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Irish Terrier

Irish Terrier

Die Iren nennen ihn liebevoll „daredevil“ – in Deutsch übersetzt bedeutet das „Teufelskerl“. Treffender kann man den kleinen Wildling kaum beschreiben. Übermütig und frech tollt er durch die Gegend, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Über seine Herkunft lassen sich nur Vermutungen anstellen. Wahrscheinlich ist er ein Nachkomme der Black-and-Tan-Terrier. Leider gibt es diese durch ihr „Drahthaar“ gekennzeichnete Rasse heute nicht mehr. Mit Sicherheit war der Irish Terrier schon früh ein sehr geschätzter und treuer Begleiter des Menschen. Aufmerksam und furchtlos bewachte er Haus und Hof. Daneben bewährte er sich auch als Jagd- und Hütehund – ein echter Allrounder also. Bei der Pflege stellt er keine großen Ansprüche: Meistens genügen regelmäßiges Bürsten und Trimmen. Zwischendurch darf es auch einmal ein Bad sein. Pro Jahr sollte Herrchen oder Frauchen drei- bis viermal zum Trimmer greifen – das genügt. Eine gute Nachricht für Allergiker: Da Irish Terrier nicht haaren, kann ihre Haltung auch in Haushalten mit überempfindlichen Personen erfolgen.

Wichtige Rassemerkmale des Irish Terrier

Die äußeren Maße sind eher bescheiden: Die durchschnittliche Schulterhöhe beträgt etwa 45 Zentimeter. An Gewicht bringen Irish Terrier bis zu 15 Kilogramm auf die Waage.

Sein Fell ist häufig einfarbig rot, enthält aber bisweilen auch Untertöne zwischen gelbrot und weizenfarbig. Ein typisches Merkmal ist sein dichtes und drahtiges Haar.

Die Augen sollten laut Rassestandard klein und dunkel sein. Im optimalen Fall wirken sie sehr lebendig und strahlen gleichsam ein Feuer aus.

Die Wangen sollten nicht zu voll sein und unter den Augen leicht abfallen. Die Ohren sind idealerweise klein und V-förmig. Sowohl Nasenschwamm als auch Lefzen sind in der typischen Rasseausprägung schwarz.

Der Schädel ist flach und relativ schmal zwischen den Ohren; zu den Augen hin wird er noch einmal etwas schmaler. Auch die Pfoten verdienen besondere Beachtung: Sie sind günstigstenfalls kräftig und annähernd rund. Eine schwarze Farbe der Pfoten entspricht am ehesten dem Rassestandard. Selbstverständlich sind gebrauchstüchtige Ballen erwünscht, die keine Risse oder brüchigen Wucherungen aufweisen.

Wesensmerkmale

Terrier sind fast sprichwörtlich respektlos – da bildet auch der Irish Terrier keine Ausnahme. Vor größeren Tieren kennt er keine Furcht. Deshalb ist eine konsequente Erziehung notwendig, damit er gegebenenfalls zur Raison gerufen werden kann. Schon früher hat er sich große Verdienste bei seinen Besitzern erworben, da er furchtlos Wildschweine, Ratten und andere Tiere anging – und sie vom Menschen fernhielt. Auch heute noch kann man sich in seiner Gegenwart stets sicher fühlen. Und nicht nur das: Er ist seinem Halter treu ergeben und belohnt ihn mit großer Anhänglichkeit. Als echter Freund lässt er seine „Familie“ nie im Stich. Genießt er eine konsequente Erziehung, ist er auch für Haushalte mit Kindern gut geeignet.

Vielseitige Verwendung

Aufgrund der breit angelegten Fähigkeiten des Irish Terrier ist er nicht nur als Wach- oder Hütehund geschätzt.

So lassen sich talentierte Hunde auch als Rettungshunde ausbilden. Ihre Intelligenz und Zuverlässigkeit haben sich auch in dem schwierigen Terrain von Rettungseinsätzen bewährt.

Im ersten Weltkrieg setzte die Armee sie sogar als Botenhunde ein. Trotz des lauten Getöses um sie herum behielten sie Ruhe und Übersicht; zuverlässig erfüllten sie die ihnen gestellten Aufgaben, selbst wenn sie dabei ihr eigenes Leben riskierten. Ihre Furchtlosigkeit und ihre Intelligenz verhalfen ihnen dazu, ihren „Job“ meistens erfolgreich zu erfüllen.