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Mops

Mops

Der Mops ist eine chinesische Hunderasse und war lange Zeit den Herrschern vorbehalten, die ihn als einzige gesellschaftliche Schicht anfassen und besitzen durften. Heute ist der Mops ein Modehund und eine Hunderasse, die sich durch Überzüchtung durch unterschiedliche gesundheitliche Probleme kennzeichnet. Es existieren nur wenige gesundheitlich unbelastete Möpse.

Die Geschichte

Vermutlich stammt der Mops aus dem Kaiserreich China, wo er bereits vor 2.000 Jahren bekannt war. Dort entstand er aus doggenähnlichen Hunderassen und galt als Kaiserhund, der der herrschenden Klasse vorbehalten war. Diejenigen Möpse, die zur Weiterzucht nicht geeignet waren, wurden teuer an die Bevölkerung verkauft; allerdings haben sich aus diesen Hunden keine eigenen Linien oder Rassen mehr entwickelt. Mit der Zeit wurde der Mops als Bestandteil der Salons der Damen beliebt und fand auch immer häufiger in der Malerei ein Einsatzgebiet. Joséphine de Beauharnais und viele andere Frauen hielten sich einen Mops als Statussymbol; erst um 1900 wurde er vom Pekinesen als neuen Modehund in den Salons des Adels abgelöst. Seit 1918 ist der Mops jedoch wieder ein Modehund und konnte diesen Stellenwert in der Gesellschaft nie mehr ganz ablegen.

Der Körperbau

Charakteristisch für den Mops ist sein kurzes, glattes und glänzendes Fell. Häufig ist er in schwarz, silbergrau und beige mit schwarzen Details zu finden. Möpse haben kleine, nach vorne fallende Ohren, die als Rosenohren bezeichnet werden. Idealerweise sollte der Mops zwischen 6,3 und 8,1 kg wiegen. Von vielen Zuchtverbänden werden leicht vorstehende Augen und ein fehlender erkennbarer Fang gefordert. Der moderne Mops ist im Seitenprofil flach, was in Gemälden aus früheren Jahrhunderten noch anders war. Frühere Möpse hatten einen erkennbaren Fang, ihre Gesichter waren nicht flach. Erst durch die Züchtung mit flachem, nicht erkennbarem Fang haben sich die gesundheitlichen Probleme dieser Hunderasse ergeben.

Das Wesen

Durch seine intelligente und charmante Art ist der Mops damals wie heute als Begleithund beliebt. Er ist eine kompakte, kleine Hunderasse, die nicht viel Bewegung braucht, um glücklich zu sein. Der Mops ist fröhlich, lebhaft und neigt etwas zu Übergewicht, weshalb eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig ist. Viele Möpse sind sehr mutig und unterschätzen gerne einmal ihre eigene Körpergröße, sei es gegenüber anderen Hunden oder in einer Gefahrensituation. Möpse haben ein sehr friedliches Wesen und können dadurch relativ unproblematisch mit anderen Tieren wie Kleintieren zusammen gehalten werden.

Die Gesundheit

Heutzutage wird der Mops häufig als Qualzucht bezeichnet, was auf die modernen Möpse durchaus zutreffen mag. Häufige gesundheitliche Probleme beim Mops sind Atemprobleme wie Kurzatmigkeit oder Infekte der Atemwege. Weitere Überzüchtung der ohnehin schon problematischen Rasse kann auch zu stärkeren gesundheitlichen Problemen fernab der Atemwege führen. In diesen Fällen kann es bereits im Mutterleib zu Problemen kommen, wenn die Welpen zu groß für den Körper der Mutter werden - bei kleinwüchsig gehaltenen Muttertieren kann das der Fall sein. Durch den flachen Fang sind Mops-Weibchen manchmal nicht dazu in der Lage, ihre Jungen abzunabeln, und sind dabei auf Hilfe angewiesen. Daneben kann es zu Fehlbildungen entlang der Wirbelsäule bis hin zur Rute kommen. Auch der Kehlkopf kann beim Mops zu weich beschaffen sein; dadurch könnten Futterteile oder Speichel eingeatmet werden und würden in der Lunge zu einer Lungenentzündung führen. Mops-Besitzer sollten die Symptome eines Kehlkopfkollapses erkennen können, da dieser absolut behandlungsbedürftig ist und langfristig zum Tod des Tieres führen könnte. Inzwischen reagieren Zuchtverbände auf die Entwicklung hin zur Qualzucht und fordern eine vermehrte Zucht mit veränderten Merkmalen, also klar erkennbarem Fang und eine höheren Körpergewicht - dadurch sollen schwerwiegende gesundheitliche Probleme beim Mops wieder aus dem Genpool entfernt werden und die Gesundheit der Tiere soll sich erholen dürfen.