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Hokkaïdo

Hokkaïdo

Der Hokkaido ist eine japanische Hunderasse, die von der FCI anerkannt ist. Er gehört zur Gruppe 5 der Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 5 Asiatische Spitze und verwandte Rassen. Der Hokkaido wird auch als Ainu-Hund, Ainu Inu oder Hokkaido-Ken bezeichnet. Aufgrund seines außerordentlichen Jagdinstinktes wird der Hokkaido vorwiegend als Personenschutzhund verwendet. In Europa ist er eher selten anzutreffen.

Geschichte und Herkunft des Hokkaidos

Die Geschichte des Hokkaidos ist bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass der Hokkaido seinen Ursprung bei den Ainus hat, die im 10. Jahrhundert aus dem hohen Norden von der Insel Sachalin, der größten Insel Russlands, kamen und sich auf Hokkaido niederließen. Sie führten Hunde mit sich, die als die Vorfahren des heutigen Hokkaido-Hundes betrachtet werden. Da sich die Ainus vom Jagen und Fischen ernährten, züchteten sie diese mittelgroßen japanischen Hunde vor allem für die Jagd auf Bären und andere Wildarten. Die eisigen Winter stellten für die Hunde aufgrund ihrer robusten Natur und ihres dichten Fells keine Probleme dar. Der Hokkaido gehört zu den sehr ursprünglichen japanischen Rassen und wurde 1937 offiziell zum „Denkmal der Natur“ erklärt. Seit diesem Zeitpunkt ist diese Rasse anerkannt und geschützt. Heute trifft man den Hokkaido vor allem auf seiner Heimatinsel, mit ihm verwandte Rassen wie der Shiba Inu und der Akita Inu sind auch vermehrt in Europa zu finden.

Statur und Körperbau des Hokkaidos

Der Hokkaido ist mittelgroß, kräftig, gut proportioniert und hat einen robusten Körperbau mit stark entwickelten Muskeln. Sein hartes, gerades Fell mit dichter Unterwolle hat die Farben rot, schwarz, sesam, weiß oder gestromt. Er hat einen vornehmen, elastischen und extrem leisen Gang. Bei einem Gewicht von 20 bis 25 kg haben Rüden eine Widerristhöhe von 48,5 bis 51,5 cm, Hündinnen von 45,5 bis 48,5. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Hokkaido-Hundes liegt bei etwa zwölf Jahren.

Wesen und Charakter des Hokkaidos

Im Gegensatz zu anderen japanischen Rassen hat der Hokkaido einen sehr starken, energischen, jedoch auch feinsinnigen Charakter. Er ist intelligent und scharfsinnig, sehr ausdauernd, hat eine gute Beobachtungsgabe und einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Aufgrund des über tausendjährigen Einsatzes als Bärenjäger verfügt er noch heute über eine außergewöhnliche Reaktionsfähigkeit und eine große Portion Mut. Durch seinen hochentwickelten sechsten Sinn ist der Hokkaido in der Lage, auch unter schwierigsten Bedingungen wieder nach Hause zu finden.

Meist ist der Hokkaido ausgeglichen und fügsam, zeigt jedoch auch Tendenzen zur Aggressivität. Er hat nur eine Bezugsperson, der er treu ergeben ist und sie als Rudelführer akzeptiert. Dazu benötigt er jedoch einen erfahrenen Hundehalter, der ihm Orientierung gibt, eine starke Hand und konsequente Erziehung. Für Hundeanfänger ist der Hokkaido nicht geeignet. Wenn er richtig erzogen ist, hat er ein gutes Grundgehorsam, bellt wenig und eignet sich perfekt als Wachhund, der seine Familie verteidigt und schützt. Der Hokkaido ist sehr verträglich mit Kindern, will allerdings respektiert und nicht als Spielzeug angesehen werden.

Verwendung des Hokkaido-Hundes

In seiner Heimat Hokkaido im Norden Japans wird der Hokkaido heute noch in seiner traditionellen Funktion als Jäger verwendet. Er wird für die Jagd auf Großwild und Bären sowie beim Fischfang eingesetzt. Dort kommen ihm seine schnelle Reaktionsfähigkeit und die außergewöhnliche Geschicklichkeit zugute.

Aufgrund seines großen Bewegungsdranges ist der Hokkaido nicht als Wohnungshund geeignet. Er gehört zu den wenigen Hunderassen, die sich ihre Ursprünglichkeit über die Jahrhunderte hinweg bewahrt haben und liebt eisige Temperaturen, endlose Weiten sowie Bewegung bei Wind und Wetter. Für Spaziergänge an der Leine oder auf Asphalt ist er nicht geschaffen. Halter eines Hokkaidos sollten zumindest über einen großen Garten verfügen und ihm genügend Bewegung und Arbeitsmöglichkeit verschaffen, um seine Grundbedürfnisse zu erfüllen. Als Familien- und Wachhund gehalten, sollte der Halter seinen starken Jagdinstinkt beachten. Ein perfekt funktionierender Rückruf in allen Situationen ist unabdingbar, um seinen ausgeprägten Jagdtrieb in Grenzen zu halten.