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Do Khyi

Do Khyi

Die Tibet-Dogge heißt in ihrer Heimat Do Khyi. Wie der Name bereits sagt, handelt es sich hier um einen Hund aus dem Himalaya, der inzwischen auch von Zuchtverbänden in Europa und den USA anerkannt wird.

Die auch als Tibetmastiff bezeichnete Tibetdogge ist ein Hirtenhund, der im Hochland des Himalaya zum Schutz der Herden Verwendung findet.
Es handelt sich um eine vermutlich uralte Hunderasse, welche sogar in der tibetischen Mythologie Einzug gefunden hat. Abbildungen solcher Tiere sind auf antiken Gebetsrädern und dergleichen zu finden, so dass der Ursprung dieser Rasse in einer fernen Vergangenheit zu liegen scheint.
In Europa wurden Tibet-Doggen durch den Weltreisenden Marco Polo im Jahr 1271 bekannt, allerdings brachte Marco Polo keine Exemplare des Hundes mit, so dass es noch einige Jahrhunderte dauern sollte, bis die Tibet-Dogge auch die westliche Hemisphäre erreichen konnte.
Die Tibet-Dogge ist ein beeindruckend großer Hund: Rüden werden etwa 66 cm hoch und bis zu 60 kg schwer; Fähen sind im übrigen Verhältnis um etwa 20 % kleiner und leichter. Es handelt sich um durchaus dominante Tiere, welche auf andere Hunde zwar nicht aggressiv reagieren, einer Konfrontation indes nicht aus dem Weg gehen, falls diese vom anderen Hund ausgehen sollte.
Der Tibetmastiff hat eine nachgewiesene Nähe zum Mongolischen Wolf, was ebenfalls auf die Urtümlichkeit dieser Hunde verweist.
Ein als solcher anerkannter Tibetmastiff ist einfarbig entweder scharz, blau oder rot, wobei er in der Regel einen weißen Stern auf der Brust trägt.
Charakteristisch für die Tibet-Dogge ist eine Halskrause aus dichtem Fell, welche vor allem bei Rüden stark ausgeprägt ist. Sie dürfte eine Anpassung an die extreme Kälte in ihrer Heimat sein. Der Gesichtsausdruck der Tibetdogge ist würdevoll und mitunter mürrisch, keineswegs aber aggressiv.
Tibetdoggen vollziehen im Frühjahr einen extremen Fellwechsel, welcher auch von den Haltern einiges abverlangt. Im Besonderen die Halskrause ist in ihren Resten schwer zu entfernen und der Fellwechsel sollte ohne Zweifel nicht in einer Wohnung stattfinden, da das extrem lange und buschige Deckhaar vermutlich jeden Staubsauger vor unlösbare Probleme stellen würde.
In ihrem Charakter ist die Tibetdogge sehr loyal, treu und zuverlässig, was für einen Hirtenhund auch die primäre Voraussetzung sein sollte. Die Tiere lernen schnell, sind aber auch schnell gelangweilt, so dass es sich zweifellos nicht um einen Hund handelt, der den Tag über alleine in einer Wohnung auf die Rückkehr seiner Herrchen und Frauchen warten möchte. Auslauf benötigen die Tiere nicht im Übermaß, allerdings sollten sie weitgehend an der frischen Luft sein.
Der Do Khyi ist als Familienhund etwa auf einem Hof durchaus geeignet. Sein Naturell als Hirtenhund macht ihn zu einem ausgezeichneten und zudem beeindruckenden Wachhund, der seine Familie auf das Äußerste verteidigen wird, sofern er als Welpe sozialisiert wird. Er wird auch andere Tiere, die zum Haus gehören und die die er als seine Herde ansieht, verteidigen und beschützen.
Tibetdoggen gelten heute als gefährdete Rasse: Der zunehmende Tourismus in der Region des Himalaya führt dazu, dass es zu immer mehr Vermischungen der Tiere mit Hunden kommt, welche von Touristen und Zuwanderern mitgebracht werden. Zudem sind die stolzen und wuchtigen Tiere inzwischen bei Mitgliedern der chinesischen Oberschicht, welche Tibet dominiert, zu einem Statussymbol geworden. Daher legen einheimische Züchter des Geldes wegen weniger Wert auf Qualität denn auf Quantität in der Zucht.
In den USA seit 1976 und in Europa seit 1979 werden die Hunde nach strengen Kriterien gezüchtet und es ist zu hoffen, dass dieses Erbe der Vergangenheit zumindest hier erhalten werden kann. In Deutschland werden indes kauum 100 Welpen pro Jahr gezüchtet, welche etwa € 1.000 - kosten.
In der Schweiz sind die Hunde ihrer Seltenheit wegen haltungsmeldepflichtig, auch, um einem Schwarzmarkt vorzubeugen.