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Kaukasischer Owtscharka

Kaukasischer Owtscharka

Der Kaukasische Schäferhund wirkt auf den ersten Blick sehr imposant und unerschütterlich, ist aber dennoch sehr sensibel. Als ausgesprochen ruhiger Hund ist er pflegeleicht und kann auch ohne Probleme im Freien mit wettergeschütztem Unterstand gehalten werden. Er muss sich jedoch frei bewegen können - Zwingerhaltung ist daher auf jeden Fall zu vermeiden. Der Bezug zu seinen Menschen muss immer gewährleistet sein. In seiner ursprünglichen Heimat, dem Kaukasus, war der Hund voll in die Familie integriert. Er ist freundlich, ausgeglichen und furchtlos gegen Feinde. Der teilweise schlechte und gefährliche Ruf dieser Rasse ist rein auf falsche Haltung und absichtliches Scharfmachen zurückzuführen. Der Kaukase ist auf keinen Fall ein Hund für Anfänger oder für Leute, die einen Hund mit bedingungslosem Apell suchen. Sein Bewachungsinstinkt ist tief im Inneren verankert, darum benötigt er auf jeden Fall ein eigenes Revier - natürlich eingezäunt. Man muss aber beachten, dass der Kaukase - sobald er an einem Ort etwas länger verweilt - seine Umgebung und die seiner Menschen schnell auch als Revier betrachtet. Naturgemäß bewacht er es sodann auch. Dies kann zum Beispiel bei einem Wirtshausbesuch oder an einem Abend bei Freunden ein Problem werden. Am wohlsten fühlt sich der Kaukasische Schäferhund bei kühlen Temperaturen - ein schattiger Platz zum Zurückziehen ist im Sommer daher ein absolutes Muss.

Größe und Haarkleid

Mit einer Größe von 64 cm bis 75 cm und einem Gewicht von durchschnittlich 50 kg zählt der Kaukase zu den sehr großen Hunderassen. Das Fell ist lang und mit sehr dichter Unterwolle, trotzdem benötigt es so gut wie keine Pflege. Es gibt auch Rassevarianten mit kürzerem Haar, der typische Kaukasische Schäferhund hat jedoch einen dicken, wetterfesten Pelz.

Charakter

Man muss sich immer vor Augen halten, dass der Kaukasische Schäferhund in seiner Heimat selbständig agiert. Er schützt die Herde ganz auf sich alleine gestellt vor Eindringlingen und muss auch eigene Entscheidungen treffen. Sein Charakter ist daher von einer gewissen Unabhängigkeit geprägt, die an seine Erziehung doch höhere Ansprüche stellt. Der mächtige Hund will verstanden werden und ein Befehl muss für ihn auch einen Sinn haben. Eine möglichst frühe Sozialisierung ist ratsam. Mit gewaltloser, aber konsequenter Ausbildung schon in jungen Jahren hat man mit dem Kaukasen einen verlässlichen Partner und spart sich auf jeden Fall eine Alarmanlage.
Dem Kaukasischen Schäferhund ist seine Ruhe heilig. Hektik und zu viel Betriebsamkeit hasst er. Am liebsten liegt er an einem Platz, an dem er ungestört alles überblicken kann.

Verwendung

Der Kaukasische Schäferhund ist für die gängigen Hundesportarten eher nicht geeignet. Besonders dringend muss von Schutzarbeit abgeraten werden - dies würde die natürliche Schärfe in eine gefährliche Bahn lenken. Auch Agility & Co sind für den nicht unbedingt bewegungsfreudigen Herdenschutzhund fehl am Platz. Als Fährtenhund kann der Kaukase jedoch gute Dienste leisten, als Begleithund muss man auf die nicht allzu schnelle Befehlsausführung Rücksicht nehmen. Der Kaukase wird immer erst überlegen, bevor er reagiert. Am besten aufgehoben ist diese Rasse natürlich in seiner ursprünglichen Aufgabe: Seinen eigenen Hof und die Bewohner zu bewachen - und das vollkommen unbestechlich.