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Magyar Agár

Magyar Agár

In dem heutigen Magyar Agar sind die Züge vieler verschiedenen Windhundetypen zu sehen, die letztendlich die heutzutage typischen Merkmale ausmachen und dazu führten, dass die Rasse 1966 durch die FCI anerkannt wurde (FCI-Gruppe 10 / Windhunde, Sektion 3 / kurzhaarige Windhunde ohne Arbeitsprüfung, Standard Nr. 240).
Er besitzt einen ausgeprägten Jagd- und Hetztrieb und war somit beim damaligen Adel ein sehr beliebter Jagdhund vom Pferde aus. Einstige Versuche seinen Jagdtrieb durch Einkreuzung des Greyhounds zu verbessern, blieben ohne Erfolg und wurden somit komplett eingestellt. Hervor ging also der ungarische Windhund, der mittelgroß und kräftig von Statur- und zudem sehr wendig und unermüdlich ist. Mitte des 20. Jahrhunderts fand er sich dann nicht mehr ausschließlich beim Adel, sondern auch in der Bevölkerung als Jagd- und Hofhund wieder. Als Besonderheit gilt hier, dass der Magyar Agar trotz seiner guten Nase auf Sicht jagt.

Erscheinungsbild

Der Magyar Agar ist ein mittelgroßer, kräftiger Windhund, der äußerst wendig und ausdauernd ist. Er ist sehr robust gegenüber allen Wetterlagen. Alle, für den Windhund typischen, Fellfarben sind zulässig. Als fehlerhaft gelten die Farben Schwarz, Braun, Wolfsgrau, Blau, Blau-Weiß und Tricolor.
Das Fell ist kurz und rau, im Winter entwickelt er beachtliche Unterwolle, dennoch liegt es glatt am Körper und lässt sich mit sehr wenig Aufwand pflegen. Einfaches Bürsten ist ausreichend und verbessert zudem die Durchblutung. Sein Körper erscheint muskulös und sehnig. Sein Kopf ist verhältnismäßig breit, gut bemuskelt und keilförmig. Er strahlt im gesamten edle Kraft aus.
Seine Augen sind mittelgroß und optimal gebettet, um einen wachen intelligenten Ausdruck zu verleihen.
Er besitzt einen länglichen, aber nicht zu spitz zulaufenden Fang mit geschlossener Belefzung.
Die relativ großen Rosenohren des Magyar Agar`s werden lieber schwer, als zu leicht gesehen und liegen am Hals an. Bei hervorgerufener Aufmerksamkeit werden die Ohren aufgestellt, sollten sich dann aber wieder legen. Dauerhaft aufgestellte Ohren gelten als fehlerhaft.
Der muskulöse, mittellange Hals wird elegant hoch getragen und zeigt keine Falten.
Rücken, Lende und Kruppe sind breit und ebenfalls sehr gut bemuskelt und gerade. Lediglich die Kruppe ist leicht abfallend. Um ausreichend Volumen für Lunge und Herz zu bieten verfügt diese Rasse über einen großen, tief gewölbten Brustkorb mit weit nach hinten reichenden Rippenbögen.
Seine Beine sind ebenfalls muskulös und zu sich parallel stehend. Sie dürfen weder ein- noch ausdrehend sein, dafür aber gute Muskulatur und nicht zu starke Winkelungen aufweisen.
Die relativ lange und dicke Rute ist mittelhoch angesetzt und an der Unterseite von rauem Fell. Bei entspannter Haltung hängt sie gerade herab und nur bei Anspannung soll sie hoch getragen werden.
Am Widerrist gemessen werden Hündinnen 62 bis 67 cm und Rüden 65 bis 70 cm hoch. Das Normgewicht eines Agars liegt bei 25 bis 30 Kg. Jedoch gelten in dieser Zucht nicht die erreichten Zentimeter als ausschlaggebend, sondern die Harmonie zwischen Größe und Proportionen. Seine Lebenserwartung liegt bei durchschnittlich 12 bis 15 Jahren.

Verhalten und Besonderheiten

Der Magyar Agar ist von freundlichem und aufgeschlossenem Wesen, Fremden gegenüber jedoch zurückhaltend, aber nicht ängstlich. Er ist sehr intelligent und hoch triebig, was seine Erziehung nicht immer einfach sein lässt. Eine gute Bindung zu diesem Hund ist bei der Erziehung von Vorteil, wobei Hündinnen als kooperativer gelten als Rüden. Als Familienhund sind sie, wegen ihres hohen Bewegungsdranges und dem Jagdverhalten nur bedingt geeignet. Bei genügend Bewegung und Aktivität besteht die Möglichkeit, dass der Agar sich zu Hause auch mal ablegt. Viel Bewegung ist für ihn ein Muss! Besonders geeignet sind Agars für Hunderennen. Auch das treue Bewachen von Haus und Hof inklusive der Bezugspersonen, liegt ihm im Blut. Trotzdem zählen Bissigkeit und Aggressives Verhalten nicht zu seinen Eigenschaften.