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Phalène

Phalène

Phalène ist eigentlich der französische Ausdruck für Nachtfalter. Der Begriff bezieht sich auf die auffälligen Hängeohren des kleinen Spaniels. Im Deutschen wird er gern als Kontinentaler Zwergspaniel bezeichnet. Der Phalène ist ein enger Verwandter des Papillon („Schmetterling“); während der Phalène der „hängeohrige Typ“ ist, gilt der Papillon als typisch „stehoriger Typ“. Abgesehen von diesem Detail ähneln sich beide Hunderassen sehr stark.

Der Phalène ist ein äußerst farbenfroher Hund. Er erfreut das Auge des Betrachters immer wieder aufs Neue mit seinem hübschen Aussehen. So ist es auch kein Wunder, dass er schon im Mittelalter vielfach ein gutes Leben als Luxushündchen reicher Leute genoss. Er schmückt bereits italienische Ölbilder und Fresken aus dem 13. und 14. Jahrhundert.
Möglicherweise entwickelte sich die Art in diesen Jahrhunderten aus den gern zur Jagd verwendeten Spaniels; die Zwergformen dienten dann als „Spielgefährten“ für adelige Damen und ihre Kinder.
Ab dem 16. Jahrhundert malten französische Künstler viele Bilder, auf denen Hunde mit sehr ähnlichem Aussehen zu sehen sind.

Äußere Rassemerkmale

Der Phalène hat eine Widerristhöhe von 25 bis 30 Zentimetern. Das Gewicht beträgt zwischen 2,5 und 5 Kilogramm.
Der hübsch anzuschauende Mini-Spaniel legt eine stolze Haltung an den Tag; sein Gang ist elegant und frei.
Die Augen sind relativ groß, weit geöffnet, aber nicht hervorstehend. Die Form erinnert etwas an eine Mandel. Ihre meist dunkle Farbe macht sie besonders ausdrucksvoll.
Die hängenden Ohren sind verhältnismäßig beweglich. Ihr besonderer Schmuck besteht in gewellten Haaren, die eine sehr sehenswerte Länge erreichen können.
Die Pfoten stehen gleichmäßig auf den Fußballen. Der Phalène verfügt über recht kräftige Krallen, die in sattem Schwarz besonders attraktiv wirken.

Das reichliche Haar des Phalène beeindruckt durch einen seidigen Schimmer. Am Körper ist es mittellang; am Hals ist es deutlich länger und bildet eine wunderschön gewellte Krause aus, die locker über die Brust fließt.
Als Körperfarbe herrscht ein strahlendes Weiß vor. Daneben sind als Rassemerkmal alle Farben erlaubt; insbesondere der Kopf weist zahlreiche Farbvarianten aus, die oft aus Rot- und Brauntönen gebildet werden.

Wesensmerkmale

Der Phalène ist ein intelligenter und selbstbewusster Zwerghund. Er ist jederzeit zum Spielen aufgelegt, immer bestrebt, etwas Neues zu entdecken. Sein Frohsinn kann geradezu ansteckend wirken; Trübsinn ist bei ihm völlig fehl am Platze.
Einfühlungsvermögen und Anpassungsfähigkeit machen ihn zu einem angenehmen Begleiter und Hausgenossen. Stets sucht er die Nähe zu "seinem" Menschen; ständig beobachtet er ihn aufmerksam und bemüht sich, nie den Blickkontakt abreißen zu lassen.
Daneben gilt er auch als temperamentvoll und etwas eigenwillig. Deshalb macht es wenig Sinn, ihm zu sehr seinen eigenen Willen durchgehen zu lassen.

Haltung und Pflege

Aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit eignet sich die Haltung eines Phalène sowohl im Ein- als auch im Mehrpersonenhaushalt. Mit anderen Tieren versteht er sich gut. Mit Kindern kann es dann Probleme geben, wenn sie sehr laut oder grob sind.
Aufgrund seiner geringen Größe passt er auch in etwas beengte Stadtwohnungen. Da er sehr bewegungsfreudig ist, sollte sein Besitzer regelmäßig für genügenden Auslauf sorgen. Auch auf ausgedehnten Wanderungen ist er ein treuer und lebhafter Begleiter.

Die Erziehung des Phalène darf nicht vernachlässigt werden. Wer sich zu wenig um ihn kümmert, darf sich nicht wundern, wenn der kleine Phalène zu einem richtigen Kläffer wird. Energischer und konsequenter, aber zugleich liebevoller Umgang ist am günstigsten für seine Entwicklung.

Im Normalfall erreicht der Phalène ein Alter von ca. 12 bis 15 Jahren.

Die Pflegemaßnahmen gestalten sich einfach: Im Grunde genügt ein mehrmaliges Bürsten pro Woche. Die Ohrbefransung sollte allerdings täglich gekämmt werden, um Verfilzungen vorzubeugen.