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Miniature Bull Terrier

Miniature Bull Terrier

Der Miniature Bull Terrier ist der aus Großbritannien stammende kleinere Bruder des Bull Terriers. Nach den Standards der FCI anerkannt, gilt er dort heute als eine vom Aussterben bedrohte Rasse, die auf der „Vulnerable Native Breeds“- Liste geführt wird.

Der kleine Bruder des Bull Terriers

Die Miniatur-Ausgabe des Bull Terriers ist nach der FCI erst seit Juli 2011 als eigenständige Rasse anerkannt. Doch schon im Jahr 1862 fand sich der Bull Terrier zum ersten Mal als Rassehund bei einer Ausstellung in englischen Birmingham wieder. Dort fiel vor allem der eiförmige Kopf auf, er wurde zu einem Markenzeichen der ganzen Rasse.
Charakteristisch für den kleinen Bruder des Bull Terriers ist aber die Festlegung der Standards. Im Gegensatz zum Bull Terrier verzichtet die Miniatur-Ausgabe nicht auf die Festlegung von Standards für Größe und Gewicht. Zwar soll auch der Mini den Eindruck von maximaler Substanz entsprechend der Größe vermitteln, damit sich ein Einklang aus Geschlecht und Qualität ergibt. Doch trotz der angestrebten Ausgewogenheit der gesamten Erscheinung sind einige Standards hinsichtlich der Größe und des Gewichts vorgeschrieben. Sie sorgen dafür, dass die Tiere der kleinen Rasse einen harmonischen Anblick vermitteln.

Ungeachtet der Tatsache, dass der Mini Bull Terrier in Großbritannien schon seit dem frühen 19. Jahrhundert bekannt ist, war die Rasse bis weit in das 20. Jahrhundert hinein eher wenig gefragt. Erst zu Beginn der 1940er Jahre gelang eine Wiederbelebung der Zucht, aus der in Großbritannien die Gründung des Miniature Bull Terrier Clubs hervorging.

Klein und harmonisch

Nach den FCI-Rassenstandards darf der Miniature Bull Terrier nur bis zu 35,5 Zentimeter groß sein. Auch bei der kleinen Ausgabe muss sich ein stimmiger Eindruck der Substanz im Verhältnis zur Größe ergeben. Damit gibt es keine Grenze für das Gewicht. Ausschlaggebend ist allein, dass der Hund harmonisch gebaut ist. Das Haarkleid ist kurz, glatt und ebenmäßig. Der Mini Bull Terrier ist in unterschiedlichsten Farben bekannt, so zum Beispiel in Schwarz und Rot mit weißen Abzeichen, Reinweiß, Tricolor oder in gestromter Farbgebung. Charakteristisch für den Miniaturen Bull Terrier ist der kleine Kopf, welcher im Verhältnis zur Körpergröße noch kleiner wirkt. Auffallend sind die kleinen Pfoten, das geringe Knochenvolumen und die großen und mandelförmigen Augen. Ungeachtet seiner Größe ist der Mini kräftig gebaut, er ist muskulös und sehr aktiv. Der Gesichtsausdruck des eiförmigen Kopfs ist fast durchdringend, entschlossen und sehr intelligent. Insbesondere dieser Gesichtsausdruck sorgt dafür, dass das kleine Tier manchem Beobachter als gefährlich gilt.

Das Wesen des Minis ist dabei zwar mutig und lebhaft, aber sehr verspielt. Er gilt als ausgeglichen und diszipliniert, hat aber seinen eigenen Kopf. Ungeachtet dessen ist der Menschen gegenüber sehr zugänglich und fast anhänglich. Obwohl der Mini Bull Terrier seinem großen Bruder durchaus ähnelt, mag er es gerne kuschelig und warm, ein kalter Zwinger wird ihm nie ein richtiges Zuhause. Gerne hält sich der Kleine auch in der Nacht im Haus auf, denn er sucht den menschlichen Kontakt und die Aufmerksamkeit seines Herrchens. Er kuschelt gerne, und er ist auch Kindern gegenüber gutmütig und geduldig. Letztlich machen ihn diese Eigenschaften zum idealen Begleiter für alle, die wenig Platz oder Energie haben.

Wichtig zu wissen

In Deutschland ist der Miniature Bull Terrier anders als der Bull Terrier nicht als Listenhund geführt. Für die Zucht und die Haltung gibt es keine rechtlichen Einschränkungen. So hält das Land Nordrhein-Westfalen im Jahr 2010 schriftlich fest, dass der Mini zum Typ „Kleine Hunde“ zählt, wobei eine behördliche Feststellung der Gefährlichkeit im Einzelfall durchaus vorkommen kann. Allerdings gehen die einzelnen Bundesländer bei der Festlegung ihrer Regularien durchaus unterschiedlich vor, und in der Schweiz ist der Kleine teilweise sogar explizit als Listenhund aufgeführt.