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Grosser Anglo-Französischer Weiss-Schwarzer Laufhund

Grosser Anglo-Französischer Weiss-Schwarzer Laufhund

Grand anglo-français blanc et noir ist der Name, den dieser schwarz-weiße Jagdhund aus französischer Zucht in der Originalsprache trägt. Die deutsche Bezeichnung lautet entsprechend übersetzt "großer anglo-französischer weiß-schwarzer Laufhund". Er ist einer von drei großen, französischen Laufhunde. Jeder von ihnen ist nach seinem äußeren Erscheinungsbild, genauer gesagt seiner Fellfärbung, benannt und als eigene Rasse beim FCI anerkannt. Und sie alle sind aus unterschiedlichen Kreuzungen hochkarätiger Jagdhunde entstanden.

Herkunft

Die Vorfahren des Grand anglo-français blanc et noir sind der Grand Bleu de Gascogne und der Grand Gascon Saintongeois. Ersterer ist ein ebenfalls französischer, schwarz-weiß getüpfelter Lauf- und Jagdhund, der bereits im 14ten Jahrhundert in Jagdhundmeuten zu finden gewesen sein soll. Mit der Zucht des Grand Gascon Saintongeois wurde erst im 19ten Jahrhundert begonnen. Vorbild war der damals fast ausgerottete Chien de Saintonge. Auch er ist ein ausgezeichneter Jagdbegleiter und trägt auf seinem weißen Fell schwarze Flecken oder Platten, wie sie auch dem Grand anglo-français blanc et noir sein charakteristisches und namensgebendes Aussehen verleihen. Hinzu kommen beim großen anglo-französischen Laufhund noch lohfarbene, blasse Abzeichen über und unter jedem Auge, an den Wangen, unter dem Behang und im Ansatzbereich der Rute am Rücken. Sein Fell ist kurz, dicht und fest, was es zu einem pflegeleichten Schutz gegen kleine Kratzer durch Geäst und Gestrüpp macht.

Eigenschaften

Wie andere große Laufhunde besticht diese Hunderasse durch eine ausgewogene Mischung aus Sportlichkeit, Robustheit, Muskulösität, Gehorsamkeit und Gelehrigkeit. Der Körperbau des 62 bis 72 Zentimeter großen und etwa 35 Kilogramm schweren Hundes ist stabil, kräftig und muskulös – perfekt geeignet für die ihm angedachte Aufgabe: die Hochwildjagd. Seine Schenkel wirken aber trotz dieser Sportlichkeit nicht überdefiniert oder keulenartig.

An seinem ausgeprägten, aber eher kurzen Hals kann sich eine kleine Wamme ausbilden. Sein Kopf ist ebenfalls eher kurz, dafür jedoch kräftig. Der Stop ist markant, die Augenbrauenbögen stehen hervor, der Hinterhauptshöcker ist eher dezent ausgebildet. Seine Rute ist lange, gerade und spitz zulaufend gewachsen.

Sein Wesen ist vorwiegend auf die Jagd nach Hirschen und Rehen hin in der Zucht selektiert worden. Doch neben seinen jagdlichen Eigenschaften, die ihn zu einem ausgezeichneten Meutehund machen, ist er auch gesellig, gelehrig, genießt die Gesellschaft von Menschen und fügt sich auch in eine menschliche Familie ein.

Für suchintensiven Hundesport ist er aufgrund seiner feinen Nase prädestiniert. Dieses Talent kann sowohl für seinen ursprünglichen und bis heute aktuellen Zuchtzweck, die jagdliche Führung, genutzt werden, als auch für Hobby- und Wettbewerbshundesport. Insbesondere die Fährten- oder Stöberfeldsuche liegt dem Grand anglo-français blanc et noir, aber auch die Personensuche, beispielsweise in einer Rettungshundestaffel, entspricht seinem Naturell. Neben dieser geistigen Auslastungsarbeit will sich ein solch sportlicher und aktiver Hund vor allem körperlich betätigen. Als Laufhund bringt er von Haus aus viel Ausdauer mit, die eine entsprechende Auslastung, beispielsweise durch Joggen oder Radfahren, erfordert. Der Hund sollte die Möglichkeit haben, ausgiebig zu traben und seine Kondition unter Beweis zu stellen.

Alles in allem steht der Grand anglo-français blanc et noir seinen zwei Kameraden unter den großen, französischen Laufhunden in Sachen Ausdauer, Agilität und Gelehrigkeit in nichts nach. Er eignet sich ebenso als Jagdhund unter professioneller Führung, wie er sich zum ausgeglichenen und gutmütigen Familienhund eignet. Er muss ledliglich, wie jede andere Hunderasse ebenfalls, entsprechend seiner natürlichen Veranlagungen ausgelastet und trainiert werden, damit er sich – so begabt, wie er als Jäger ist – dabei nicht selbstständig macht.