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Polnische Bracke

Polnische Bracke

Der Ogar Polski (Polnische Bracke) ist ein bis zu 65 cm großer, bis 32 kg schwerer Rassehund, in der Erscheinung schwarz gefärbt mit rotbraunem Brand. Der Jagdhund bringt dichtes und dickes Haar mit, dessen mittlere Länge von dichter Unterwolle untersetzt ist. Die Ohren des Ogar Polski sind tief angesetzt und dabei ziemlich lang und lappig.

Rassekurzporträt

Name: Ogar Polski
Ursprungsland: Polen
FCI-Kennzeichnung: Gruppe 6, Nr. 52, Sektion 1.2
Widerristhöhe: Rüden 56 bis 65 cm, Hündinnen 55 bis 60 cm
Gewicht: Rüden 25 bis 32 kg, Hündinnen 20 bis 26 kg
Verwendung: Laufhund, Schweißhund, mit Arbeitsprüfung

Rassebeschreibung des Ogar Polski

Der Hund ist mittelgroß, stark und kompakt mit kräftigem Knochengerüst. Im Verhältnis zur Größe ist er ziemlich schwer und weist gut proportionierte Gliedmaßen auf. Im Körperumriss drückt ein Ogar Polski mehr Kraft und Ausdauer aus, die Schnelligkeit gilt als begrenzt. Während einer Suche gibt er einen klaren, wohltönenden Laut von mittlerer, wechselnder Tonlage ab, der bei Hündinnen üblicherweise etwas heller erklingt. Das Haarkleid des Ogar Polski ist wie vorn beschrieben mittellang mit dichter Unterwolle und wächst entlang des Rückgrats sowie am Unterteil der Rute und an den hinteren Gliedmaßen etwas länger. Kopf und Behang sind rotbraun, ausgenommen sind hiervon nur die Seitenflächen seines Schädels. Der Behang erscheint etwas dunkler. Auch das Brustbein und die Gliedmaßen sind rotbraun, während der Körper meist schwarz oder fast schwarz (dunkelgrau) gefärbt ist. Dementsprechend nannten ihn die Polen in ihrer alten Jagdsprache "podzary" (verbrannt). Beim rotbraunen Brand finden sich verschiedene Farbintensitäten bis hin zu einem zimtfarbenen Ton, der beim Ogar Polski sehr geschätzt wird. Auch weiße Haare sind als Stern oder bis zum Fang übergehende Blesse erlaubt, ebenso an der Brust, der Rutenspitze und den Enden der Gliedmaßen. Die schwarze Fellfärbung wiederum bildet einen Mantel bis über den Kopf mit deutlichen rotbraunen Abzeichen direkt über den Augen. Sollte das Schwarz auf den Nasenrücken übergehen, wäre das ein Disqualifikationsgrund. Man vermutet als Vorfahren den St.-Hubertus-Hund, deutsche Bracken und russische Jagdhunde. Seit dem 17. Jahrhundert wird die Polnische Bracke in der Fachliteratur erwähnt, 1966 erkannte sie die FCI als Rasse an, die als Jagd- und Meutehund eingesetzt wird. Ein Ogar Polski jagt spurlaut. In letzter Zeit setzt man ihn auch als Therapie- und Familienhund ein. Als sehr ausdrucksvoll gilt der edle Kopf, dessen Profil ein mittellanges Rechteck bildet. Ein Ogar Polski hat schöne, leicht schräge Augen mit sanftem Ausdruck, die den Charakter der Rasse widerspiegeln.

Charakter

Ein Ogar Polski handelt fast durchweg mit ruhiger Gelassenheit und ohne Hektik. Vom Wesen her gilt er als sehr menschenfreundlich und kinderlieb, wird nicht nervös und verträgt sich wegen seiner Meuteherkunft gut mit anderen Hunden. Die Gutmütigkeit ist aber nur ein Wesenszug, der Hund gilt auch als eigensinnig. Sollte er als Familienhund gehalten werden, müssen die Besitzer seine Jagdleidenschaft in Rechnung stellen, die mit ausreichender Konsequenz zu bewältigen ist. Ein junger Ogar Polski integriert sich sehr gut ins Familienleben, auch ausgewachsen ist er relativ gut zu erziehen. Unerfahrene Besitzer lassen sich gern von den unschuldig wirkenden Augen einwickeln, auch das anschmiegsame Benehmen wirkt sehr verbindlich. Dennoch hat der Ogar Polski seinen eigenen Kopf, wenngleich er nur sehr selten zum Problemhund wird. Er freut sich über Hundeabenteuer, gibt daher beim Spaziergang gern die Richtung vor und braucht viel Zuneigung. Fremden gegenüber ist ein Ogar Polski sehr reserviert, vor allem in seinem Revier, also auch im Haus seiner Besitzer. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorzug, auch wenn diese Rasse nicht zu den prädestinierten Wachhunden gezählt wird.