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Perro de agua Español

Perro de agua Español

Die Hunderasse Perro de Agua Español (PDAE, Spanischer Wasserhund), die vor allem im südspanischen Andalusien vorkommt, ist in Gruppe 8, Sektion 3 der Fédération Cynologique Internationale aufgeführt. Die PDAE werden in ihrer spanischen Heimat als Hütehunde sowie von Jägern und Fischern als Stöber- und Apportierhunde genutzt. Außerdem wird der Spanische Wasserhund als Rettungs- und Schutzhund sowie als Drogen- und Sprengstoffspürhund eingesetzt.

Erscheinungsbild

Der Spanische Wasserhund erreicht eine Widerristhöhe von 44 bis 50 Zentimetern (Hündinnen 40 bis 46 Zentimeter) und ein Gewicht von 18 bis 22 Kilogramm (Hündinnen 14 bis 18 Kilogramm), wobei die Körperlänge die Widerristhöhe im Verhältnis von 9 zu 8 übertrifft.
Die Farbvarianten des gelockten und wolligen Fells reicht von einfarbigem Schwarz, Braun, Beige oder Weiß bis zu zweifarbigen Kombinationen. Das Fell neigt bei über 2 bis 3 Zentimeter langen Haaren zur Bildung dünner Zotten. Für Ausstellungen werden eine maximale Haarlänge von 12 Zentimetern und eine minimale Felllänge von 3 Zentimetern empfohlen.
Die geschmeidige, dünne und eng anliegende Haut des Spanischen Wasserhundes orientiert sich an der Fellfarbe und kann daher schwarz, braun oder pigmentfrei sein.
Der Schädel ist etwa 1,5-fach länger als der Fang. Der wenig betonte Stopp verläuft sanft. Die besonders ausdrucksstarken Augen liegen leicht schräg und besitzen eine der Fellfärbung entsprechende Farbe zwischen Haselnussbraun und Kastanienbraun. Der Nasenschwamm zeigt die Farbe der dunkelsten Stelle des Fells oder ist noch etwas dunkler. Die mittelhoch angesetzten herabhängenden Ohren sind dreieckig.
Die mittelhoch ansetzende Rute wird zwischen zweitem und viertem Schwanzwirbel kupiert.
Ausschließende Fehler sind ängstliches oder aggressives Verhalten, Afterkrallen, gewelltes oder glattes Haar, Vorbiss und Rückbiss, Albinismus, geflecktes oder gesprenkeltes Fell sowie lohfarbige Haaranteile.

Wesen

Die arbeitsfreudigen, intelligenten und lernbereiten Spanischen Wasserhunde lassen sich leicht erziehen und sind sehr gehorsam.
Die freundlichen, fröhlichen und treuen Hunde suchen die Nähe der sie umgebenden Menschen. Sie sind anpassungsfähig und robust und verfügen über eine große Ausdauer, Geschick, Schnelligkeit und Sportlichkeit. Gegenüber Unbekannten zeigt der Hund Zurückhaltung, ist jedoch unkompliziert, sobald er Vertrauen gefasst hat.

Haltung und Pflege

Als temperamentvoller und unternehmungslustiger Arbeitshund benötigt der PDAE ausreichende Beschäftigung und Bewegung und ist unter dieser Voraussetzung auch ein vorzüglicher Familienhund, der die Nähe zur Familie sucht, es liebt, mit ihr etwas zu unternehmen und keinesfalls in einen Zwinger gesperrt werden möchte.
Spanische Wasserhunde müssen zwar mit Konsequenz, aber vor allem mit Freundlichkeit und Ruhe erzogen werden. Wesensgemäße Beschäftigungen stellen Hundesport und Wasserarbeit dar. Spanische Wasserhunde sind ausgezeichnete Hütehunde, apportieren gerne, lassen sich für sämtliche Hundesportarten begeistern, sind bei der Suche sehr ausdauernd und können auch aufgrund ihrer Schwimmhäute zwischen den Zehen nicht nur schwimmen, sondern sogar tauchen.
Das Fell eines Spanischen Wasserhundes muss nicht gekämmt oder gebürstet werden. Allerdings ist wegen des lebenslang wachsenden Fells, das keinem Fellwechsel unterliegt, jährlich eine Schur zweckmäßig, die das Fell überall am Körper des Hundes auf eine einheitliche Länge zurückführt. Gebildete Haarschnüre können behutsam auseinandergezogen werden, damit genügend Luft an die Haut gelangt.

Gesundheit

Wie bei allen anderen größeren Hunden, kann der Spanische Wasserhund an (teilweise erblich bedingter) Hüftgelenksdysplasie erkranken. Deshalb werden in Deutschland Elterntiere nur nach einer Röntgenuntersuchung in der Zucht eingesetzt.
Beim PDAE kommt auch die genetisch verursachte „progressive Retinaatrophie“ vor, bei der die Augennetzhaut langsam abstirbt und der Hund allmählich erblindet. Mittels Gentest lassen sich die das fehlerhafte Gen tragenden Hunde ermitteln und von der Zucht ausschließen.
Die behaarten Schlappohren begünstigen Ohrenentzündungen. Zur Vorbeugung sind die Gehörgänge gut zu belüften. Dazu sind die in den Gehörgängen wachsenden Haare zu entfernen, um eine – entzündungsfördernde - Verklumpung mit Ohrenschmalz zu vermeiden.
Die Lebenserwartung Spanischer Wasserhunde beträgt 12 bis 15 Jahre, kann aber im Einzelfall auch einmal 17 Jahre überschreiten.