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Irischer Wasserspaniel

Irischer Wasserspaniel

Der Irische Wasserspaniel, im Englischen Irish Water Spaniel genannt, ist ein irischer Rassehund. Sein Äußeres ist unverwechselbar: Das lockige, kastanienbraune Haarkleid und seine Ringellöckchen fallen jedem Betrachter unmittelbar ins Auge. Auch sein „Rattenschwanz“ ist ein echter Hingucker: Er ist größtenteils glatt und erscheint beinahe nackt. Das Gewicht des Irischen Wasserspaniels beträgt etwa 22 bis 28 Kilogramm. Ein gesundes Exemplar erreicht im Durchschnitt ein Alter von 13 bis 15 Jahren. Mit einem gewissen Unsicherheitsfaktor wird der Rüde Boatswain als Stammvater der Rasse angesehen. Dieser lebte im 19. Jahrhundert; in dieser Zeit begann wahrscheinlich die systematische Züchtung. Das Aussehen und das Verhalten des Irischen Wasserspaniels legen nahe, dass Setter und größere Pudel zu seinen Ahnen gehören.

Wichtige Rassemerkmale

Beim Rüden liegt die typische Widerristhöhe zwischen 53 und 59 Zentimetern; bei Hündinnen fällt sie mit 51 bis 56 Zentimetern entsprechend geringer aus.

Der Schädel sollte hochgewölbt sein. Der typische Haarschopf besteht aus langen und losen Locken; zwischen den Augen läuft er in einer deutlichen Spitze aus.

Die Augen des Irischen Wasserspaniels sind eher klein. Ihre Farbe schwankt zwischen dunkel-bernsteinfarben und dunkelhaselnussbraun.

Seine Pfoten sind groß, breitflächig und etwas rundlich. Auf den Pfoten und zwischen den Zehen ist Haarwuchs typisch. Die Zehen sind übrigens durch dünne Häutchen miteinander verbunden – ein untrüglicher Hinweis auf seine Zugehörigkeit zu den Wasserhunden.

Das Haarkleid beeindruckt durch dichte und feste Ringellöckchen, die keine Wolligkeit aufweisen.

Wesensmerkmale

Der Irische Wasserspaniel ist ein sehr bewegungsfreudiger Hund. Vor allem in Wasser tollt er für sein Leben gern herum. Seine wasserundurchlässige Unterwolle schützt ihn vor Nässe und Auskühlung. Sein Besitzer muss sich also keine Sorgen machen, wenn er gar nicht mehr aus dem Wasser herauskommen will.

Außer seiner enormen Ausdauer verfügt der Irische Wasserspaniel auch über eine ausgeprägte Lernfreude; das verbindet ihn mit dem Pudel. In seiner unglaublichen Stöberfreudigkeit erinnert er an einen Spaniel; außerdem scheint er die feine Nase des Setters zu besitzen. Solche Eigenschaften – gepaart mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz – machen ihn zu einem interessanten und vielseitigen Begleiter.

Zu seinem Wesen gehören auch Treue und Geselligkeit. Als „sozialer Hund“ sucht und braucht er unbedingt die enge Bindung zum Menschen.

Haltung und Pflege

Irische Wasserspaniels gelten unter anderem als typische Apportierhunde. Sein Besitzer sollte sich also sehr viel mit ihm beschäftigen und ihn draußen in der Natur immer in Bewegung halten. Sein Jagdeifer ist gepaart mit großer Ausdauer und viel Energie; das alles erfordert eine sorgfältige Erziehung des Hundes und ständige Aufmerksamkeit des Halters, um den Wildling stets im Griff zu halten.

In erster Linie handelt es sich um einen Jagdhund, der auch als Wachhund eingesetzt werden kann. Der Besitzer sollte sich im Klaren sein, dass er sich gegenüber Fremden sehr zurückhaltend zeigt. Das Zusammenleben mit anderen Tieren ist dann problemlos, wenn sich die Tiere bereits in jungen Jahren aneinander gewöhnt haben.

Insgesamt kann ein Irischer Wasserspaniel auch als Familienhund gehalten werden. Das setzt aber einige Erfahrung des Besitzers voraus; als Anfängerhund ist er weniger geeignet.

Der Irische Wasserspaniel braucht regelmäßige Pflege. Etwa einmal in der Woche benötigt er ein gründliches Durchkämmen. Etwa alle zwei bis drei Monate muss man mit einer Schur rechnen.

Insgesamt ist er ein robuster Hund. Halter müssen nur bei der Verabreichung von Antibiotika aufpassen, die der Gruppe der Sulfonamide entstammen: Manche Vertreter des Irischen Wasserspaniels zeigen allergische Reaktionen. Der Tierarzt kann dazu weitere Informationen geben.