbst kreativ gestalten.

Haltung und Pflege

Pudel haaren zwar nicht, müssen aber alle sechs bis acht Wochen geschoren und mindestens ein Mal pro Woche ordentlich gebürstet werden, damit das Fellkleid nicht verfilzt. Jeder Hundefriseur oder Aussteller bietet verschiedene Schuren an, wobei die Modeschur und der Puppy-Clip zu den bekanntesten "Frisuren" gehören.

Auch wenn der Pudel zu den idealen Allergiker-Hunden zählt, dürfen Haare, Hautschuppen und Speichel der Hunde nicht unterschätzt werden. Denn auch diese bergen ein Allergiepotenzial.

Ansonsten gilt der Pudel als nicht besonders anspruchsvoll. Bekommt er die nötige Bewegung und Beschäftigung ist der Hund auch als normaler Familienhund zufrieden.