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Montenegrinischer Gebirgslaufhund

Montenegrinischer Gebirgslaufhund

Energiebündel mit Treuebonus

Sogar unter Hundeexperten wird man häufig eine fragend in die Höhe gezogene Augenbraue zu sehen bekommen, wenn der Name Crnogorski Planinski Gonič fällt. Und selbst nach der Erklärung, dabei handele es sich um die Bezeichnung einer Rasse – zu Deutsch: Montenegrinischer Gebirgslaufhund, früher auch Schwarzer Laufhund genannt –, ist nicht garantiert, dass die Miene unseres Gegenübers gleich den Kennerblick annimmt. Schade eigentlich. Für den Experten sowieso, vor allem aber für den Montenegrinischer Gebirgslaufhund. Der hätte eine größere Wertschätzung nämlich unbedingt verdient. Jedenfalls bei all jenen, die einen aktiven und robusten Begleiter an ihrer Seite wissen möchten.

Allgemeines

Wer nun meint, der relativ geringe Bekanntheitsgrad des – wie der Name sagt – aus Montenegro stammenden Gebirgslaufhundes liege darin begründet, dass es sich um eine noch junge Rasse handelt, irrt. Schon 1924 wurde der erste Standard dieser seit langer Zeit auf dem Balkan als Jagdhund beliebten, aber selbst dort nach dem Zweiten Weltkrieg recht selten gewordenen Rasse festgelegt. Im Mai 1969 hat dann auch die FCI (Fédération Cynologique International), der größte kynologische Dachverband, diese Rasse offiziell anerkannt:
Was seither unter der FCI Standardnummer 279 firmiert, verfügt über eine Widerristhöhe von 44 bis 54 Zentimetern, hat eine Länge, die die Widerristhöhe um rund zehn Prozent übertrifft, und wiegt zwischen 20 und 25 Kilogramm. Charakteristisch für den Montenegrinischen Gebirgslaufhund ist sein kurzhaariges, dichtes, glänzend schwarzes Fell mit den roten Abzeichen über den Augen, am Fang und an den Unterseiten der Gliedmaßen. Dass in dem rechteckigen Körper mit seinem länglichen Kopf und den hoch ansetzenden, hängenden Ohren jede Menge Power steckt, daran lassen der breite, muskulöse Rücken und die kräftigen, festen Lenden keinen Zweifel.
Das bedeutet aber natürlich, dass das Energiebündel gefordert und gefördert werden möchte. Soll heißen: Der Montenegrinische Gebirgslaufhund ist bei Couchpotatos an der falschen Adresse, und fürs müßige Großstadtpromenieren gibt es mit Sicherheit auch Geeignetere. Hundehalter hingegen, für die die Gassirunde nicht am nächsten Grünstreifen endet, die beim Laufen oder Radfahren eine vierbeinige Eskorte schätzen, die gar am Hundesport wie Agility, Canicross oder Obedience ihre Freude haben, landen mit dem Montenegrinischen Gebirgslaufhund einen Volltreffer. Aber selbstverständlich kann dieser auch in seiner ursprünglichen Kernkompetenz nach wie vor seine Stärken ausspielen. Im Klartext: Auch jagdlich geführt erfüllt der Montenegrinische Gebirgslaufhund dank ausgeprägter Ausdauer, Mut und Wildschärfe zuverlässig seine Aufgaben.
Dass der Montenegrinische Gebirgslaufhund, der eng verwandt ist mit anderen Laufhunden des Balkans wie etwa der Savetal Bracke oder dem Dreifarbigen Serbischen Laufhund, mithin als vorbildlicher Begleithund gelten darf, liegt an seinem Charakter. Hat er einmal seine Menschen gefunden und anerkannt, geht er mit ihnen und für sie durch dick und dünn. Seine mit Zuverlässigkeit gepaarte große Anhänglichkeit lässt jede Form von Führigkeitstraining zu einer vergleichsweise einfachen Sache werden.

Nutzung

Allerdings ist nicht, wie häufig in solchen Fällen, zu befürchten, dass der Hund die Grenzen seiner Welt auf Biegen und Brechen verteidigt und nichts akzeptiert, was sich jenseits davon befindet. Dem entgegen steht das freundliche und ausgeglichene Wesen des Montenegrinischen Gebirgslaufhundes. Seine Toleranzschwelle darf als hoch bezeichnet werden, weshalb er in der Regel ohne Probleme an Artgenossen herangeführt werden kann und sich ihnen gegenüber sehr souverän und sozial kompetent verhält. Auch mit Kindern und ihrem bisweilen stürmischen Temperament weiß er umzugehen, was ihn, neben seinen vielen anderen Vorzügen, auch noch als formidablen Familienhund prädestiniert.