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Mudi

Mudi

Die Hunderasse Mudi ist von der Fédération Cynologique Internationale unter der FCI-Gruppe 1, Sektion 1 anerkannt. Der Mudi wird vor allem von ungarischen Hirten und Kleinbauern universell (z. B. als Wach- und Hütehund) eingesetzt, der vornehmlich Schafherden bewacht, aber selbständig und durchsetzungsstark und – falls geboten - mit Behutsamkeit und Vorsicht mit Rinder- und Schweineherden sowie mit Pferden umgehen kann. Der Mudi hilft beim Halten von Herden auf Weideflächen, beim Umsetzen oder Teilen von Herden sowie beim Selektieren einzelner Tiere und beim Treiben.

Erscheinungsbild

Der gut propotionierte Mudi erreicht eine Widerristhöhe zwischen 41 und 47 Zentimetern (Hündinnen 38 bis 44 Zentimeter) und ein Gewicht von 11 bis 13 Kilogramm (Hündinnen 8 bis 11 Kilogramm). Körperlänge und Widerristhöhe ergänzen sich ungefähr zu einer Quadratform. Der Kopf zeigt sich keilförmig zur Nase verjüngt.
Während die Haare an der Vorderseite der Läufe sowie der Kopf glatte, gerade und kurze Haare aufweisen, verfügt der Mudi ansonsten über eine leicht gelockte oder stark gewellte, dichte, glänzende Behaarung von 3 bis 7 cm Länge. Neben der am häufigsten vorkommenden Farbe Schwarz gibt es auch Mudis in (den etwas aufgehellten und fleckigen Farbtönen) Braun-Merle oder Blue-Merle sowie in Weiß, Falb, Braun und Aschfarben.
Die schmalen und dunklen Augen laufen in den Augenwinkeln leicht spitz zu. Nicht als Zuchtfehler gewertet werden bei aschfarbenen und blue-merlen Mudis blaue oder weiße Birkaugen. Daneben verfügen Mudis über hoch ansetzende Stehohren.
Bei Hunden mit falber, weißer, schwarzer oder blue-merler Farbgebung ist der Nasenschwamm stets schwarz. Bei anderen Fellfarben weist der Nasenschwamm eine der Behaarung ähnliche Farbe auf.
Die mittelhoch angesetzte Rute hängt in Ruhe zu einem Drittel knapp unter der Horizontalen, während sie im Zustand der Aufmerksamkeit sichelförmig über der Rückenlinie getragen wird.
Da die Hunderasse, die vermutlich aus einer Vermischung kleinerer deutscher Schäferhunde und ungarischer Hütehunde im 18. oder 19. Jahrhundert entstand, noch nicht wirklich durchgezüchtet ist, können Hunde (auch innerhalb einzelner Würfe) ein unterschiedliches Aussehen aufweisen. Es kommen zartere kleine sowie größere kräftige Hunde vor, die über eine recht kurze oder über eine deutlich längere Behaarung verfügen.
Als Zuchtfehler gilt ein aggressives oder ängstliches Verhalten, zum Standard nicht passende Augenfarben, Hängeohren, eine kurze und glatte Ganzkörperbehaarung, lange Kopfhaare und zur Filzbildung neigende Haare.

Wesen

Die im Alltag oft ruhigen und unauffälligen, aber durchaus aufmerksamen und temperamentvollen Mudis sind deutlich auf ihr Herrchen bezogen, ohne jedoch aufdringlich zu werden.
Die kräftigen und starken Mudis müssen bereits im Welpenalter mit großer Konsequenz an eine klare Rangordnung gewöhnt werden. Für eine bestmögliche Sozialisierung ist die Erziehung zwischen der 12. und 16. Lebenswoche von großer Bedeutung. Die Hunde besitzen eine große Lernfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und Lernwilligkeit und sind hoch konzentriert während ihrer Arbeit. Von klein auf gut erzogene Hunde fügen sich gut in ihr aus anderen Haustieren und Menschen bestehendes „Rudel“ ein. Der Halter eines Mudis muss zur Praktizierung einer entsprechend konsequenten Erziehung bereit und in der Lage sein.
Der wachsame Mudi bellt bei Begrüßungen und Verabschiedungen gerne und laut. Auch als Treibhund setzt er nicht seinen Blick, sondern seine Stimme ein.

Pflege und Haltung

Als Hirtenhund Mudis sind sehr pflegeleicht, wetterfest und haaren außerhalb des Fellwechsels kaum. Die intelligenten und leicht erziehbaren Hunde benötigen allerdings viel Beschäftigung und Bewegung. Mudis eignen sich für viele hundesportliche Aktivitäten, als Begleiter beim Spazierengehen oder Radfahren sowie als Familienhund und werden auch als Such- und Rettungshunde eingesetzt.

Gesundheit

Mudis zeichnen sich durch ihre grundsätzlich gute Gesundheit und Robustheit aus. Bei Mudis sind in den vergangenen Jahren jedoch überdurchschnittlich häufig Epilepsiefälle aufgetreten, so dass auch deshalb bei dem Erwerb eines Hundes auf die Werte einer PA-Ahnentafelanalyse geachtet werden sollte, um das Epilepsierisiko einschätzen zu können.