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Foxterrier Glatthaar

Foxterrier Glatthaar

Glatt- und Drahthaarfoxterrier entstanden im England des 19. Jahrhunderts. Der Glatthaar ist der ältere; um ihn vor dornigem Gestrüpp zu schützen, züchtete man ihm das drahtige Haar an. Der Foxterrier ist ein ausgesprochen vielseitiger, sehr bewegungsfreudiger Jagdhund. Er braucht eine sinnvolle Beschäftigung und zählt nicht unbedingt zu den leicht zu führenden Rassen. Im Gegenteil: Der agile Foxterrier braucht einen energischen und konsequenten Besitzer.

Geschichte

Vermutlich hat der glatthaarige Foxterrier seine Heimat in den englischen Grafschaften Shropshire und Cheshire. Zunächst wurden die flinken Tiere lediglich als Stallhunde eingesetzt, um Schädlinge wie Ratten, Mäuse und Marder zu jagen. Erst später folgte die hauptsächliche Verwendung insbesondere bei der Fuchsjagd, woher der Foxterrier - "fox" ist das englische Wort für "Fuchs" - auch seinen Namen hat. Flüchteten Fuchs oder Dachs bei der Jagd in den Bau, so konnte der zierliche und wendige Foxhound folgen. Ursprünglich existierten lediglich schwarz-rote und braun-rote Tiere. Die heute übliche weiß-bunte Färbung entstand erst durch die Einkreuzung von Beagles. Eine gezielt Züchtung der glatthaarigen, getrennt von den drahthaarigen, Foxterriern erfolgt erst seit 1876.

Standard des Glatthaar Foxterriers

Die Rüden der glatthaarigen Foxterrier weisen eine maximale Schulterhöhe von 39 Zentimetern aufweisen, die Hündinnen sind etwas kleiner. Das Gewicht variiert zwischen 7,2 und 8,1 Kilogramm bei den Rüden sowie 6,8 und 7,7 Kilogramm bei den Hündinnen. Das kurze, dichte Haar ist wasserfest und hat eine weiche Unterwolle. Im modernen Standard werden lediglich einfarbig weiße oder vorherrschend weiße Tiere mit lohfarbenen und / oder schwarzen Abzeichen aufgeführt. Die ursprünglichen schwarz-roten oder braun-roten Varianten sind heute nicht mehr anzutreffen.
Der glatthaarige Foxterrier ist unter der FCI-Nr. 12 eingetragen.

Charakter

Foxterrier sind äußerst temperamentvolle und impulsive Tiere. Er scheint niemals müde zu werden und braucht viel Auslauf, um seine ungeheure Energie loszuwerden. Trotz ihres recht anspruchsvollen Charakters sind Foxterrier überdies ausgesprochene Familienhunde, Sie sind anhänglich, fröhlich und überaus wachsam. Sie haben kräftige Kiefer, ein starkes Gebiss und sind überaus streitlustig. Ein Foxterrier, der etwas auf sich hält, ist gern für eine Rauferei zu haben. Der Foxterrier zählt zu den kämpferischsten Terrierarten überhaupt. Wenn man ihn als Familienhund halten möchte, sollte unbedingt eine konsequente Erziehung erfolgen. Darüber hinaus sollte das Tier regelmäßig sinnvoll beschäftigt werden, schließlich handelt es sich um einen ausgesprochenen Jagdhund.

Verwendung

Glatthaarige Foxterrier werden heutzutage nur noch selten jagdlich geführt und wenn, dass vor allem bei der Jagd auf Fuchs und Wildschwein. Die wenigen und spurlauten Hunde - die letzte Eigenschaft erhielten sie, ebenso wie die Färbung, von einer Einkreuzung mit dem Beagle - sind problemlos in der Lage, um das Wild in der Meute, aber auch allein, zu stellen. Dabei stellt die überwiegend weiße Färbung vor allem bei der Jagd auf Schwarzwild einen großen Vorteil dar, da die Hunde sich hervorragend vom Wild abheben. Auf diese Weise sind versehentliche Abschüsse - wie sie etwa beim Dackel oder Jagdterrier häufiger vorkommen können - seltener. Außerdem apportieren Foxterrier sehr gern, auch aus dem Wasser. Sie spüren angeschossenes Wild auf und sprengen Fuchs und Dachs aus ihrem Bau. Schätzungen zufolge werden nur noch etwa sechs bis sieben Prozent aller Foxterrier jagdlich geführt, davon der größte Teil traditionell in Großbritannien.

Besonderheiten und Pflege

Im Gegensatz zum Drahthaar ist das Haar des glatthaarigen Foxterriers recht leicht zu pflegen. Nur gelegentlich sollte es gebürstet werden, ein Trimmen ist nicht erforderlich. Bis vor wenigen Jahren wurde die Rute noch kupiert. Heute ist dies nur noch bei jagdlich geführten Hunden erlaubt.