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Löwchen

Löwchen

Das Löwchen gehört zur Kategorie der Kleinhunde und stammt vermutlich aus Frankreich. Dort ist seine Existenz in alten Stammbüchern nachzuweisen. Die FCI führt ihn in der Bichon-Gruppe 9. Unter dem Gesichtspunkt seiner Verwendung ist er Gesellschafts- und Begleithund. Die Rasse ist aus dem bekannteren Malteser entstanden, ist jedoch von sehr geringer Verbreitung. Seinen Namen verdankt der elegante Hund der auffallenden Schur, die sein Markenzeichen ist. Dabei werden der hintere Teil des Körpers, die Rute und die Hinterläufe geschoren. An der Rute bleibt dabei eine Quaste stehen. Die ungeschorenen Fellareale werden nicht durch Schnitt in Form gebracht. Optisch erinnert der agile Hund mit dieser speziellen Schur an einen kleinen, männlichen Löwen mit opulenter Mähne. Die außergewöhnliche Löwchenschur ist für Ausstellungshunde Pflicht.

Seine Widerristhöhe liegt zwischen 26 und 32 cm. Der Rassestandard erlaubt Abweichungen von 1 cm mehr oder weniger. Das Gewicht des Hundes liegt bei ca. 6 kg. Die Lebenserwartung liegt zwischen 12 und 14 Jahren. Die rundlichen Augen sind dunkel und blicken sehr interessiert in die Welt. Der Körperbau ist kompakt und von nahezu quadratisch anmutenden Proportionen. Der Kleinhund hat lange Hängeohren mit Fransen. Diese verschwinden in seiner seidigen Haarpracht. Das lange Fell ist dicht und umspielt den Hundekörper in sanften Wellen. Das Löwchenfell hat keine Unterwolle und zeigt keine Neigung zum Haaren. Die bevorzugten Fellfarben sind Schwarz, Weiß und Gelb. Der Standard akzeptiert alle Farben und Farbvariationen. Das schöne Fell verlangt nach intensiver Pflege durch regelmäßiges Bürsten und Kämmen.

Seine grazile Erscheinung wird durch die Schur unterstrichen und täuscht über die Robustheit des Hundes hinweg. Grundsätzlich verträgt sich das Löwchen mit seinen Artgenossen und Mitbewohnern gut. Fühlt es sich jedoch bedrängt, scheut es die Auseinandersetzung selbst mit größeren Hunden nicht. Sein liebenswürdiger Charakter macht ihn zum idealen Familienhund, der sehr anhänglich ist und gern schmust. Intelligent und temperamentvoll schließt sich das Löwchen seiner Familie an. Er nimmt seine Umwelt sehr aufmerksam wahr und meldet jede Regung. Sein Bedarf an Auslauf ist nicht groß. Der anpassungsfähige Hund läuft jedoch problemlos am Fahrrad und begleitet mit Begeisterung einen Ausritt. Das lernfreudige Löwchen findet viel Vergnügen beim Agility-Training und apportiert mit besonders großer Leidenschaft. Sein Gang ist anmutig-federnd und die Rute wird stolz nach oben getragen.

Hunde gelten traditionell als Symbol der Treue und wurde zu allen Zeiten von Künstlern abgebildet. Bereits auf Zeichnungen aus dem 13. Jahrhundert sind Löwchen zu finden. Aufgrund seiner typischen Schur lassen sich Abbildungen von Löwchen eindeutig identifizieren. Der Maler Jan van Eyk verwendete in seinen Gemälden um 1423 mehrfach Löwchen als begleitendes Element. Ein Löwchen am Brunnen ist die zentrale Figur des gleichnamigen Gemäldes von Jan Wyck aus dem Jahr 1690. Rembrandt malte seine „Pfannkuchenfrau“ und Goya die „Herzogin von Alba“ jeweils in Begletung eines Löwchens. In der Zeit des Rokoko (1720-1770) erfreute sich der elegante Gesellschaftshund besonders hoher Wertschätzung. Und so verwundert es nicht, dass auch die berühmte Madame de Pompadour sich 1756 von ihrem Haus- und Hofmaler Francois Boucher mit einem Löwchen malen ließ. Der charmante Kleinhund war anpassungsfähiger Begleiter, attraktives Statussymbol und wärmte seine stolzen Besitzer an kalten Tagen. Heute ist das immer noch seltene Löwchen der ideale Hund für Familien und Singles.