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Pekingese

Pekingese

Die ursprüngliche Heimat des Pekingesen ist China. Dort wurde er ausschließlich im kaiserlichen Palast gehalten. Nachweisbar ist, dass die kleinen felligen Hunde schon im 17. Jahrhundert dem Kaiser und seinem Gefolge Gesellschaft leisteten. Sie galten als äußerst kostbar und wurden mit großer Sorgfalt gezüchtet. Es war ein wichtiges Anliegen der chinesischen Kaiser, dass die Pekingesen – die auch Löwenhunde genannt wurden – nicht außerhalb der Landesgrenzen hinauskamen. Doch im Zweiten Opiumkrieg 1860 konnten die britischen Truppen fünf Pekingesen erbeuten. Einen erhielt Queen Victoria. Aus den anderen vier Tieren entstand die erste Pekingesen-Zucht in Europa. Und bald wurden die Schoßhündchen in ganz Europa beliebt und sind es bis heute.

Ein ausgewachsener Pekingese kann bis zu 28 cm hoch und bis zu 6 kg schwer werden. Der Körperbau ist kompakt, der Kopf rund mit flachem Profil und großen, hervorstehenden Augen. Die Nase ist sehr kurz. Das Fell besteht aus einer weichen Unterwolle und dichtem Deckhaar. Es gibt viele schöne Fellfarben und Variationen. Das lange Fell benötigt eine aufwendige Pflege, um Verfilzungen zu vermeiden. Mehrmaliges Bürsten pro Woche ist nötig, um den Hund gepflegt aussehen zu lassen. Es sollte auch auf eine gute Augenpflege geachtet werden, da der Pekingese aufgrund der hervorstehenden Augen zu Augenproblemen neigt. Typisch für diese Rasse sind auch zu lange Krallen, die dann mit einer Krallenschere gestutzt werden müssen. Allgemein ist der Pekingese leider krankheitsanfälliger als andere Rassen. Erkrankungen an den Augen, der Haut, den Bandscheiben und den Atemwegen treten häufiger auf. Seine durchschnittliche Lebenserwartung liegt jedoch trotzdem bei 13 Jahren.
Der Pekingese trägt immer noch den Charakter des verwöhnten und verehrten Schoßhundes in sich. Meistens bindet er sich eng an einen bestimmten Menschen. Das macht ihn zu einem hervorragenden Hund für Alleinlebende. Auch ältere Leute kommen mit ihm gut zurecht. Der Pekingese gehört wohl zu den faulsten Hunderassen. Er lässt sich täglich zu zwei oder drei kürzeren Runden überreden. Aber bereits längere Spaziergänge sind nicht sein Fall. Dazu trägt auch seine körperliche Verfassung bei. Denn die kurzen Beine und die flache Schnauze lassen nun mal keine große Aktivität zu. Joggingrunden und jegliche Art von Hundesport sind überhaupt nichts für den kleinen Löwenhund.
Zudem ist er trotz des langen Fells relativ kälteempfindlich. Die kurzen Atemwege machen ihn anfällig für Erkältungen. Nässe kann er überhaupt nicht leiden. Doch auch bei sehr warmen Temperaturen sollte er geschont werden.
Bei Familien mit Kindern fühlt er sich oft nicht so wohl. Hektik und Lautstärke überfordern ihn schnell und lassen ihn missmutig werden. Das gleiche gilt für andere Hunde. Ein verspielter und aktiver Artgenosse stresst den Pekingesen und er wird sich immer mehr in eine Ecke zurückziehen, wo er sich Ruhe erhofft. Anderen Hunden auf der Straße begegnet der Pekingese mit Gleichmut und Selbstbewusstsein. Aggression und Rangkämpfe liegen ihm fern. Mit anderen Haustieren kommt er normalerweise gut zurecht, da er keinen nachweisbaren Jagdtrieb hat. Der Pekingese ist anhänglich und bleibt ungern alleine. Er fühlt sich am wohlsten, wenn er neben seinem Menschen auf dem Sofa oder im Bett liegt.
Grundbefehle lernt der Pekingese, mit etwas Konsequenz, gut und schnell. Ihm fehlt allerdings jegliche Unterwürfigkeit, sodass er ungern Tricks und Kunststückchen erlernt. Als Wachhund ist er jedoch ganz gut geeignet, da er sein Revier durch lautes Bellen gegen Eindringlinge verteidigt.