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Norwegischer Buhund

Norwegischer Buhund

Obwohl die Bezeichnung „Norwegischer Buhund" im deutschen Sprachgebrauch nicht besonders vertrauenserweckend klingt, verbergen sich hinter ihr die Vertreter einer Hunderasse, die sehr menschenbezogen, intelligent und gut erziehbar sind. Buhunde gehören zu den Nordischen Wach-, Hof- und Hütehunden und zur großen „Familie der Spitzartigen".
Die Haltung dieses Hundes, die ohne Arbeitsprüfung erlaubt ist, blieb lange Zeit auf sein Herkunftsland Norwegen beschränkt. Während die Beliebtheit dieser Hunderasse später auch über Norwegen hinaus, vor allem in Australien und England zunahm, ist er bis heute in Deutschland nur selten zu finden.

Vorfahren der Buhunde lebten bereits in der Wikingerzeit. Diese Feststellung lässt sich aus den Grabbeigaben in alten Wikingergräbern ableiten, unter denen Skelette von Hunden gefunden wurden, die an den heutigen Buhund erinnern. In der jüngeren Vergangenheit, etwa ab dem 17. Jahrhundert ist er nachweisbar als Hof- und Hütehund bei den sesshaft gewordenen Nomadenvölkern Skandinaviens zum Einsatz gekommen. Er wurde ebenfalls als Arbeitshund und für Jagden eingesetzt.
Die offizielle Anerkennung als Hunderasse geht auf das Jahr 1943 zurück.

Der Buhund wirkt kompakt und gedrungen, hat ein relativ kurzes aber dichtes und hartes Oberhaar und eine ebenfalls dichte aber weiche Unterwolle. Er besitzt meistens eine, verschiedene Schattierungen aufweisende weizengelbe Fellfärbung. Seine schwarze Farbe mit wenig weißen Abzeichen ist wesentlich seltener anzutreffen. Sein Ausdruck wirkt mit den spitz aufgestellten Ohren und der eingerollten Rute aufgeweckt, freundlich und freimütig.
Ausgewachsen erreicht ein Buhund-Rüde eine Widerristhöhe zwischen 43 und 47 cm und ein Körpergewicht von 14 bis 18 kg. Hündinnen sind etwa 2 cm kleiner und 2 kg leichter.

Die wohl charakteristischsten Merkmale des Norwegischen Buhundes sind einmal seine Wachsamkeit und zum anderen seine starke Bindung an den Menschen. Mit seiner hohen Lernfähigkeit ist er dabei in der Lage, sich seinem Besitzer sehr gut anzupassen und so als dessen zuverlässiger Begleiter verschiedenste Dienste zu verrichten. Da der Buhund sehr anhänglich, liebevoll und kontaktsuchend ist, verträgt er sich mit Kindern besonders gut und gilt als nahezu idealer Familienhund. Dabei möchte er nicht lange allein gelassen werden. Wenn dies jedoch absehbar ist, sollte er möglichst früh an das Alleinsein gewöhnt werden. Seine Freude am Herumtoben mit Kindern und am Erfüllen sportlicher Aufgaben befähigt ihn auch zur Teilnahme am Hundesport. Einschränkend wirkt dabei allerdings die Tatsache, dass sich sein Verhältnis zu anderen Hunden hin und wieder problematisch gestaltet. Entscheidend hierfür ist eine entsprechende Sympathie.

Die durchaus vorhandene Bellfreudigkeit des Buhundes macht ihn weder zum „Kläffer", noch ist bei ihm ein Zeichen einer starken Aggressivität. Er nutzt das Bellen vor allem zur freundlichen Begrüßung von Besuchern und zur Reaktion auf wahrgenommene Geschehnisse. Damit erfüllt er lediglich seine Aufgabe als Wachhund.
Was seine Erziehung anbetrifft, sollte diese eher sanft aber trotzdem konsequent und mit einem gewissen Durchsetzungsvermögen erfolgen. Denn nicht immer gelingt es beim ersten Versuch, seinen Eigensinn in die richtige Bahn zu lenken. Sein aktives Wesen verlangt von seinem Besitzer, ihn stets eine ausreichende Beschäftigung zu bieten.

Hinsichtlich seiner Pflege stellt der Buhund keine hohen Ansprüche. Er zeigt sich wenig kälteempfindlich, wobei das kurze Deckhaar und die dichte Unterwolle nur wenig Fellpflege erfordern. Seine durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 13 bis 15 Jahren.