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Papillon

Papillon

Die auffällige Form seiner Ohren gab dem Papillon seinen Namen. Die großen, gut befederten und aufrecht getragenen Ohren sind nicht nur ein herausragendes Rassemerkmal, sie erinnern auch an die Flügel eines Schmetterlings. Genau genommen ist der Papillon eine Varietät des Kontinentalen Zwergspaniels, die zweite Varietät der Rasse unterscheidet sich nur durch die nach unten getragenen, hängenden Ohren. Sie ist unter dem Namen Phalène bekannt, für beide gilt der FCI-Standard Nr. 77.

Der Ursprung der Rasse wird in Belgien und Frankreich vermutet, doch es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die Vorfahren des Papillons, wie auch andere Zwerghunde, aus Ostasien stammen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in Europa die ersten Rassestandards, für den Kontinentalen Zwergspaniel wurde 1905 der erste Standard festgelegt.
Der Papillon gehört laut FCI zur Gruppe der Gesellschafts- und Begleithunde. Sein äußeres Erscheinungsbild wird von einem harmonischen Körperbau geprägt, wobei der Körper etwas länger als hoch ist. Die obere Profillinie darf nicht völlig flach sein, aber weder eingesunken noch gewölbt erscheinen, die untere Profillinie und der Bauch sind leicht aufgezogen. Die Läufe sind kräftig und gerade. Die reich behaarte Rute trägt der Papillon bogenförmig über dem Rücken, sie sollte aber nicht aufliegen. Der Papillon hat große, dunkle und weit geöffnete Augen, der ausdrucksstarke Blick wird durch das pigmentierte Augenlid unterstützt. Die Widerristhöhe beträgt ungefähr 28 Zentimeter. Das Gewicht des Papillons sollte 1,5 Kilogramm nicht unterschreiten, das Maximalgewicht liegt bei 5,0 Kilogramm.

Der Papillon besticht durch ein seidig glänzendes, gewelltes Haarkleid. Die Haare sind am Körper mittellang, am Hals bildet das etwas längere Haar einen Kragen und über der Brust eine weich fließende, gewellte Krause. Als Richtwert gilt am Widerrist eine Haarlänge von 7,5 Zentimetern und an der Rute von 15 Zentimetern. An der Vorderseite der Läufe und im Gesicht ist das Haar kurz. Die Grundfarbe des Papillons ist weiß, als Abzeichen sind weitere Farben, wie verschiedene Brauntöne und Schwarz, erlaubt. Auch eine Mischung aus drei Farbtönen ist möglich. Rumpf und Gliedmaßen sind überwiegend weiß gefärbt, am Kopf ist eine weiße Blesse erwünscht. Augenlider, Nasenschwamm und Lefzen müssen jedoch pigmentiert sein. Das Fell des Papillons weist keine Unterwolle auf und erfordert daher keinen erhöhten Pflegeaufwand.

Der Papillon gilt als lebhaft und verspielt und ist ein ausgezeichneter Familienhund. Er benötigt viel Zuwendung, vor allem jüngere Hunde leiden bei längerer Abwesenheit der Familie. Er ist sensibel und passt sich dem Tagesrhythmus seiner Familie an, allerdings ist er auch selbstbewusst und versucht gerne, die Führung zu übernehmen. Eine konsequente Erziehung ist, wie bei allen Hunderassen, auch beim Papillon nötig. Seine Intelligenz braucht ständig neue Herausforderungen, sogar Agility-Prüfungen meistert der Zwerghund bei entsprechendem Training ohne große Probleme. Lange Spaziergänge mit Freilauf gehören zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Das Spiel mit Stöcken oder Bällen ist für ihn ein Highlight, dabei beweist der Papillon Ausdauer und Geschicklichkeit. Er ist wachsam und stets bereit, seine Familie bei Gefahr zu verteidigen, selbst gegen größere Angreifer. Doch im Normalfall verträgt sich der Papillon gut mit anderen Hunden, auch Katzen werden akzeptiert, wenn sie zur Familie gehören. Obwohl der Papillon sehr graziös wirkt, ist er keinesfalls empfindlich, er gilt gesundheitlich als robust. Erbkrankheiten sind nicht bekannt. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei zwölf Jahren, aber es sind durchaus auch 15 Jahre keine Seltenheit.