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Grosser Anglo-Französischer Weiss-Oranger Laufhund

Grosser Anglo-Französischer Weiss-Oranger Laufhund

Diese mit Abstand seltenste der französischen Laufhunderassen fügt sich optisch perfekt in das Bild des sportlichen Jägers, wie es auch die anderen, als einzelne Rassen geltenden Farbschläge blanc et noir und tricolor sowie die drei Grand anglo-français in denselben Farbschlägen tun. Der Français blanc et orange ist mit 60 bis 70 Zentimetern Widerristhöhe lediglich etwa zwei Zentimeter kleiner als der blanc et noir und der tricolor.

Fell

Farblich ist eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Grand anglo-français blanc et orange nicht zu verleugnen. Auch mit seinen Vorfahren – dem Billy sowie dem Poitevin – verbindet ihn noch heute sein äußeres Erscheinungsbild, wobei die Farbe des Haarkleides insbesondere von den hellen Billys geprägt sein dürfte. Die Beschaffenheit des Fells gleicht dem der meisten Laufhunderassen: Kurz, kräftig und robust wie es ist, mag es sich vielleicht für den Einen oder Anderen ein bisschen fest anfassen, dafür schützt es den Hund bei der Spurensuche in Gestrüpp oder Unterholz vor kleineren Verletzungen.

Wesen und Erscheinung

Das Gesamterscheinungsbild des Français blanc et orange wird im Rassestandard des FCI als "edel und rustikal" beschrieben. Damit entspricht er jenem Hundetypus, wie er zumeist als klassischer Meutehund auf Bildern oder in Filmen zu sehen ist. Als eben solcher wird der Français blanc et orange bis heute verwendet. Er verfügt über einen entsprechend ausgeprägten Jagdtrieb sowie ein gesundes Talent zur Fährtensuche. Das legt nahe, ihn im hundesportlichen Bereich für die Fährtenarbeit oder die Personensuche bei einer Rettungshundestaffel einzusetzen, auch wenn dieser ausdauernde und intelligente Laufhund sicher noch weitere Talente besitzt, die ihm darüber hinaus den Einsatz in diversen anderen Sportarten wie Obedience erlauben. Für körperlichen Sport wie Joggen oder Radfahren ist er ebenso zu begeistern. In eine Meute fügt er sich aufgrund seiner ursprünglichen Verwendung vergleichweise einfach ein, jedoch ist Imponiergehabe oder gar eine Abneigung gegenüber Artgenossen deswegen nicht ausgeschlossen.

Körperbau

Bei detaillierter Betrachtung des Français blanc et orange zeigt sich ein recht breiter und etwas gewölbter Schädel, der zwar keinen besonders ausgeprägten Hinterhauptshöcker und keine vortretenden Augenbrauenbögen, dafür aber einen deutlich betonten Stop aufweist. Der verhältnismäßig große Nasenschwamm kann schwarz oder braun-orange gefärbt sein. Der in etwa in selber Länge wie der Schädel gewachsene Fang ist von ausgeprägten Lefzen behangen, welche ihn fast schon quadratisch erscheinen lassen. Ein wenig unterhalb der Linie der großen, braunen Augen sind die dünnen, leicht eingerollten und langen Ohren angesetzt.

Auf den langen und geraden Hals mit leichter Wamme folgen bei dieser Hunderasse ein langer, gerader Rücken, eine breite Brust sowie eine kräftige, breite Vorderhand mit gut bemuskelten Schultern. Die Oberschenkel der Hinterhand sind sehr ausgeprägt bemuskelt, die Rute ist lang und gerade gewachsen. Die Pfoten der Rassevertreter lassen sich am ehesten als Hasenpfoten beschreiben.

Fazit

Der Français blanc et orange fügt sich optisch wie charakterlich ausgezeichnet in das Bild eines typischen, französischen Laufhundes. Er eignet sich für die jagdliche Führung und fügt sich wie schon im ursprünglichen Zuchtziel vorgesehen in eine Meute ein. Dennoch kann er bei entsprechender Auslastung auch Anschluss an eine menschliche Familie finden und ein Leben als Familienhund führen, sofern sein Talent als Spürhund nicht unterschätzt und entweder befriedigt, oder mit passendem Training und Hundesport umgelenkt wird.