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Irischer Glen of Imaal Terrier

Irischer Glen of Imaal Terrier

Der Irish Glen of Imaal Terrier gilt als eine der ältesten europäischen Hundehassen überhaupt. Bereits im Mittelalter wurde seine Existenz in zahlreichen schriftlichen Aufzeichnungen erwähnt. Der Irish Glen of Imaal Terrier stammt, wie sein Name schon verrät, aus Irland, genauer gesagt von der Ostküste des Landes. Ursprünglich im Tal von Imaal in der Grafschaft Wicklow beheimatet, wurde er zunächst ausschließlich von Bauern als vielseitiger und pflegeleichter Arbeitshund gezüchtet, um Haus, Hof und Grundstück zu beschützen, die Nutztierherden zu bewachen und nebenbei auch noch die Ratten- und Mäuseplage im Haushalt zu dezimieren. Durch seine herausragende Geschicklichkeit und seinen ausgeprägten Jagdinstinkt verlor er im Laufe der Jahrhunderte in Irland kaum an Beliebtheit als Arbeitshund. Außerhalb der Landesgrenzen seiner Heimat wurde er allerdings erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekannt, als einige Exemplare auf einer irischen Hundeausstellung Aufmerksamkeit bei ausländischen Züchtern und Hundeenthusiasten erregten. Es dauerte noch über sechzig Jahre, bevor der Irish Glen of Imaal Terrier in den 1930er Jahren als eigenständige Rasse vom FCI international anerkannt wurde.
Seine genaue Abstammung konnte bis heute nicht gänzlich nachgewiesen werden. Kynologen gehen davon aus, dass er aus einer Kreuzung zwischen Scotch- und Bullterrier, Englischer Bulldogge sowie Coated Wheaten Terrier entstand. Sein genetisches Erbe erklärt auch, warum er in der Vergangenheit in Großbritannien wiederholt in Hundekämpfen eingesetzt wurde. Da diese Veranstaltungen dort jedoch schon im 19. Jahrhundert verboten wurden, ist von seiner Vergangenheit als Kampfhund heute nichts mehr übrig.

Erscheinungsbild

Der Irish Glen of Imaal Terrier ist von kleinem, aber kräftigem und robustem Körperbau und bringt bei einer Widerristhöhe von maximal 36 Zentimetern bis zu 16 Kilogramm auf die Waage. Auffallend sind seine verhältnismäßig kleinen, nach vorne gekippten Ohren. Sein Fell ist mittellang und besteht aus einem rauen Deckhaar und einer weichen Unterwolle. Es kann sowohl weizenfarben, als auch blau gestromt oder in unterschiedlichen Rotgoldtönen erscheinen. Bei dunkler Fellfarbe ist eine schwarzblaue Maske üblich, die sich als Streifen auch über den Ohren, entlang des Rückens und der Rute zeigen kann, wobei diese Markierungen mit zunehmendem Alter deutlich heller werden.

Charaktereigenschaften

Der Irish Glen of Imaal Terrier besitzt ein ausgesprochen ausgeglichenes Wesen und eignet sich hervorragend als Familienhund. Er ist seinen Bezugspersonen treu ergeben und lässt sich trotz seines kleinen Dickschädels gerne führen. Kindern ist er ein fröhlicher, geduldiger und liebevoller Spielgefährte, der nie Aggressionen zeigt, wenn er von ihnen mit Respekt behandelt wird. Er liebt es, in unmittelbarer Nähe seiner Bezugspersonen zu verweilen und freut sich über intensive Zuwendung. Er ist von überdurchschnittlich hoher Intelligenz und sehr gelehrig, weshalb er leicht erzogen werden und auch von Hundeanfängern gehalten werden kann. Seiner Zuchtgeschichte verdankt der Glen of Imaal Terrier seinen mutigen, selbstsicheren und neugierigen Charakter. Er ist aufgeschlossen und begegnet Menschen stets freundlich. Da er allerdings einen ausgeprägten Wachinstinkt entwickelt, wird er Haus und Familie gegen Eindringlinge oder Angreifer immer beherzt verteidigen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Terrier-Rassen ist der Irish Glen of Imaal Terrier kein lautstarker Beller oder Kläffer, da er keinerlei Erregbarkeit zeigt, sondern Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt.

Haltung und Pflege

Der Glen of Imaal Terrier ist ausgeglichen, möchte als ehemaliger Arbeitshund aber auch geistig und körperlich gefordert werden. Er ist für jede Aktivität zu haben und begeistert sich für Agility ebenso wie für Suchspiele und anderen Hundesport. Da er nie zum Käffer wird, eignet sich dieses kleine Energiebündel ideal für die Haltung in einer Stadtwohnung, vorausgesetzt, sein Besitzer ermöglicht ihm regelmäßigen Auslauf. Da er wenig Anspruch an die Pflege stellt, wird er gerne von alleinstehenden älteren Menschen gehalten. Wichtig ist eine schon im Welpenalter beginnende Sozialisierung, dann verträgt er sich auch problemlos mit Artgenossen und anderen Haustieren.
Der Irish Glen of Imaal Terrier gilt als ursprüngliche Hunderasse, die sich durch das Fehlen von zuchtbedingten Erbkrankheiten einer guten Gesundheit und Robustheit erfreut. Bei artgerechter Haltung wird er durchschnittlich zwölf Jahre alt.