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Norfolk Terrier

Norfolk Terrier

Wenn Sie mit ihrem vierbeinigen Gefährten den Hundesportplatz besuchen, wird Ihnen sicher des öfteren ein kleiner, energiegeladener Terrier auffallen, dessen Power nahezu unerschöpflich anmutet. Hat dieser kompakte, nicht höher als 25 cm daher kommende und aufgeweckt wirkende kleine Kerl ein dicht am Körper anliegendes Fell und dazu v-förmige, nach vorn geklappte Ohren, dann dürfte es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Norfolk Terrier handeln.

Die Vertreter dieser anerkannten britischen Hunderasse, die in den Farben Rot, Weizen, Grau, Schwarz oder Schwarz mit einer Lohfarbe vorkommen, haben sich erst 1964 von der zum Verwechseln ähnlich aussehenden Rasse der Norwich Terrier getrennt, die als einziges Unterscheidungsmerkmal über aufgerichtete Ohren verfügen.
Vorfahren der nunmehr getrennten Rassen sind seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Sie galten als effektive Bekämpfer von Ratten und Mäusen und beliebte Begleithunde. In der zweiten Hälfte des gleichen Jahrhunderts begann ihre Zucht, wobei Kreuzungen mit unterschiedlichen Terriertypen erfolgten.
Anfang der 1930er Jahre wurde in England der erste Norwich Terrier Clubs gegründet, dessen Mitglieder sich auch dem heutigen Norfolk Terrier widmeten. Kreuzungen zwischen den heute zwei verschiedenen Rassen angehörenden Vertretern erfolgten kaum, da es dabei zu unschönen Ohrstellungen kam.

Der als einer der kleinsten Terrier geltende Norfolk Terrier, der manchmal Bezeichnungen wie „wildgewordener Handfeger" oder „Kanalratte" über sich ergehen lassen muss, ist ein rundweg liebenswerter Hund. Er besitzt ein ausgeglichenes Temperament, lässt sich mit seiner hervorragenden Auffassungsgabe einfach erziehen und unkompliziert halten und zeichnet sich durch seine Wachsamkeit aus. Er fordert seine aktive Teilnahme am Familiengeschehen ein und sollte daher als Wohnungshund gehalten werden. Dabei besitzt er allerdings einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Seine überdurchschnittliche Energie fordert genügend Auslauf und ist Ursache für seinen Drang zum Buddeln, Spielen und Klettern. Gern begleitet er seinen Besitzer trotz relativ kurzer Beine gern auf längeren Wanderungen und findet sichtbare Freude am Hundesport.

Mit seinem ausgeglichenen Wesen, seiner Intelligenz, seiner Anhänglichkeit und seiner durchaus vorhandenen Bereitschaft zum Kuscheln und Schmusen zeigt sich der Norfolk Terrier seinem Besitzer als „echter Kumpel". Nervöse oder bissige Vertreter seiner Art sind kaum bekannt. Allerdings zeigt er sich wenn nötig auch recht wehrhaft, wenn er sich gereizt oder angegriffen fühlt. Er gilt als guter Spielgefährte für Kinder und ist verträglich mit anderen Hunden. Dabei eignet er sich gut als Zweithund zu einem Vertreter einer größeren Rasse.
Typisch für seine Rasse ist das Bestreben, als ausgeprägte Persönlichkeit behandelt zu werden und keinesfalls als zerbrechlich wirkender Schoßhund. Ein wenig Aufmerksamkeit ist bei seiner Erziehung darauf zu richten, dass sein Charme und seine Intelligenz nicht darin münden, Frauchen oder Herrchen sprichwörtlich auf der Nase herumtanzen zu können.

Der als sehr pflegeleicht geltende Norfolk Terrier freut sich über das regelmäßige Bürsten seines drahtig wirkenden Fells ebenso wie über das Herauszupfen abgestorbener Haare. Damit er seine agile Lebensweise nicht verliert, ist auf eine ausgewogene Nahrung und die Begrenzung seiner durchaus vorhandenen Fresslust zu achten. Mögliche, jedoch eher selten auftretende Beschwerden mit den Gelenken sind auf erblich bedingte Ursachen zurückzuführen. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Hunden dieser der Rasse liegt zwischen 12 und 15 Jahren.
Seine Zucht wird durch die Tatsache erschwert, dass Norfolk Terrier Hündinnen in der Regel nur zwei Welpen gebären.