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Hamiltonstövare

Hamiltonstövare

Hase und Fuchs sind sein Leben, gezüchtet, um sie aufzuspüren. Die Rede ist vom Hamiltonstövare, einer schwedischen Hunderasse, die zu deutsch auch Hamilton-Laufhund oder Hamilton-Bracke genannt wird. Urvater dieser Jagdhunde ist der schwedische Züchter Graf Adolf Patrick Hamilton, auch bekannt als Gründer des schwedischen Kennelklubs.

Herkunft

Bei dem Hamiltonstövare handelt es sich um eine Kreuzung mehrerer Rassen, darunter vermutlich so bekannte Jagdhunderassen wie die deutsche Bracke, der English Foxhound und der Harrier. Auch schwedische Laufhunde brachten ihr Erbmaterial ein. Im Jahr 1886 gipfelten diese Zuchtbemühungen schließlich in der ersten öffentlichen Ausstellung der zwei Hamiltonstövare-Stammväter, beide im Besitz des Grafen, nach welchen die zuvor als "schwedischer Laufhund" bezeichnete Rasse 1921 benannt wurde.

Den zweiten Teil seines Namens, nämlich das "Stövare", verdankt diese Laufhunderasse ihrem jagdlichen Talent. Übersetzt bedeutet es so viel wie "Stöberer". Aufgrund dieser herausragenden Eigenschaften ist der Hamiltonstövare einer der in Schweden am weitesten verbreiteten Jagdhunde. Beim FCI wird er in der Gruppe sechs unter den Lauf- und Schweißhunden geführt.

Aussehen

Optisch erinnert der Hamilton-Laufhund an die traditionellen Meutehunde aus Filmen, allerdings wurde er nie als solcher eingesetzt. Der Hamiltonstövare jagd alleine, spürt Wild auf, verfolgt es und scheucht es auf oder gibt Laut, um seinen Aufenthaltsort anzuzeigen. Eingesetzt wird er vor allem bei der Jagd auf Hasen und Füchse.

Die Statur des schwedischen Laufhundes ist schlank, hochgewachsen, langbeinig und sportlich. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 53 bis 61 Zentimetern, Hündinnen lediglich 49 bis 57 Zentimeter. Das Gewicht ausgewachsener Rassevertreter liegt bei 23 bis 27 Kilogramm. Besonderer Wert wird bei dieser Rasse auf deutliche optische Unterschiede zwischen den Geschlechtern gelegt.

Der Rücken der Hamilton-Bracke ist eben und kräftig, die Lenden muskulös. Dasselbe gilt für die Oberschenkel der Hinterhand sowie den Schulterbereich der Vorderhand. Der Brustkorb des Hamiltonstövare ist lang und vor allem tief, reicht er doch bis zu den Ellenbogen hinunter. Seine gerade Rute ist zum Ende hin spitz zulaufend, am Ansatz jedoch breit. Sie kann eine leicht säbelförmige Biegung nach oben aufweisen. Der Hals des Stöberers ist lang, kräftig, mit straff anliegender Haut und zeigt bei Rüden eine deutlich erkennbar gewölbte Nackenlinie. Der Schädel dieser Rasse ist nicht sonderlich breit gewachsen, dafür sollte der Fang kräftig und annährend rechteckig ausgebildet sein. Die Lefzen sind straff und nicht hängend. Die dunkelbraunen Augen strahlen eine gewisse Gelassenheit aus. Die hoch angesetzten Ohren sind recht lang und hängen flach herunter.

Das Fell des Hamiltonstövare ist dreifarbig, wobei im Rassestandard festgelegt ist, wie sich die unterschiedlichen Farben über die Körperbereiche verteilen sollen. Schwarze Haare wachsen an der Halsoberseite, dem Rücken, den Rumpfseiten und der Oberseite der Rute. Der Kopf, die Ohren, die Läufe, die Halsseiten sowie die Unterseiten von Rumpf und Rute zeigen lohfarbene Bereiche. Die Blesse auf der Fangoberseite, Teile der Halsseiten, die Brust, die unteren Bereiche der Läufe und die Pfoten sowie die Spitze der Rute tragen weißes Haarkleid. Am gesamten Körper ist das Fell kurz, glatt und eng anliegend, lediglich an der Unterseite der Rute und der Hinterseite der Oberschenkel bilden sich etwas längere Haare aus.

Wesen

Der Charakter des Hamiltonstövare ist voll und ganz auf seine jagdliche Verwendung ausgerichtet. Er ist gelehrig, gehorsam, arbeitswillig, menschenbezogen und ausgeglichen. Jedoch zeigt er auch einen starken Jagdtrieb und springt vor allem auf Gerüche an, was bei der Privathaltung bedacht und in der Erziehung berücksichtigt werden sollte. Bei der richtigen Erziehung und Auslastung eignet er sich jedoch auch als Familienhund sowie für den Hundesport – insbesondere natürlich jede Form von Arbeit, die mit der Nase verrichtet wird.