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Landseer

Landseer

Der kräftige Landseer gehört zu den von der Fédération Cynologique Internationale anerkannten Hunderassen und hat seinen Zucht-Ursprung in Deutschland und in der Schweiz.

Eng verwandt mit der schwarz-weißen Variante des Neufundländers wurden Schiffshunde von Fischerbooten mit eingekreuzt, was die Ähnlichkeit des Landseers auch mit dem Mastín del Pirineo oder Pyrenäen Berghund erklärt. Erst Anfang des 20. Jahrhundert wurde der Landseer als eigenständige Rasse gezüchtet, wobei zum Erhalt des weiß-schwarzen Fells neben dem Pyrenäen Berhund auch der Kuvasz eingekreuzt wurde.

Seinen Namen erhielt der Landseer von dem Maler Edwin Landseer, der diese Hunderasse sehr häufig in seinen Gemälden darstellte und so für den hohen Bekanntheitsgrad des majestätisch wirkenden Hundes beitrug.

Heute wird der Landseer als Wasserrettungshund, Begleithund und liebevoller Familienhund gehalten, der dennoch sein Revier unter Schutz stellt.

Rassebeschreibung

Der Landseer ist ein imposanter und kraftvoller Hund. Rüden erreichen Widerristhöhen von 80 cm und Gewichte bis zu 75 kg, während Hündinnen 72 cm hoch werden und etwa 55 kg auf die Waage bringen.

Das Fell des Landseers ist weiß mit schwarzen Flecken. Der Kopf ist schwarz und weist weiße Blessen und Schnauzenpartien auf. Nach dem Standard müssen Läufe, Brust, Hals, Bauch und Rute weiß sein. Das Haarkleid des Landseers ist lang, dicht und mit reichlich Unterwolle versehen. Die Konsistenz des Fells ist Wasser abweisend. Zwischen den Zehen hat der Landseer regelrechte Schwimmhäute, was schon auf seine Wasserliebe hinweist.

Gesundheit und Lebenserwartung

Wie auch bei anderen Großhunderassen können Landseer unter Gelenkbeschwerden und Problemen mit dem Bewegungsapparat leiden. Durch die verantwortungsvolle Zucht wird jedoch versucht, Dysplasien weitestgehend einzuschränken

Die Lebenserwartung des sonst robusten Hundes liegt bei durchschnittlich zehn Jahren.

Wesen

Der Landseer ist ein menschenbezogener und freundlicher Hund, der im Gegensatz zum verwandten Neufundländer als temperamentvoller und aktiver gilt. Die Hunderasse verfügt über einen natürlichen Schutz- und Wachtrieb, weshalb der Landseer auch selbstständig und instinktiv reagiert. Fremden gegenüber ist der Landseer eher misstrauisch und reserviert. Besonders geschätzt wird das moderate Bellverhalten des Landseers, der nicht ohne Grund bellt.

Der Jagdtrieb ist beim Landseer weniger ausgeprägt. Eher das Gegenteil ist der Fall; der Landseer kann gut mit anderen Tieren vergesellschaftet werden.

Allerdings benötigt der Landseer immer das Gefühl, gebraucht zu werden. Ihm sollten deshalb kleinere Aufgaben übertragen werden, wobei schon das Tragen von Taschen oder Holen von Gegenständen ausreicht. Als gutmütiger und geduldiger Gefährte ist der Landseer ein echter Kinderfreund.

Verwendung, Ausbildung und Sport

Der Landseer ist ein hervorragender Schwimmer und wird erfolgreich als Wasserrettungshund eingesetzt. Er nutzt jede Gelegenheit, um ins Wasser zu springen und seinem natürlichen Drang nachzukommen. Die Rettungseigenschaft, jemanden aus dem Wasser zu ziehen, scheint ihm angeboren zu sein. Ist kein Wasser in der Nähe, begnügt sich der Landseer auch gerne damit, kleine Karren oder Schlitten zu ziehen.

Wegen seiner Lernfreude und hohen Reizschwelle eignet sich der Landseer auch als Therapiehund, der im Umgang mit Menschen äußerst sensibel vorgeht.

Eine Ausbildung als Begleithund ist wegen der Motivationsfähigkeit des Landseers durchaus zu empfehlen. Allerdings entspricht die Schutzhundeausbildung mit der damit verbundenen strengen Unterordnung nicht seinem leicht eigenwilligen Wesen.

Für Hundesportarten wie Agility oder Flyball ist der Landseer aufgrund seiner körperlichen Konstitution nur bedingt geeignet. Allerdings handelt es sich bei dieser Rasse um einen arbeits- und lernwilligen Hund, der in Obedience oder ähnlich geistig anspruchsvollen Sportarten seine Erfüllung finden könnte. Richtig glücklich ist der Landseer aber, wenn er im Dummytraining Gegenstände aus dem Wasser apportieren darf.

Haltung

Der Landseer gehört nicht in einen Zwinger, sondern benötigt Familienanschluss. Aufgrund seiner imposanten Größe eignet er sich nicht zur Haltung in einer Etagenwohnung. Ein Haus mit Garten oder eingezäuntem Grundstück kommt der Hunderasse sehr entgegen.

Das lange und dichte Fell des Landseers ist verhältnismäßig pflegeintensiv. Es muss regelmäßig gebürstet und gekämmt werden.