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Lhasa Apso

Lhasa Apso

Der Lhasa Apso ist ein Vertreter der Gruppe der tibetischen Hunde. Beim VDH wird er zu den Begleithunden gezählt.

Der Lhasa Apso wird bis zu 26 cm groß und erreicht ein Gewicht zwischen 5 und 7 Kilo. Geprägt auf das raue und wechselhafte Klima Tibets, ist er ein recht gesunder, robuster Hund, der ein stattliches Alter von 16 Jahren erreichen kann. Typisch für ihn ist sein langes, gewelltes Fell, das es in vielen schönen Farbschlägen und Farbkombinationen gibt, zum Beispiel weiß, gold und schwarz. Häufig verändert sich die Farbe des Fells im Lauf des Lebens. Damit das feine Deckhaar und die üppige Unterwolle nicht verfilzen, ist regelmäßige Fellpflege nötig. Im Sommer sollte die Unterwolle ausgekämmt werden und auch gegen ein Kürzen des Fells spricht nichts.
Der Lhasa Apso ist eine sehr alte Hunderasse. In seiner Heimat Tibet kennt man ihn bereits seit rund 2000 Jahren. Er wurde in den Klöstern gezüchtet und dort als Gesellschaftshund für die Mönche und Nonnen gehalten. Sie trugen ihn gerne mit sich herum, da er mit seinem weichen Fell gut die Hände wärmen konnte. Es gibt zudem die Sage, dass man annahm, dass Klosterbewohner, die in ihrem Leben als Menschen nicht ganz „brav“ waren, im nächsten Leben als Lhasa Apso zur Welt kamen. Da die kleinen Hunde sehr an ihren Menschen hängen und ihnen überall hin folgen, werden sie in Tibet bis heute „Little People“ also „Kleine Menschen“ genannt.
Sie waren allerdings auch gute Wachhunde. Gerne saßen sie auf den Klostermauern und meldeten Ungewöhnliches durch lautes Gebell.

Lhasa Apsos wurden in Tibet lange Zeit nicht verkauft, sondern nur als besonders wertvolles Geschenk weitergegeben. Und so gelangten sie erst am Anfang des 20. Jahrhunderts nach Europa, als englische Besucher dort einige Lhasa Apso-Pärchen geschenkt bekamen und in Großbritannien weiterzüchteten. Nach Deutschland sind sie erst in den 70er Jahren gekommen. Seitdem gewinnen die kleinen Löwenhunde immer mehr Liebhaber.

Und das ist kein Wunder, denn Lhasa Apsos sind besonders anpassungsfähig. So eignen sie sich sowohl für eine Einzelperson in einer kleinen Stadtwohnung, als auch für eine aktive Familie mit Garten. Lhasa Apsos sind, vor allem in jungen Jahren, sehr verspielt und daher gute Begleiter für Kinder. Sie bewegen sich gerne und können, trotz ihrer kurzen Beine, auch längere Spaziergänge und mäßige Joggingrunden gut absolvieren. Auch im Hundesport sind einige Lhasa Apsos durchaus erfolgreich.
Lhasa Apsos sind intelligent und daher auch für Hundeanfänger erziehbar. Allerdings können sie durchaus einen eigenen Kopf haben und sich recht stur zeigen, wenn ihnen ein Befehl sinnlos erscheint. Eine gewisse Konsequenz sollte daher von klein auf eingehalten werden.

Der Lhasa Apso ist gerne überall dabei, was aufgrund seiner geringen Größe gut zu machen ist. Gegenüber Fremden zeigt er sich misstrauisch. Wie früher auf den Klostermauern, sitzt der Lhasa Apso auch heute noch gerne am Fenster oder am Gartenzaun und beobachtet sein Revier. Eindringlinge oder Ungewöhnliches meldet er mit lautem Gebell.

Anderen Hunden gegenüber benimmt er sich selbstbewusst, wobei Lhasa-Rüden teilweise auch zu einem leichten Größenwahn neigen und nicht davor zurückscheuen, sich mit größeren Rüden anzulegen.

Der Lhasa Apso zählt zur Gruppe der tibetischen Hunde. Hierzu wird auch der Tibet Terrier gezählt, der sozusagen die größere Ausgabe des Lhasa Apsos ist. Weitere ähnliche Hunderassen sind der Shi-Tzu, der Pekingese und der Tibet Spaniel.