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Kurzhaar Vizsla

Kurzhaar Vizsla

Der Kurzhaar Magyar Vizsla ist ein ungarischer Vorstehhund. Er ist eine ausgesprochen elegante Erscheinung: Wenn er in Richtung eines anvisierten Ziels trabt, denkt man fast die Miniaturausgabe eines edlen Rennpferdes vor sich zu haben. Aufmerksam den Blick nach vorne gerichtet, verfolgt er unbeirrt seinen Weg – ist dabei aber jederzeit gehorsam und leicht zu führen. Seine Vorfahren begleiteten die ungarischen Wanderstämme, die sich aus den Steppengebieten in unsere Richtung aufmachten. Die wunderschöne goldene Farbe seines Fells diente wohl vorrangig der Tarnung in den weiten Steppenlandschaften. Seit dem 18. Jahrhundert wuchs insbesondere seine Bedeutung für die Jagd. Etwa 1920 begann die gezielte Zucht; 1936 erkannte die FCI ihn als Rassehund an.

Äußere Rassemerkmale

Die Rüden werden etwa 56 bis 62 Zentimeter hoch; die Hündinnen erreichen 54 bis 60 Zentimeter. Das Gewicht kann – je nach Größe – bis zu 35 Kilogramm erreichen. Der Körper ist muskulös, dabei aber insgesamt eher schlank. Der Gang ist ruhig und anmutig. Das glatte Fell ist dicht, kurz und anliegend. Es fühlt sich im Normalfall etwas derb und hart an.

Die Haarfarbe ist semmelgelb bis dunkelgold in verschiedenen Abstufungen. Einige Exemplare haben einen kleinen weißen Fleck an der Brust oder im Kehlbereich, was nicht als nachteiliges Rassemerkmal gewertet wird. Auch weiße Abzeichen an den Zehen sind kein Makel. Ausgesprochen rote, braune oder schwarze Farbtöne des Fells sind allerdings unerwünscht.

Die Farbe der Augen ähnelt der Fellfarbe. Als Rassemerkmal werden dunklere Augen den sehr hellen bevorzugt. Die Augen sind üblicherweise mittelgroß und tiefliegend

Der Schädel ist relativ breit und ist mit einer langen, eher eckigen Schnauze ausgestattet. Die langen und seidenen Ohren hängen herab.

Das Wesen des Kurzhaar Magyar Vizsla

Ungarische Vorstehhunde wurden schon früh zu Jagdzwecken gezüchtet. Dementsprechend verfügen sie über einen ausgeprägten Jagdtrieb. Zugleich erweisen sie sich als sehr gelehrig und arbeitswillig.

Außer Bewegung und Auslauf benötigt der Kurzhaar Magyar Vizsla viel geistige Beschäftigung. Sein Besitzer sollte sich deshalb sehr viel Zeit für ihn nehmen.

Anderen Menschen und Tieren gegenüber benimmt er sich grundsätzlich freundlich und zugewandt. Auch das Verhältnis zu Kindern ist von Geduld und Freundlichkeit geprägt.

Haltung und Pflege

Wer dem Kurzhaar Magyar Vizsla viel Auslauf, Zuwendung und Erziehung bieten kann, erfüllt bereits die wichtigsten Voraussetzungen. Jägern oder Förstern ist der folgsame Hund ein sehr treuer und nützlicher Begleiter; dort erhält er auch genügend Gelegenheit, seinem Hang zum Apportieren zu folgen.

Eine ländliche Gegend ist für die Haltung ideal geeignet; er lässt sich aber auch in Wohnungen halten, wenn sein Besitzer ihm genügend Auslauf und Beschäftigung gibt.

Ein gut erzogener Kurzhaar Magyar Vizsla ist problemlos als Familienhund geeignet. Er folgt bedingungslos seinem Herrchen oder Frauchen. Andere Lebewesen werden von ihm akzeptiert. Dafür fordert er aber auch stete Aufmerksamkeit ein. Er ist ein äußerst sensibles und anhängliches Tier. Für Berufstätige ist er weniger geeignet, da er ständig einen „Ansprechpartner“ benötigt.

Die Erziehung eines Kurzhaar Magyar Vizsla kann sehr großen Spaß machen. Sie erfordert keineswegs übermäßige Härte des Lehrers; eher sind Geduld und Konsequenz gefragt. Viel Lob und Bestätigung sichern den Lernerfolg. Anfänger sollten sich allerdings überlegen, ob sie sich diese anspruchsvolle Aufgabe auch wirklich zutrauen.

Übrigens hat sich die Rasse auch als Rettungshund bewährt – ein weiterer Beweis für die Intelligenz und Zuverlässigkeit dieses besonderen Tiers.

Ein Pluspunkt bei der Haltung ist die geringe Pflegebedürftigkeit. Das Fell des Kurzhaars benötigt keine besonderen Maßnahmen. Zudem gilt die Rasse als gesundheitlich robust und weitgehend resistent gegen Krankheiten.