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Dunker

Steckbrief Dunker

Größe: Rüde 50 – 55 Zentimeter, Hündin 47 – 53 Zentimeter

Gewicht: 30 – 40 Kilogramm

Körperbau: Der Dunker ist ein mittelgroßer Jagdhund, rechteckig gebaut und von kräftiger, muskulöser Gestalt, ohne dabei schwer zu wirken. Der Kopf ist klar umrissen und von guter Länge.

Fell: Das Haarkleid dieses skandinavischen Jagdhundes ist kurz, dicht und hart.

Farbe: Das Fell ist weizenfarben bis rötlich, dunklerer Ridge. Die abgerundeten, faltenfreien Hängeohren und der Fang dürfen dunkler sein. Die sonst bei Jagdhunden sehr selten vorkommende Blue-Merle-Zeichnug stammt von den russischen Harlekinbracken, die zur Entstehung der Rasse beigetragen haben.

Krankheiten: Gelegentlich kommen Hüftgelenksdysplasien vor, ansonsten ist der Dunker aber ein sehr gesunder Hund, der sich als Laufhund in unterschiedlichstem Terrain bewährt hat.

Eigenschaften: Aufgrund seiner besonders feinen Nase und seiner großen Schnelligkeit und Ausdauer ist er ein hervorragender Lauf- und Jagdhund. Dank seiner wetterresistenten Pfoten kommt er auch gut durch überfrorenen Schnee.

Geschichte: Anfang des 19. Jahrhunderts züchtete der Namensgeber der Rasse, der Norweger Wilhelm Dunker mit der russischen Harlekinbracke sowie anderen Laufhunden einen Hund für die Hasenjagd. Der Dunker ist von der FCI in der Gruppe 6, der Lauf- und Schweißhunde als eigenständige Rasse anerkannt. Außerhalb Norwegens ist dieser Jagdhund leider weitestgehend unbekannt, obwohl er neben all seinen positiven Eigenschaften eine ausgesprochen attraktive Rasse darstellt.

Verhalten und Wesen

Wegen seiner anerkannt guten Nase ist er ein beliebter, mutiger Jagdhund, der von überschäumender Lebhaftigkeit und Arbeitseifer ist und auch in unwegsamen Gelände problemlos zurechtkommt. Aufgrund seines ruhigen und freundlichen Wesens kann er ebenso gut als Begleit- und Familienhund gehalten werden und ist ein liebenswürdiger Hausgenosse. Er ist einfach zu halten und hält sich gerne in der Nähe seines Besitzers auf. Deshalb eignet er sich nicht als Zwingerhund, da er auf seine Bezugsperson fixiert ist und immer die Nähe zu seinem Menschen sucht. Bei einer Zwingerhaltung würde er verkümmern. Darüber hinaus sind Hunde, die viel im Zwinger sind, unsicher in Alltagssituationen und reagieren daher oft überwachsam.

Haltung und Pflege

Der Dunker ist leicht zu erziehen, da er sehr menschenbezogen ist und immer seinem Rudelführer gefallen möchte. Trotz dieser positiven Eigenschaften darf man niemals vergessen, dass er sehr ausdauernd und arbeitsfreudig ist. Seine Haltung ist daher auch mit Zeitaufwand verbunden, denn er braucht viel Bewegung und noch mehr Beschäftigung, um glücklich zu sein. Wer einen Couch-Potato sucht, sollte ihn nicht wählen, denn der Dunker möchte möglichst immer in Bewegung sein. Aber für Sportler und aktive Menschen, die täglich ein großes Laufpensum erfüllen oder viel mit dem Rad unterwegs sind, ist er der richtige Partner. Auch wer einen ausdauernden Partner für Tageswanderungen sucht, findet in ihm einen freudigen Begleiter. Hundeagility macht einem Dunker Spaß. Mit seiner Erziehung sollte frühzeitig begonnen werden, denn als Jagdhund hat er einen ausgeprägten Jagdtrieb. Schließlich wurde er dafür gezüchtet. Den Jagdtrieb völlig unterbinden kann man nicht, denn dieser ist genetisch bedingt und beim Jagen schüttet der Körper des Hundes jede Menge Glückshormone aus. Man muss den Hund aber dahin gehend konditionieren, dass er mit einem Rückruf oder besser mit einem klaren, erkennbaren Rückpfiff, jederzeit wieder sicher und sofort zurückholt werden kann. Gut geeignet sind dafür Büffelhornpfeifen, die eine Reichweite bis 450 Meter haben oder eine Hochfrequenzpfeife. Wenn man mit seinem Hund unterwegs ist, muss man jederzeit zum Schutz aller Beteiligten, die Möglichkeit haben, sein Haustier zurückzuholen. Auf diesem Punkt muss man von Anfang an konsequent aber liebevoll bestehen. Auch wenn das bereits funktioniert, so muss es doch regelmäßig wiederholt und geübt werden. Wenn man das Tier für gutes Verhalten mit einem Leckerli belohnt, ist das kein Problem, denn das Lob seines Halters ist dem Dunker wichtig.