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Greyhound

Greyhound

Der Greyhound gehört zu den Windhunden, und zwar zu den kurzhaarigen Windhundrassen. Der Ursprung der Greyhound-Züchtung liegt in England. Deshalb wird der Greyhound auch oft einfach als großer englischer Windhund bezeichnet. Greyhound-Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 71 bís 76 cm, die Weibchen werden 68 bis 71 cm hoch.

Über die Entstehung des Namens Greyhound wurde schon viel diskutiert. Sicher ist dabei nur, dass die Endung Hound sich im Englischen auf selbständig jagende Jagdhunde bezieht. Grey kann vielleicht aus dem keltischen Wort greg abgeleitet worden sein und einfach nur Hund bedeuten, aber auch vom lateinischen Wort granus (= schnell) her kommen. Alternativ wird noch darüber diskutiert, ob Greyhound sich aus Worten wie Gazehund (= Sichthund) oder aber Great Hound (= großer selbständig jagender Jagdhund)entwickelt haben könnte.

Greyhounds sind schlank, muskulös und langbeinig und werden trotz ihrer enormen Größe lediglich zwischen 23 und 33 kg schwer. Sie sind grundsätzlich glatthaarig und haben ein feines, sehr dichtes Fell. Farblich können sich Greyhounds sehr voneinander unterscheiden. Es gibt sie einfarbig in den Farbvarianten Blau, Gestromt, Schwarz, Falb und Weiß. Außerdem gehören zu den Greyhound-Züchtungen gescheckte Tiere, deren Grundfarbe immer Weiß mit einer Scheckzeichnung aller anderen bei dieser Rasse vorkommenden Farben ist.

Charakterlich sollte man beim Greyhound seine ursprüngliche Verwendung nicht aus den Augen verlieren. Greyhounds sind im Umgang mit Menschen ausgesprochene Familienhunde und können auch gut in Haushalten mit Kindern gehalten werden. Sie sind freundlich und anschmiegsam und zu Hause gar nicht schwierig.

Anders ist das allerdings in der freien Natur. Da Greyhounds früher zur Niederwildjagd eingesetzt wurden und in vielen Ländern auch heute noch als reine Jagdhunde verwendet werden, haben diese Tiere ein ausgesprochen starkes Jagdverhalten, was hierzulande zum Problem werden kann. Nur bei wenigen Greyhounds ist es deshalb möglich, sie in der freien Natur ohne Leine laufen zu lassen, weil sie zum Wildern neigen. Da ein Greyhound als ausgesprochenes Lauftier aber viel Bewegung braucht, ist es wichtig, diesen Hunden einen Ausgleich für den fehlenden Freilauf anzubieten.

Wenn es möglich ist, tut es einem Greyhound gut, seinen Bewegungsdrang auf einer Rennbahn auszuleben. Es gibt hier zwei Möglichkeiten, nämlich das Bahnrennen oder aber das sogenannte Coursing. Beim Bahnrennen laufen die Hunde frei einer Hasenatrappe hinterher. Beim Coursing sind die Tiere angeleint und laufen an Laufbändern, die sich auf einem sonst freien Feld befinden. Am Ende dieser Laufbänder befindet sich zur Belohnung der ersehnte Köder für die Hunde.

Sollte es nicht möglich sein, mit dem eigenen Greyhound an Hunderennen teilzunehmen, brauchen de Tiere auf jeden Fall alternativ viel Bewegung wie den regelmäßigen Auslauf neben dem Fahrrad oder in einem entsprechend ihrem enormen Sprungvermögen hoch eingezäunten Garten und der Bereitschaft, viel mit den Hunden zu spielen. Auch Bewegungssportarten wie Dog Dancing, Agility oder, falls man außer einem Hund auch ein Pferd hält, dem Dog and Horse Trail können einem Greyhound die Bewegung verschaffen, die er braucht, um sich wohl zu fühlen und gesund zu bleiben.

Wichtig bei der Haltung dieser Hunderasse ist es, immer auf genug Wasser zu für den Greyhound zu achten und ihm, wenn es sehr heiß ist, ausreichend Schatten zur Verfügung zu stellen. Ähnlich wie Rennpferde neigen Greyhounds zu einer Krankheit, die dem Kreuzverschlag der Pferde ähnelt. Diese Disposition hat etwas mit Überzüchtung zu tun. Bei Pferden vermutet man zu große Myoglobinspeicher als Ursache. Bei Greyhounds könnte die Ursache ähnlich liegen, denn auch sie wurden wie die Pferderassen, die zum Kreuzverschlag neigen, lange Zeit nur auf Schnelligkeit hin gezüchtet. Man erkennt die sogenannte Greysperre bei Hunden an einem steifen Gang und dunkel gefärbtem Urin. Das entsteht dadurch, dass sich bei der Greysperre Muskelfasern auflösen. Der Greyhound braucht dann sofort die Hilfe eines Tierarztes. Ansonsten sind Greyhounds ausgesprochen pflegeleichte Hunde.

Wer überlegt, einen Greyhound anzuschaffen, sollte sich deshalb vorher genau überlegen, ob es möglich ist, diesen ansonsten besonders familiengeeigneten Hunden auch die nötige Bewegung zu verschaffen.