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Hygenhund

Hygenhund

Beim Hygenhund handelt es sich um eine Hunderasse aus Norwegen. Diese ist vom FCI offiziell anerkannt und gehört zur Gruppe 6 der Laufhunde und Schweißhunde, sowie zur Sektion 1.2 der mittelgroßen Laufhunde. Die Tiere sind Jagd- und Begleithunde mit einer Widerristhöhe von bis zu 58 Zentimetern bei den Rüden und bis zu 55 Zentimetern bei den Hündinnen. Sie werden auch als "Hygen Bracken" bezeichnet.

Geschichte

Der Hygenhund geht auf einen norwegischen Züchter namens Hygen zurück. Dieser kreuzte in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts verschiedene nördliche Bracken (Laufhunde für die Jagd auf Niederwild) mit importierten Holsteiner Bracken. Die Hygenhunde werden seit der Entstehung der Rasse traditionell als Lauf- und Begleithunde bei der Jagd auf Füchse und Hasen eingesetzt.

Erscheinung

Es handelt sich um mittelgroße, relativ kräftige und kompakte Hunde mit einer festen Rückenlinie. Der Kopf ist mittelgroß und mäßig breit sowie leicht keilförmig und mittellang. Die Lefzen sind trocken und hängen nicht herab, sondern fallen zum Mundwinkel hin gleichmäßig ab. Die Ohren sind mittelhoch angesetzt und verjüngen sich zu ihrer abgerundeten Spitze hin. Sie sind dünn und weich, liegen nicht eng an den Wangen an, sondern stehen leicht von diesen ab. Der Hals ist mittellang und kräftig mit nur wenig loser Haut. Die Rute setzt in Verlängerung der Rückenlinie an, besitzt einen kräftigen Ansatz und verjüngt sich zur Spitze hin. Sie reicht bis zum Sprunggelenk und wird gerade oder leicht nach oben gekrümmt getragen. Das Haar ist gerade, dicht und glänzend, und fühlt sich beim Anfassen etwas rau an. Es kann an den Hinterseiten der Oberschenkel an der Rute etwas länger und dichter sein als am Rest des Körpers. Die Färbung ist rotbraun oder gelbrot, häufig mit einer schwarzen Schattierung am Kopf, sowie am Rücken und am Ansatz der Rute. Diese Farbvariante kann mit oder ohne weiße Abzeichen vorkommen. Eine weitere Variante der Färbung ist schwarz/lohfarben, kombiniert mit weißen Abzeichen. Weiße Tiere mit rotbraunen oder gelbroten Abzeichen und Tüpfeln sowie mit schwarz-lohfarbenen Abzeichen kommen ebenfalls vor. Generell müssen die verschiedenen Farben klar voneinander abzugrenzen sein.

Charakter und Verhalten

Der Hygenhund gilt als insgesamt ausgeglichen, mit einem ausgewogenen und nicht übermäßig aktiven Charakter. Die Tiere sind im Kontakt eher scheu und sehr gut als Wachhunde geeignet. Auch für die Dressur eignen sie sich, wenn sie früh und konsequent diesbezüglich erzogen werden. Die Hygenhunde gelten bei der Jagd als ausdauernd und kräftig, sie brauchen viel Bewegung und zeigen einen sehr starken Jagdtrieb. Dementsprechend benötigen sie auch eine klare Rangfolge im Bezug auf ihren Menschen, weshalb eine gewisse Erfahrung in der Hundeerziehung empfohlen wird. Die Tiere orientieren sich stark an ihrem Menschen und sind zuverlässig. Bei nicht konsequenter Erziehung können sie aber unerwartet scharf reagieren. Sie zeigen sich Kindern gegenüber freundlich, sind aber aufgrund ihres starken Jagdtriebes eher nicht als Familienhunde geeignet.

Haltung

Der Zeitaufwand bei der Haltung und Erziehung von Hygenhunden ist recht hoch und wird mit durchschnittlich etwa vier Stunden täglich angegeben. Dies ist vor allem durch das Verlangen nach sehr viel Bewegung und Beschäftigung bedingt. Vor allem außerhalb der Jagdsaison langweilen sich die Tiere sonst sehr schnell, so dass ausgedehnte Wanderungen oder Apportierspiele ein Muss sind. Hygenhunde sind für die Haltung in der Stadt nicht geeignet, sie brauchen die Natur um sich herum und am besten einen großen Garten oder ein großes Grundstück.