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Pharaonenhund

Pharaonenhund

Der Pharaoh Hound stammt ursprünglich aus Malta, wo er unter dem Namen Kelb tal-Fenek bekannt ist, der übersetzt „Hund des Kaninchens“ bedeutet und sich auf seine ausgeprägten Jagdfähigkeiten bezieht. Noch heute wird der maltesische Nationalhund auf diesen Inseln vorrangig von den dort ansässigen Bauern als Kaninchenjäger, als Begleiter der Ziegen- und Schafherden sowie als Wachhund gehalten. Eine direkte genetische Verbindung mit den Hunden der ägyptischen Pharaonen, wie der internationale Name dieser maltesischen Rasse vermuten lässt, konnte bis heute nicht eindeutig wissenschaftlich bewiesen werden. Dennoch wurden schon zu Zeiten Cleopatras schlanke Windhunde dieser Art in Ägypten gezüchtet, die sich im Laufe der Jahrhunderte allmählich auch im Mittelmeerraum und auf den spanischen Atlantikinseln verbreiteten. Den Namen Pharaoh Hound erhielt der Kelb tal-Fenek wie auch die auf den Balearen und Kanarischen Inseln beheimateten Windhunde gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund ihrer charakteristischen Statur mit dem schlanken Kopf und den spitzen langen Stehohren. Dieses Erscheinungsbild erinnerte britische Hundeenthusiasten an die Darstellungen des Totengottes Anubis der antiken Ägypter. Erst den frühen Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts begann man auch außerhalb Maltas, den Kelb tal-Fenek zu züchten. Der erste Wurf entstand 1963 in Großbritannien, wo auch die bis heute geltenden Rassestandards und die Rassebezeichnung Pharaoh Hound festgelegt wurden.

Aussehen und Körperbau des Pharaonenhundes

Wie der göttliche Totenwächter aus dem alten Ägypten ist auch der Pharaoh Hound von schlanker Statur und begeistert trotz seiner starken Muskulatur durch eine äußerst anmutige Körperhaltung mit langen und kräftigen Gliedmaßen. Seine elegante Erscheinung vereint Eleganz, geschmeidige Kraft und Schnelligkeit. Mit einer Widerristhöhe von maximal 63 Zentimetern und einem Körpergewicht von bis zu 25 Kilogramm zählt der Pharaonenhund zu den mittelgroßen Windhunden. Auffallend sind neben den klaren Konturen seines Körperbaus auch der keilförmige Kopf, der schlanke Hals und die spitzen, meist aufrecht getragenen und sehr beweglichen Ohren, die ihm ein exzellentes Gehör über kurze Distanzen ermöglichen. Schwarze Pigmentierung fehl vollkommen, weshalb die Nase des Pharaonenhundes fleischfarben und seine wachsamen ovalen Augen immer bernsteinfarben erscheinen. Die peitschenartig geformte Rute wird leicht nach oben gebogen getragen. Das einfarbige, glatte und glänzende Fell kann in verschiedenen Rostrotbraun-Schattierungen erscheinen, weiße Markierungen an der Schwanzspitze, im Brust- und Halsbereich sowie als feine Gesichtsmittellinie sind zulässig.

Wesen

Die elegante Körperhaltung des Pharaoh Hounds täuscht ein wenig über sein Wesen hinweg. Er ist überraschend verspielt und anhänglich, zeigt Menschen gegenüber keinerlei Aggressionen und ist geduldig und liebevoll im Umgang mit Kindern. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem idealen Familienhund, der sich gerne in der unmittelbaren Nähe seiner Bezugspersonen aufhält und Kindern ein freundlicher Spielgefährte ist. Darüber hinaus ist der Pharaoh Hound ein talentierter Wachhund, der seine Familie stets lautstark verteidigt.

Haltung und Pflege

Der Pharaoh Hound stellt an die Haltung hohe Ansprüche, denn er ist ein intelligentes Energiebündel, das Beschäftigung und körperliche sowie geistige Auslastung benötigt. Ist er unterfordert oder leidet er unter Platzmangel, kann er unerwünschte Verhaltensweisen entwickeln. Daher sollte er nur von hundeerfahrenen und körperlich aktiven Menschen gehalten werden, die viel Zeit investieren können, um ihn regelmäßig mit Agility oder im Turniersport zu beschäftigen. Täglicher mehrstündiger Auslauf in der freien Natur ist Grundvoraussetzung für sein ausgeglichenes Wesen. Kann er sich regelmäßig austoben, ist grundsätzlich auch die Haltung in einer Stadtwohnung möglich, da er als äußerst stubenrein gilt und sich wie eine Katze ausgiebig seiner eigenen Körperpflege widmet. Es ist jedoch zu beachten, dass er sehr bellfreudig ist, was mitunter Probleme mit Nachbarn bedingt. Mit einer konsequenten und liebevollen Erziehung kann er jedoch lernen, dass ihm lautes Bellen nur gestattet ist, wenn er sich draußen aufhält. Sein ausgeprägter Jagdtrieb macht eine gute Absicherung des Grundstücks und in der freien Natur oft die Führung an der Leine notwendig.