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Français blanc et noir

Français blanc et noir

Der Français blanc et noir ist eine recht seltene Rasse mit etwa 2000 Exemplaren. Seine Wurzeln hat dieser Laufhund in Frankreich, vermutlich bei den Hunden aus der westfranzösischen Landschaft Saintonge. Das erste Mal tritt der Français blanc et noir im 19ten Jahrhundert in Erscheinung, seit 1957 ist er eine offiziell vom FCI anerkannte Hunderasse.

Erscheinungsbild

Der Rassestandard beschreibt den Français blanc et noir als ein edles Tier und einen typischen französischen Lauf- und Meutehund. Entsprechend qualifiziert ist er für die Jagd, insbesondere für Hochwild. Systematisch ist er beim FCI in der Gruppe sechs der Lauf- und Schweißhunde einzuordnen.

Der Körperbau dieser Rasse ist sportlich, langbeinig, schlank und dennoch kräftig. Er hat eine verhältnismäßig lange Schnauze, die zu seinem ebenfalls langen und meist stolz erhoben getragenem Kopf passt. Seine Ohren sind groß, abgerundet und hängend angesetzt. Seine Nase und seine Lefzen zeichnen sich schwarz ab, seine Augen sind dunkel, wirken aber dennoch freundlich.

Seinen Namen verdankt der Français blanc et noir seiner charakteristischen Fellverfärbung: weiß mit ausgedehnten schwarzen Flecken oder Platten, die sich vom Kopf bis zur langen Rute über den gesamten Hundekörper verteilen und manchmal auch eine leichte Tüpfelung aufweisen. Auffällig sind seine exakt verorteten, lohfarbenen Flecken. Diese bilden sich über und unter beiden Augen, an den Wangen, der Schwanzwurzel sowie unter dem Behang aus. Das Haarkleid ist am gesamten Körper robust, dicht und kurz.

Eigenschaften

Der Français blanc et noir ist trotz seiner recht eindrucksvollen Größe von etwa 62 bis 72 Zentimetern und seinem Gewicht von 27 bis 32 Kilogramm ein sehr sportlicher, agiler Hund mit großem Laufdrang und ausgeprägtem Jagdtrieb. Insbesondere die Spurensuche liegt ihnen im Blut. Dieses Talent wurde durch die frühere Einkreuzung der ebenfalls auf die Jagd spezialisierten, französischen Meutehundrassen Poitevin und Gascon Saintongeois noch stärker ausgeprägt.

Das Wesen des Français blanc et noir ist von Natur aus freundlich und genügsam. Er ist für die Arbeit mit dem Menschen gezüchtet, zeigt aber dennoch eine gewisse Selbstständigkeit, die auf die Jagd in der Meute zurückzuführen ist. Insbesondere sein Laufdrang muss befriedigt werden. Für eine jagdliche Führung ist diese Rasse bestens geeignet, doch auch als Familienhund kann dieser ausgeglichene Zeitgenosse glücklich werden, wenn er entsprechend ausgelastet wird.

In Sachen Hundesport bietet sich aufgrund der ursprünglichen Verwendung des Français blanc et noir vor allem die Sucharbeit an. Fährtentraining und Stöberfeldsuche sollten diesen Hund begeistern und auslasten können. Auch die Personensuche, wie sie beispielsweise bei Rettungshundestaffeln zum Einsatz kommt, entspricht dem Charakter dieser geruchsorientierten Rasse. Bei nicht jagdlich geführten Rassevertretern ist zusätzlich zur körperlichen und geistigen Auslastung ein Antijagdtraining angeraten, um den von Natur aus doch sehr starken Trieb des Meutehundes im Zaum zu halten.

Der Français blanc et noir ist also ein seltener, aber gelehriger und sehr arbeitssamer Vierbeiner. Am besten aufgehoben ist er aufgrund seiner angezüchteten Spezialisierung auf die Rotwildjagd sicherlich in den Händen eines hundeerfahrenen Jägers. Mit ein wenig Geduld und Wissen über jagdlich begabte Hunde eignet er sich aber auch zum Familienhund. In beiden Fällen erhält der Hundehalter einen treuen, gelehrigen, intelligenten, sportlichen und aktiven Hund, der gerne gefordert und beschäftigt wird.