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Komondor

Komondor

Der Komondor ist ein ungarischer Hirtenhund, der von der Fédération Cynologique Internationale unter der FCI-Gruppe 1, Sektion 1 als Hunderasse anerkannt ist. Die hochgeschätzten Komondore gelten als die „Könige der Hirtenhunde“. Seit mehr als 4.000 Jahren dienen Komondore als Herdenschutzhunde. Schon auf Tontafeln, die in der sumerischen Hauptstadt Ur entdeckt wurden, fanden sich Abbildungen großer zottelbehaarter Hunde, die in Keilschrift als „Ku-mund-ur“ bezeichnet werden. Die Komondore gelangten vermutlich im 9. Jahrhundert nach Ungarn, wo sie erstmals im Jahr 1544 in einem Schriftstück als Hirtenhund benannt werden.

Erscheinungsbild

Der robuste Komondor wiegt bis zu 60 Kilogramm (Rüden zwischen 50 und 60 Kilogramm und Hündinnen 40 bis 50 Kilogramm) und erreicht eine Größe von bis zu 80 Zentimetern (Rüden mindestens 70 Zentimeter und Hündinnen mindestens 65 Zentimeter). Das markanteste Merkmal der Komondore ist ihr elfenbeinfarbiges, dichtes und zottiges Fell, das Augen und Ohren des Tieres für den Betrachter verdeckt, der vor der gleichermaßen kraftvollen und urtümlichen Erscheinung Respekt und möglicherweise sogar Furcht zu empfinden vermag, zumal das dichte Fell das Gesicht und damit den Gefühlszustand des Tieres verbirgt.

Über der weißen Unterwolle des Komondors befinden sich die schnurartigen Verfilzungen der Deckhaare, die sich im Laufe der Zeit aus der Unterwolle bilden. Die festen und schweren Deckhaare, deren Ausbildung etwa 4 Jahre dauert und die schließlich bis auf den Boden reichen können, stellen einen wirksamen Schutz sowohl vor Kälte als auch vor übermäßiger Hitze sowie vor Bissverletzungen durch Feinde dar. Gegen die extremen Klimabedingungen seiner früheren asiatischen Heimat war der Komondor bestens gewappnet.

Der Körper des Komondors, dessen Länge die Widerristhöhe etwas übersteigt, ist äußerst stabil gebaut. Komondore besitzen starke Muskeln und ein schweres Knochengerüst. Die Breite des Brustkorbs beträgt ungefähr die halbe Widerristhöhe.

Wer unter das auf dem Gesicht liegende Oberfell sieht, erkennt mandelförmige dunkelbraune Augen, weder bei Angriffen noch bei erhöhter Aufmerksamkeit angehobene Schlappohren und eine stumpf geschnittene und gerade schwarze Nase. Kommodore verfügen über ein mächtiges und mit starken Muskeln ausgestattetes Gebiss

Die Haut des Kommodors ist mit dunkelgrauen bis schwarzen Farbpigmenten besetzt. Die niedrig am Körper befindliche und abwärts gerichtete, ebenfalls dichtbehaarte Rute ist an ihrem Ende etwas aufwärts gebogen und wird auch in erregtem Zustand höchstens bis zur Rückenlinie angehoben.

Die Komodore wurden seit langer Zeit auf einheitliche Zuchtziele ausgerichtet und bilden daher eine weitgehend homogene Rasse. Als Zuchtfehler werden z. B. geringelte Ruten, unzureichende Pigmentierungen an Augen, Augenlidrändern oder Nase sowie locker sitzende Augenlider bewertet.

Wesen

Die treuen, anhänglichen und willensstarken Komondore werden wegen ihrer Wachsamkeit, ihrem Mut, ihrer Entschlossenheit auch bei der Verteidigung ihres Territoriums sowie wegen ihres sozialen Verhaltens geschätzt. Fremden bringen sie Misstrauen entgegen. Das Auftreten der äußerst intelligenten und instinktsicheren Komondore ist dominant und selbständig, so dass sie Anweisungen nur ausführen, wenn sie ihren Sinn verstanden haben.

Ausgewachsen sind Komondore mit 18 Monaten (Hündinnen) bzw. 2 Jahren (Rüden), während sie für ihre charakterliche Reifung bis zu 3 Jahre benötigen.

Pflege und Haltung

Komondore, die sich im Freien besonders wohlfühlen, zeichnen sich durch Witterungsunempfindlichkeit und große Genügsamkeit aus. Um die Entstehung großer Filzmatten zu verhindern, dürfen die Oberhaare zwecks Erhaltung des für Komondore typischen Erscheinungsbildes nicht gekämmt oder gebürstet werden. Vielmehr müssen zu stark verfilzte Deckhaare auseinandergezogen werden, wobei die einzelnen Schnüre nicht zu dünn angelegt sein dürfen, um ein späteres Reißen zu vermeiden, sondern etwa die Dicke eines unserer Daumen oder Zeigefinger aufweisen sollten.

Die Haltung eines Komondors erfordert genügend Platz in Form eines umzäunten eigenen Revieres, einen souveränen Umgang des Hundehalters mit dem Tier und eine möglichst enge Familienanbindung.

Ein Besitzerwechsel ist für den häufig auf eine bestimmte Person orientierten, sehr anhänglichen und treuen Komondor kaum erträglich.