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Lagotto Romagnolo

Lagotto Romagnolo

Der Lagotto Romagnolo kommt ursprünglich aus Italien, genauer gesagt ist er in der Region rund um Romagna beheimatet. Sein Name bedeutet daher übersetzt in etwa „Seehund aus Romagna“, was auch seine Liebe für das Wasser beinhaltet. Die Rasse zeichnet sich insbesondere durch einen hohen Jagdtrieb aus, so dass sie Ähnlichkeiten mit den Retrievern hat.

Aussehen des Lagotto Romagnolo

Meist hat der Lagotto Romagnolo große runde Augen, deren Farbe von Dunkelgelb bis hin zu Braun reicht. Das Fell ist äußerst dicht, nicht besonders lang und gelockt. Es ist außerdem wasserdicht, so dass das nasse Element nur selten an die eigentliche Haut des Hundes gelangt. Weiße oder orangefarbene Flecken im Fell sind ebenfalls häufig zu beobachten. Die Ohren hängen stets herab, der lange Schwanz wird meist zwischen den Hinterläufen getragen.
Die Größe und das Gewicht variieren nur leicht zwischen den Geschlechtern: Die männliche Variante des Lagotto Romagnolo wird bis zu 48 Zentimeter groß (Schulterhöhe) und maximal bis zu 16 Kilogramm schwer. Hündinnen werden mit 46 Zentimetern nur wenig kleiner und besitzen ein Gewicht von bis zu 14 Kilogramm. Es ist daher nicht einfach, auf größere Entfernung das Geschlecht des Hundes zu bestimmen.

Verhalten des Lagotto Romagnolo

Primär wurde der Lagotto Romagnolo vor etwa 3.000 Jahren gezüchtet, um zu arbeiten – und das tut er auch heute noch. Er ist daher sehr anhänglich gegenüber seinem Halter und loyal zu seinen Bekannten, Freunden und der Familie des Hundehalters. Auf der Jagd zeichnet er sich durch seine Liebe zu Wasser und seine exzellenten Schwimmfähigkeiten aus. Insbesondere in sumpfigen Gebieten oder Arealen, die sich durch viele kleine Seen auszeichnen, fühlt sich der Lagotto Romagnolo wohl. Geschossene Wildtiere – und insbesondere Vögel – fischt er selbst aus tieferen Gewässern. Es ist auch für Anfänger nicht besonders schwer, diesen Hund auf die eigenen Bedürfnisse zu trainieren. Der Lagotto Romagnolo gilt als intelligent, so dass bestimmte Anweisungen meist gleich beim ersten Mal umgesetzt werden. Auch anderen Tieren gegenüber gilt er als aufgeschlossen, wenn er bereits im jungen Alter häufig mit anderen Hunden in Kontakt kommt.
Inzwischen wird der Lagotto Romagnolo auch beim Hundesport und sogar als Trüffelhund eingesetzt. Obwohl dies traditionell eher eine Domäne der Schweine war, wird der Lagotto Romagnolo inzwischen häufiger eingesetzt, um die wertvolle Pilzvariante zu suchen und zu finden. Dabei hilft die extrem empfindliche Nase. Gleichzeitig sollte dem Lagotto Romagnolo ein Ort zum Graben bereitgestellt werden, wie etwa eine Art Sandkasten. Da es dieser Hund liebt, in der freien Natur zu buddeln, wird er sich sonst einfach wahllos Stellen im Garten suchen, um seinen Trieb auszuleben.

Gesundheit und Sportlichkeit des Lagotto Romagnolo

Einige wenige Tiere erkranken an der bei größeren Hunden recht verbreiteten Hüftendysplasie. Auch Epilepsie wird in einigen Jungtieren beobachtet, ältere Hunde sind davon jedoch nicht betroffen. Davon abgesehen gibt es keine genetisch bedingten Krankheiten für diese Hunderasse, was die durchschnittliche Lebenserwartung auf bis zu 16 Jahre erhöht.
Theoretisch eignet sich der Lagotto Romagnolo auch für den Hundesport, da er, wie bereits beschrieben, sehr schnell auf die Anweisungen seines Halters reagiert. Gleichzeitig kann es mitunter jedoch schwer werden, diesen Hund für Tätigkeiten zu begeistern, in denen er kein Ziel sieht. Bei der Jagd ist es die Beute, beim Suchen nach Trüffeln sind es die Pilze selbst – doch bei Hundeübungen ist meist kein Ziel vorgegeben. Wer es über dieses Hindernis hinweg schafft, kann im Lagotto Romagnolo einen treuen Begleiter für den Hundesport finden. Unerfahrene Hundehalter greifen lieber zu anderen Rassen.

Zusammenfassung

Der Lagotto Romagnolo ist für den Hundesport nur erfahrenen Haltern zu empfehlen. Wer „nur“ einen Hund für die Familie oder eventuell sogar die Jagd sucht, findet in ihm jedoch einen der besten Begleiter überhaupt – und vielleicht stöbert er ja sogar einige Trüffeln ganz nebenbei auf.